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Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen. Foto: Shironosov / Thinkstock
Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen.

Selbstständige und ihre Krankenversicherung – Freiwillige vor!

Viele Arbeitgeber sind in der gesetzlichen Krankenversicherung als Selbstständige freiwillig versichert. Für die Ermittlung eines angemessenen Krankenkassenbeitrags wird das sogenannte Arbeitseinkommen des Selbstständigen zugrunde gelegt. Das Abrechnungsverfahren ähnelt dem, das Selbstständige beispielsweise von der Umsatzsteuer kennen: Sie leisten über das ganze Jahr verteilt Vorauszahlungen (monatliche Zahlungen). Die endgültige Festsetzung der Beiträge erfolgt dann im Nachhinein auf Grundlage der tatsächlichen Einnahmen.

Bei einem Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit setzen die Krankenkassen, so auch die AOK, die Krankenversicherungsbeiträge zunächst vorläufig auf Basis des zuletzt ausgestellten Einkommensteuerbescheids fest.

Existenzgründer können zu Beginn ihrer Tätigkeit noch keinen Einkommensteuerbescheid vorlegen. Deshalb werden die Beiträge – zunächst vorläufig – auf Basis von beispielsweise Nachweisen von Steuerberatern, Finanz- oder betriebswirtschaftlichen Auswertungen erhoben. 

Selbstständige haben bis zu drei Jahre Zeit, den für das jeweilige Kalenderjahr ergangenen Einkommen­steuerbescheid einzureichen, beginnend mit dem Folgejahr, für das der Einkommen­steuerbescheid vom Finanzamt ausgestellt wird. Sobald der Arbeitgeber seinen Einkommensteuerbescheid innerhalb dieses dreijährigen Zeitraums vorlegt, werden die Beiträge rückwirkend entsprechend der tatsächlich erzielten beitragspflichtigen Einnahmen endgültig festgesetzt. Die Beiträge für die Zukunft werden wiederum vorläufig festgesetzt – bis der nächste Einkommensteuerbescheid vorliegt. 

Selbstständige, die im Lauf eines Jahres mit den vorläufigen Beiträgen zu viel gezahlt haben, können sich nach dem Einreichen der Steuererklärung über eine Rückzahlung freuen. Wenn die vorläufig festgesetzten Beiträge zu niedrig angesetzt waren, zahlt der Selbstständige Beiträge nach. 

Tipp: 
Freiwillig versicherte Selbstständige sollten Rücklagen bilden, damit sie für den Fall einer höheren Beitragsfestsetzung oder einer höheren Einkommensteuer über ein finanzielles Polster verfügen. Das Risiko eines negativen „Cash Flow“ wird damit reduziert.

Stand: 2.5.2018

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