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Arbeitsplatz Pflege

© Monkey Business Images Ltd / Thinkstock
Pflege: Schwester mit älterer Person im Krankenbett

Zukunftsfähigkeit durch Betriebliche Gesundheitsförderung

Die demografische Entwicklung in Deutschland führt zu einer erheblichen Zunahme von Pflegebedürftigkeit und einem steigenden Bedarf an Hilfeleistungen. Dabei stellt sich nicht nur die Frage nach Lebensqualität und Wohlbefinden der älter werdenden Bevölkerung, sondern auch beim betreuenden Personal, das durch steigende Anforderungen, z. B. in der Betreuung einer größer werdenden Zahl dementer Personen, mit zunehmenden Belastungen konfrontiert wird.

Im Gesundheitswesen sind derzeit knapp fünf Millionen Personen beschäftigt. Der Großteil von ihnen ist in der Pflege tätig. Die in der Betreuung und Pflege tätigen Mitarbeiter befinden sich in einem Spannungsfeld: Einerseits sehen sie sich einer kritischen Einstellung der Bevölkerung zur Betreuungssituation älterer Menschen gegenübergestellt. Andererseits stellt sich für sie angesichts der demografischen Entwicklung die Frage, wie Betreuung und Versorgung in Zukunft gestaltet werden müssen. Am Arbeitsplatz sind die Pflegekräfte hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Sie arbeiten rund um die Uhr im Schichtdienst, stehen unter hohem Zeitdruck und müssen mit emotional sehr belastenden Situationen umgehen. Pflegebedürftige und Angehörige erwarten von den Pflegekräften, dass sie stets ein offenes Ohr für sie haben und Verständnis für ihre Wünsche und Anforderungen aufbringen. Dieser Erwartung nachzukommen ist für das Pflegepersonal oft nicht einfach, da die zum Ausdruck gebrachte Haltung nicht immer mit den eigenen Empfindungen übereinstimmt. Dieser Spagat, bei dem die eigenen Gefühle gemanagt werden müssen, stellt eine nicht zu unterschätzende psychische Belastung dar.

Die Sicherstellung einer zukunftsfähigen Versorgung für eine immer größer werdende Gruppe unserer Gesellschaft erfordert deshalb eine intensive Betreuung und Unterstützung der Beschäftigten im pflegerischen und therapeutischen Bereich. Dabei verliert gleichzeitig der Pflegeberuf an Attraktivität, da Mitarbeiter erhöhten Belastungen ausgesetzt sind. Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterunterstützung und -fürsorge sollten daher fester Bestandteil der Unternehmenspolitik im Gesundheitswesen sein. Eine zentrale Rolle kommt dabei der Führung zu: Führung gestaltet Verhältnisse, schafft Rahmenbedingungen und kann Ressourcen bereitstellen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Lebensumstände, das Alter und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter immer vielfältiger gestalten. Um dem gerecht zu werden, müssen Führungskräfte ihr Handeln stärker individuell und personenorientiert ausrichten. Dies stellt sie vor neue Herausforderungen.

Die Verantwortung für eine „gesunde Pflege“ liegt bei der gesamten Organisation und nicht nur bei den Führungskräften. Betroffene zu Beteiligten zu machen und Mitarbeiterpartizipation zu ermöglichen, lautet hierbei eine Maxime. Mitarbeiter in Veränderungsprozessen müssen auch in Bezug auf die eigene Organisation Flexibilität im Handeln lernen. Das Pflegepersonal verfügt über einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit Veränderungen: Hohe Flexibilität und das Einstellen auf sich verändernde Situationen sind Bestandteil der Pflegetätigkeit. Diese Ressourcen des Pflegepersonals sollten bei der Gestaltung der sich verändernden Arbeitswelt genutzt werden. Bei der Gestaltung der Arbeit fällt der Arbeitszeitgestaltung angesichts der Schichtarbeit besondere Bedeutung zu. Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit stellt eine entscheidende Ressource dar. Darüber hinaus steht die Stärkung der Eigenverantwortung für den Erhalt der Gesundheit im Fokus der Gesundheitsförderung. Angebote zum Stressmanagement, zu Bewegung und Ernährung sollten fester Bestandteil im Fort- und Weiterbildungskanon einer Pflegeeinrichtung sein.

Autor: Günter Pauli

AOK-Service Gesunde Unternehmen

Mit Unterstützung der AOK mit Hilfe der Betrieblichen Gesundheitsförderung können Pflegeeinrichtungen zukunftssicher werden. Gute Arbeit an gesundheitsgerechten Arbeitsplätzen hilft den Beschäftigten in dieser Branche, gesund zu bleiben. Wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Angebote. Fordern Sie uns und nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Tipp

Der Krankenstand in der Pflegebranche ist in Bayern überdurch­schnittlich hoch. Der AOK-Report Pflege 2014 macht typische Gesundheitsbelastungen des Pflegepersonal deutlich. Sie können hier den AOK-Report Pflege 2014 bestellen.

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