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Expertentipp

Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen. Foto: Shironosov / Thinkstock
Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen.

Beschäftigte Studenten

Arbeitgeber setzen gerne auf Studenten, um Arbeitsspitzen aufzufangen oder Urlaubsvertretungen zu organisieren. Oft sind sie aber nicht sicher, wie eine solche studentische Tätigkeit sozialversicherungsrechtlich zu bewerten ist. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Minijob

Wenn ein Student eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausübt, beträgt das monatliche Arbeitsentgelt maximal 450 Euro. Dann besteht Sozialversicherungsfreiheit, sofern sich der Student von der grundsätzlichen Rentenversicherungspflicht auf Antrag befreien lässt. Diesen Befreiungsantrag nimmt der Arbeitgeber zu den Entgeltunterlagen des Studenten.

Für den Arbeitgeber fallen Pauschalbeiträge an. Zur Krankenversicherung betragen sie 13 Prozent, wenn eine gesetzliche Krankenversicherung besteht, und zur Rentenversicherung 15 Prozent. Diese Pauschalbeiträge führt der Arbeitgeber an die Minijob-Zentrale ab. 

Kurzfristige Beschäftigung (zählt auch als Minijob)

Übt ein Student eine zeitlich befristete Beschäftigung von maximal drei Monaten im Kalenderjahr aus, handelt es sich um eine kurzfristige Beschäftigung. Diese Beschäftigung ist beitragsfrei zur Sozialversicherung. Es fallen für den Arbeitgeber auch keine Pauschalbeiträge an. Vorbeschäftigungen im laufenden Kalenderjahr sind jedoch anzurechnen. Wird der Zeitraum von drei Monaten überschritten, tritt Sozialversicherungspflicht ein.

Werkstudententätigkeit

Ein Student kann aber auch in größerem Umfang als einen Minijob arbeiten. Wichtig ist, dass das Studium dabei immer im Vordergrund steht. Bei einem Beschäftigungsumfang von bis zu 20 Stunden wöchentlich ist das der Fall. Dann handelt es sich um eine sogenannte Werkstudententätigkeit. Es besteht Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsfreiheit und Rentenversicherungspflicht. Das Gleiche gilt auch, wenn der Student nur in den Semesterferien mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeitet, aber in der Semesterzeit die Grenze von 20 Wochenstunden einhält. 

Der Student darf auch mehr als 20 Wochenstunden arbeiten, sofern er im Jahr nicht mehr als 26 Wochen beziehungsweise 182 Kalendertage tätig ist. Dann steht das Studium weiterhin im Vordergrund und es besteht Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsfreiheit und nur Rentenversicherungspflicht. 

Die Rahmenfrist ist stets vom Ende der zu beurteilenden Beschäftigung ausgehend ein Jahr zurück zu berechnen. Innerhalb der Rahmenfrist sind alle Vorbeschäftigungen mit mehr als 20 Wochenstunden anzurechnen.

Tipp: 
Lassen Sie sich die aktuelle Immatrikulationsbescheinigung aushändigen, damit Sie einen Nachweis darüber haben, dass der Beschäftigte tatsächlich Studentenstatus hat und die Sonderregelungen für Studenten auch auf ihn zutreffen.

Fragen Sie den Studenten zudem gezielt nach bisher ausgeübten oder parallel ausgeübten Beschäftigungen und deren Umfang. Nehmen Sie den Fragebogen zu den Entgeltunterlagen. So vermeiden Sie eine falsche versicherungsrechtliche Beurteilung und damit mögliche Beitragsnachforderungen bei einer Betriebsprüfung der Rentenversicherung.

Weitere Informationen zur Beschäftigung von Studenten finden Sie auch unter den Fachthemen auf aok-business.de.

Stand: 5.6.2018

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