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Sitzen – das neue Rauchen

© altrendo images / Getty Images
Sitzen – das neue Rauchen

Die sitzende Gesellschaft

Die Anatomie des Menschen ist auf Bewegung ausgerichtet. Dennoch ist monotones Sitzen zur wichtigsten Körperhaltung geworden – mit oft gravierenden Folgen.

Immer mehr Menschen arbeiten im Sitzen. Allein rund 17 Millionen Deutsche nehmen täglich auf einem Bürostuhl Platz und verbringen dort – ohne regelmäßig für bewegte Abwechslung zu sorgen – im Durchschnitt fast 85 Prozent ihrer Arbeitszeit. Beim konzentrierten Arbeiten nehmen sie oft eine vorgebeugte, starre und verkrampfte Haltung ein, bei der die Skelettmuskulatur schwere Haltearbeit verrichten muss. Doch nicht nur Büros sind Sitzarbeitsplätze: Auch in vielen anderen Branchen verrichten Beschäftigte ihre Arbeit überwiegend im Sitzen – etwa im Speditionswesen, im Personenverkehr oder im Handel (v. a. Kassenpersonal). Und auch den Weg zur Arbeit legen Millionen von Arbeitnehmern weitgehend bewegungslos im Sitzen zurück – sei es im Auto, Bus oder in der Bahn.

Freizeit im Sitzen

Doch damit nicht genug: Mehr denn je beherrscht das Sitzen auch unsere Freizeit – etwa beim Fernsehen oder beim Surfen im Internet. Nach den neusten Zahlen der von ARD und ZDF durch­ge­führten „Langzeitstudie Massen­kommuni­kation“ verbringen Bundesbürger ab 14 Jahren in ihrer Freizeit inzwischen durch­schnittlich mehr als fünf Stunden mit der Nutzung von Medien­angeboten. Allein vier von fünf Stunden verbringen sie vor dem Fernseher oder online am PC – in der Regel wohl im Sitzen.

Langes Sitzen: In vielerlei Hinsicht ungesund

Längst sind sich Wissenschaftler und Arbeitsmediziner jedoch einig: Sitzen als Dauerzustand ist eine der schlechtesten Haltungen für den menschlichen Körper. Dafür haben sie gute Argumente und viele Erkenntnisse:

  • Bei falscher, vermeintlich bequemer Sitzhaltung erschlafft die Bauchmuskulatur. Dadurch wiederum kann sich der Rücken zum Rundrücken verformen.
  • Bei anhaltender Rundrückenbildung kommt es zu einer ungleichmäßigen Belastung der Bandscheiben, die nun schlecht mit Nährstoffen versorgt werden können.
  • Stress und schlechte Beleuchtung führen zu weiteren Anspannungen im Rücken, oft kommt es auch noch zu Folgebeschwerden wie Kopfschmerzen.
  • Die inneren Organe werden eingeklemmt, vor allem die Atmungs- und Verdauungsorgane.
  • Infolge mangelnder Durchblutung stellen sich Muskelverhärtungen und Muskelverspannungen ein.
  • Ein Defizit an Bewegung führt nach und nach zum Verkümmern der Muskeln.
  • Das Herz-Kreislauf-System wird nicht ausreichend trainiert.

Infolge langen Sitzens und mangelnder Bewegung leidet und degeneriert letztlich also vor allem der gesamte Stütz- und Bewegungsapparat. Schon länger stehen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems daher an der Spitze der Arbeits­unfähig­keits­statistik. Laut des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) lassen sich rund 23 Prozent aller krankheits­bedingter Arbeits­unfähig­keits­tage darauf zurückführen.

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