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Lohnsteuer: Was seit dem 1. Januar 2018 gilt

© Africa Studio / shutterstock
Person am Laptop mit Unterlagen

Höhere steuerfreie Einzahlungen in die betriebliche Altersversorgung (bAV)

Arbeitgeberbeiträge zum Aufbau einer kapitalgedeckten bAV in Form eines Pensions­fonds, einer Pensionskasse oder Direkt­versich­erung sind 2018 bis zu 8 Prozent der Beitragsbemessungs­grenze zur gesetzlichen Renten­versicherung – West (2018 = 8 Prozent von 78.000 Euro = 6.240 Euro) steuerfrei. Die Förderung von 8 Prozent ersetzt die bisherige Förderung von 4 Prozent zuzüglich des absoluten Betrags in Höhe von 1.800 Euro. Laufende Beiträge des Arbeitgebers aus einem ersten Dienstverhältnis an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder für eine Direktversicherung im Umlageverfahren sind 2018 bis zu 2 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steuerbefreit. Der steuerfreie Höchstbetrag für 2018 beträgt danach 1.560 Euro.

Neuer Förderbetrag zur bAV bei Geringverdienern

Für sogenannte Geringverdiener (das sind laut gesetzlicher Regelung Arbeitnehmer mit einem Verdienst bis 2.200 Euro monatlich) wird erstmals ein Förderbetrag zur betrieblichen Alters­ver­sorgung eingeführt. Der Arbeitgeber leistet für die betriebliche Alters­versorgung des Gering­verdieners einen zusätzlichen steuerfreien Arbeitgeberbeitrag an eine Pensionskasse, einen Pensionsfonds oder für eine Direktversicherung zwischen 240 und 480 Euro und erhält hierfür über seine Lohnsteueranmeldung einen Förderbetrag vom Staat in Höhe von 30 Prozent (also zwischen 72 und 144 Euro).

Anhebung der Betragsgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter

Die Betragsgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (z. B. Computer) ist seit 1. Januar 2018 von 410 auf 800 Euro erhöht worden. Da es sich um eine „Nettogrenze“ handelt, ergibt sich für den sofortigen Werbungskostenabzug bei den Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit für das Wirtschaftsgut im Jahr der Anschaffung (nicht im Jahr der Bezahlung) eine Betragsgrenze von 952 Euro (800 Euro zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer = 152 Euro).

Neue Sachbezugswerte 2018

Über die Änderung der Sozialversicherungsentgelt­verordnung wurden die amtlichen Sachbezugs­werte für dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellte Verpflegung seit 1. Januar 2018 an die Entwicklung der Verbraucher­preise angepasst. Sie gelten einheitlich für alle Bundes­länder. Der Wert für eine vom Arbeitgeber gestellte Unterkunft ist von 223 auf 226 Euro monatlich angehoben worden. Die amtlichen Sachbezugs­werte für Verpflegung: Frühstück 1,73 Euro; Mittag- und Abendessen jeweils 3,23 Euro.

Geringerer Versorgungsfreibetrag für Versorgungsbezüge

Wenn Arbeitnehmer 2018 erstmals Versorgungsbezüge erhalten, sind 19,2 Prozent als Versorgungsfreibetrag steuerfrei, aber maximal 1.440 Euro. Dazu kommt ein Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag in Höhe von 432 Euro.

Rentenbesteuerung steigt

Der steuerfrei zu belassene Teil der gesetzlichen Renten sinkt für alle Neurentner 2018 auf 24 Prozent. Damit sind 76 Prozent der Bruttojahressrente steuerpflichtig.

Einkommensteuertarif – erhöhter Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag – der Betrag, bis zu dem keine Steuern fällig werden – betrug für 2017 8.820 Euro und ab 2018 9.000 Euro. Für Verheiratete/eingetragene Lebenspartnerschaften verdoppelt sich der Betrag 2018 entsprechend auf 18.000 Euro.

Anwenderkreis für permanenten Lohnsteuerjahresausgleich erweitert

Anwenderkreis für permanenten Lohnsteuerjahresausgleich erweitert. Seit 2018 dürfen Arbeitgeber bei kurzfristig beschäftigten Arbeitnehmern mit der Steuerklasse VI einen permanenten Lohnsteuerjahresausgleich durchführen. Voraussetzung dafür ist, dass der Arbeitnehmer unbeschränkt steuerpflichtig ist, bei der Steuerklasse VI kein Freibetrag zu berücksichtigen ist und die Dauer seiner Anstellung einen maximalen Zeitraum von 24 zusammenhängenden Tagen nicht übersteigt.

Einführung der Digitalen LohnSchnittstelle (DLS)

Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens vom 18. Juli 2016 hat der Gesetz­geber die Einführung eines einheitlichen Standard­datensatzes als Schnittstelle zum elektronischen Lohnkonto (Digitale LohnSchnittstelle – DLS) verbindlich fest­geschrieben. Die DLS ist für ab dem 1. Januar 2018 aufzu­zeichnende Daten anzuwenden. Arbeitgeber müssen die aufzuzeichnenden lohnsteuer­relevanten Daten der Finanz­behörde nach einer amtlich vorgeschriebenen, einheitlichen digitalen Schnitt­stelle elektronisch bereitstellen. Dies gilt unabhängig von dem vom Arbeitgeber eingesetzten Lohnabrechnungs­programm (BMF-Schreiben vom 26. Mai 2017, BStBl I 2017, 789).

Stand: 19.12.2017

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