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Mobbing: Psychoterror am Arbeitsplatz

Hier hören Sie den Radiobeitrag

Text zum Radiobeitrag

Moderator: Anfangs arbeitet man noch gut zusammen und plötzlich verbringt man die Mittagspause allein. Solch systematische Ausgrenzungen über einen längeren Zeitraum sind ein Anzeichen für Mobbing. Wenn einzelne Beschäftigte außerdem gedemütigt, verleumdet oder benachteiligt werden, ihre Arbeit schlecht gemacht wird und sie dadurch seelisch zermürbt werden, spricht man von Mobbing. Und das macht krank. Patricia Lück ist Referentin für Betriebliche Gesundheitsförderung im AOK-Bundesverband. Sie erklärt was einem passieren kann, wenn man gemobbt wird, nämlich, …

Patricia Lück: … dass man sich systematisch immer weiter in sich zurückzieht und dass sich dann all das bewahrheitet, was einem die Mobber eigentlich unterstellen – dass man schlecht arbeitet, dass man unzuverlässig ist, dass man irgendwie eigentlich ein schlechter Mensch ist. Und damit wird natürlich das Selbstwertgefühl auch vollkommen gebrochen und die zweifeln dann auch an ihrer eigenen Wahrnehmung.

Moderator: Damit wird die Mobbing-Situation zu einer Art „selbst erfüllenden Prophezeiung“. Da den Betroffenen immer wieder schlechte Arbeit unterstellt wird, leidet das Selbstwertgefühl so sehr, dass sich die Arbeitsergebnisse tatsächlich verschlechtern. Eine weitere Folge ist, dass Mobbing-Opfer häufig unter Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Depressionen und Angstzuständen leiden. Mit einer Psychotherapie und medizinischer Betreuung kann ihnen geholfen werden. Wichtig ist, den Konflikten möglichst früh entgegenzutreten und klärende Gespräche mit den betreffenden Personen zu suchen, unbeteiligte Verbündete zu gewinnen und sich an den Betriebsrat oder den Vorgesetzten zu wenden. Was wichtig für Unternehmen ist, damit es erst gar nicht erst zu Mobbingvorfällen kommt, weiß Patricia Lück:

Patricia Lück: Dazu braucht man zum Beispiel eine relativ offene Kommunikationskultur, das heißt, dass die Leute miteinander reden über die Arbeit, über die Dinge, die gut laufen, die aber auch schlecht laufen. Man braucht Vorgesetzte, die sich auch kümmern, die gegebenenfalls auch bei Konflikten eintreten. Also, es gibt leider viel zu viele konfliktscheue Vorgesetzte, die sowas lieber lange Zeit ignorieren, als dass sie da eingreifen.

Moderator: Darüber hinaus gibt es Anti-Mobbing-Vereinbarungen, die im Betrieb geschlossen werden können. Kommt es doch zu einem Fall, können auch außenstehende Mediatoren oder Konfliktberater weiterhelfen. Wie Betriebe außerdem vorbeugen können, erklärt Lück:

Patricia Lück: Man kann Mitarbeiter zum Beispiel auch beteiligen an Veränderungsprozessen. Man kann sie frühzeitig informieren über Dinge, die geplant sind. Oder man kann sie sogar beteiligen im Rahmen von Betrieblichem Gesundheitsmanagament zum Beispiel, dass man sagt im Gesundheitszirkel hat jeder Mitarbeiter auch die Möglichkeit zu sagen, was soll verbessert werden am Arbeitsplatz.

Moderator: Für ein gutes Betriebsklima setzt sich auch die AOK im Rahmen ihres Service „Gesunde Unternehmen“ ein. Mehr Infos dazu sowie Ansprechpartner gibt es im Internet unter:
www.aok-bv.de/hintergrund/dossier/praevention

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