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Datenaustausch Entgeltersatzleistungen

© Choreograph / Thinkstock
Datenübertragung

Im maschinellen Melde­ver­fahren sind Kranken­kassen und Arbeitgeber gesetzlich zur digitalen Kommunikation verpflichtet. Dies gilt auch für die Ent­gelt­ersatz­leistungen (EEL).

Die Daten zur Berechnung von Entgelt­ersatz­leistungen sind von den Arbeitgebern durch gesicherte und verschlüsselte Daten­übertragung aus system­geprüften Program­men oder mittels maschinell erstellter Ausfüll­hilfen (z. B. sv.net) an die Kranken­kassen zu übermitteln. Am 1. Januar 2018 tritt Version 9 in Kraft. Der Datensatz ist von diesem Zeit­punkt an zu verwenden, auch wenn ältere Daten verarbeitet werden. Daten in der Version 8 werden in einer Übergangs­eit bis zum 31. März 2018 ange­nommen.

Der Arbeitgeber fragt Vorer­krankungen nur ab, wenn der Arbeitnehmer gesetzlich kranken­versichert ist („Abgabegrund“ = 41). Die Anfrage ist zulässig, wenn für die aktuelle Arbeitsun­fähigkeit ein Nachweis vorliegt, in den letzten sechs Monaten vorher mindestens eine Vorer­krankung bescheinigt wurde und die Zeiten der Arbeits­unfähigkeit mindestens 30 Tage umfassen. Die AOK prüft und informiert automatisch, sobald alle erforderlichen Bescheinigungen der Arbeitsun­fähigkeit eingegangen sind.

 

Anrechenbare Vorerkrankungen werden entsprechend gekenn­zeichnet. Das Kennzeichen wird durch das Entgeltabrechnungs­programm oder sv.net in Klartext übersetzt.

 

Der Arbeitgeber meldet Brutto-Arbeitsentgelt, das während des Bezugs einer Entgeltersatz­leistung von ihm geleistet wird (Daten­baustein DBAE, Feld WAEHREELBRUTTO). Um die Prüfung zu erleichtern wird dort nur weiter­gezahltes Arbeits­entgelt eingetragen (z. B. Sachbezüge oder ein Krankengeld­zuschuss), dass monatlich 50 Euro übersteigt. Einzutragen ist der voraussichtliche monatliche Brutto­betrag des gesamten weiter­gezahlten laufenden Arbeits­entgelts.

 

Der Arbeitgeber kann die Dauer der Entgelt­ersatzleistung abfragen. Der Leistungsablauf (Aussteuerung) wird von der AOK automatisch mitgeteilt.

 

Das Mutterschutzgesetz wurde angepasst. Betroffen sind aber nur Sachverhalte, in denen das Mutterschafts­geld die Grenze von 13 Euro nicht erreicht. Wenn sich das Arbeitsentgelt während der letzten drei abge­rechneten Kalender­monate vor dem Beginn der Schutzfrist (Berechnungs­zeitraum) ändert, ist das geänderte Entgelt für den gesamten Berechnungs­zeitraum zu melden. Ändert sich das Arbeits­ent­gelt nach dem Berechnungs­zeitraum oder während des Mutterschafts­geldbezuges, ist die AOK darüber außerhalb des Datenaustausches zu informieren.

 

Eine verlängerte Schutzfrist von zwölf Wochen nach der Geburt eines Kindes wird von der AOK automatisch mitgeteilt.

 

Papierbescheinigungen sind schon seit längerem nicht mehr zugelassen. Aus­nahmen sind die Bescheinigung der Entgeltdaten zur Gewährung von Pflege­unterstützungsgeld und Kranken­geld für Organspender, die vom maschinellen Datenaustausch ausgeschlossen sind.

 

Auch die Informationen zu Höhe der EEL erhalten die Arbeitgeber von der AOK auf einem digitalen Kommunikationsserver. Der regelmäßige Abruf der Daten vom Kommunikations­server ist wichtig, damit der Arbeitgeber die Mitteilungen in sein Ent­gelt­ab­rech­nungs­pro­gramm übernimmt. Folgende Informationen können elektronisch auf Anforderung des Arbeitgebers von den Krankenkassen zur Verfügung gestellt werden:

  • Höhe der Entgeltersatzleistungen
  • anrechenbare Vorerkrankungen
  • Ende der Entgeltersatzleistung

Hinweis

Aus diesem Grund finden Sie auch unter Tools & Service lediglich Formu­lare zur Bescheini­gung der Ent­gelt­daten zur Gewährung von Pfle­ge­­un­ter­­stützungs­­geld und Kranken­geld für Organspender zum Aus­drucken. Arbeitgeber müssen die Daten zur Berechnung aller anderen Entgelt­ersatz­leistungen direkt aus ihren Ent­gelt­­ab­rech­nungs­­pro­gram­men heraus übermitteln. Sofern die Entgelt­abrechnungs­software nicht über diese Funktion verfügt, können Sie beispiels­weise die Ausfüllhilfe sv.net nutzen.

Stand: 6.11.2017

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