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BGM für Unternehmen und ihre Menschen – mit Herz, Hand und Verstand Gesundheit fördern

© Fotolia / fotomek
Männchen mit Herz

Wertschätzung, Selbstwert und Identität – Arbeit trägt zur Erfüllung zentraler menschlicher Bedürfnisse bei. Für den Menschen ist sie eine enorme Ressource. Bestimmend ist jedoch, wie Arbeit gestaltet ist: Was dabei gut tut und zur Gesunderhaltung beiträgt, spiegelt sich auch im menschlichen Gehirn wieder.

Wie sich Verhältnisse am Arbeitsplatz auf die Biologie des Menschen auswirken, zeigte Prof. Dr. med. Joachim Bauer in seinem Vortrag bei der AOK-Netzwerktagung am 23.11.2017 in Nürnberg eindrücklich auf. Als Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut  gewährte J. Bauer Einblicke in den aktuellen Kenntnisstand der Neurowissenschaften und vermittelte den rund 100 Vertreterinnen und Vertretern nord- und ostbayerischer Unternehmen auf anschauliche Weise, wie das „social brain“ bei der Arbeit agiert. 

Zwischenmenschliche Interaktionen als objektiver Gesundheitsfaktor

Nicht nur Botenstoffe werden bei jeder menschlichen Interaktion ausgeschüttet, sondern auch die Aktivität von Genen wird reguliert. Je nachdem, welche Gene aktiv sind, erbringen wir unterschiedliche Leistungen und auch unser Nervenwachstum verändert sich. „Der Mensch ist damit eine Droge für andere Menschen“, so Bauer, und die „Qualität zwischenmenschlicher Interaktion am Arbeitsplatz ist ein objektiver Gesundheitsfaktor“. 

Mit der Intensivierung unserer Selbstfürsorge im Sinne einer sinngeleiteten, achtsamen Lebensweise können wir zur Regulation bestimmter „Krankmacher“-Gene beitragen und unsere Gesundheit langfristig erhalten. 

Unternehmenskultur als DNA eines Betriebes

Über die DNA sprach auch Werner Winter, Fachbereichsleiter Arbeitswelt der AOK Bayern in seiner Einführung zur Tagung – wenn auch in einem weniger biologischen Kontext. Für ihn ist die Unternehmenskultur die DNA eines Betriebs und damit ein Kanon an Werten, Normen und Grundhaltungen. Sie wirkt wesentlich darauf ein, wie motiviert und gesund Beschäftigte am Arbeitsplatz sind. Denn: Wer gern zur Arbeit geht und ein gutes Miteinander am Arbeitsplatz erlebt, fühlt sich gesünder, motivierter und leistungsfähiger. 

BGM in der Praxis: Erfahrungsaustausch und Life Kinetik

Am Nachmittag der Tagung richtete sich der Blick auf die BGM-Praxis: Vier Unternehmensvertreterinnen und –vertreter, die im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) erfolgreich mit der AOK Bayern kooperieren, berichteten von ihren Erfahrungen 

Zum Aktivwerden schließlich regte der gelungene Abschluss der Veranstaltung an: Die Übungen aus der Life Kinetik zeigten auf, dass Mut, Motivation als auch Offenheit für Neues erforderlich sind, um die Freude am Tun trotz des Erlebens von Fehlern nicht zu verlieren.  

Marginalinhalt

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Karlheinz Bayer

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