AOK Logo
AOK
Wählen Sie Ihre AOK
Baden-Württemberg Bayern Bremen-Bremerhaven Hssen Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Berlin Brandenburg Schleswig-Holstein Westfalen-Lippe Thüringen Sachsen Rheinland-Pfalz Saarland HamburgRheinland Sachsen-Anhalt
Willkommen bei Ihrer AOK für Unternehmen
Schrift anpassen: A-AA+

Pfadnavigation

Hauptinhalt

„Ganzheitliche Prävention beliebt“

Können auch kleinere Betriebe Sportangebote organisieren? Unbedingt, sagt die Betriebssportexpertin Dr. Bettina Wollesen (Uni Hamburg) im Interview.

In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist es oft schwierig, betriebssportliche Aktivitäten zu etablieren. Woran liegt das?
In KMU steht das wirtschaftliche Überleben oftmals im Vordergrund, so dass personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen für die Organisation fehlen. Es erfordert immer eine engagierte Schlüsselperson, die die Aktivitäten als Motor vorantreibt. In KMU muss dies dann neben der normalen Arbeit erfolgen, so dass die Organisation im Zweifel erst einmal liegen bleibt.

Wie schafft man es trotzdem?
Am einfachsten ist es, wenn man sich einen kompetenten Kooperationspartner sucht. Ein gut aufgestellter Fitnessanbieter, Sportvereine oder Dienstleister für betriebliche Gesundheitsförderung können die Organisation übernehmen. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass zum einen gewährleistet werden muss, dass die Unternehmensleitung derartige Projekte fördert und die Mitarbeiter bei der Planung integriert werden. Zum anderen muss der jeweilige Anbieter über entsprechende Qualifikationen verfügen und sich z. B. auch mit Refinanzierungsmöglichkeiten auskennen, um den Betrieb optimal zu beraten.

Wie kann man gerade auch die sportlich bislang noch Inaktiven ansprechen und motivieren?
Hier ist es hilfreich, am Arbeitsplatz zu starten. Ein an der Uni Hamburg entwickeltes Arbeitsplatzprogramm konnte zeigen, dass bei den Inaktiven Motivation erzeugt werden kann, wenn die Mitarbeiter zwei Stufen durchlaufen: 1. Praktische Ergonomieschulung am Arbeitsplatz, bei der positive Bewegungserlebnisse vermittelt werden und der persönliche Mehrwert des Bewegens verdeutlicht wird (Sinnverstehen). Im zweiten Schritt wurden dann kleine Bewegungseinheiten (z. B. 9 mal 7 Minuten oder 3 mal 20 Minuten) pro Woche angeboten. Diese kurzen Einheiten reduzieren Einstiegshürden wie Zeitmangel oder das Gefühl, nicht fit genug zu sein.

Welche Angebote sind bei Unternehmen und Mitarbeitern besonders beliebt?
Die Mitarbeiter wollen eigentlich die klassischen Programme wie Fitness und Ausdauer. Hierbei ist wichtig, dass die Sportangebote Bezug zu den Alltagsbelastungen herstellen. Außerdem wünschen sich viele Mitarbeiter ganzheitliche Präventionsprogramme, bei denen sie neben verschiedenen Bewegungsangeboten zum Kennenlernen auch Tipps zu den Bereichen Ernährung und Entspannung erhalten, um danach auszuwählen, welches Angebot am besten zu ihnen passt.

Welche Angebote bieten sich gerade im Sommer an?
Im Sommer möchte natürlich jeder am liebsten nach draußen. Schwimmen, Radfahren, Walken, Laufen je nach Interesse und Fitnesszustand können dann interessant sein. Die Teilnahme z. B. an Firmenläufen kann ein erster Anlass sein, gemeinsam zu trainieren.

Gerne unterstützen wir Sie auf betrieblicher Ebene und bieten Anregungen für Verbesserungen zu einer gesundheitsförderlichen Gestaltung und Organisation von Arbeitsplätzen und -abläufen. Auf individueller Ebene unterstützen wir Sie dabei, die Verhaltens- und Verhältnisprävention innerhalb des Unternehmens und der Belegschaft voranzutreiben. Unsere BGF-Ansprechpartner stehen Ihnen bei Fragen zur Verfügung.

Marginalinhalt

Mitglied werden!

Angebote

Keine Zeit für Gesund­heits­­kurse? Arbeitnehmer haben nun auch die Möglichkeit, diese während des Urlaubs zu besuchen.

BGM mit der AOK Bayern