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Expertentipp

Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen. Foto: Shironosov / Thinkstock
Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen.

Zuschüsse des Arbeitgebers für das Fitnessstudio

Nach dem Jahreswechsel fühlen sich viele Menschen motiviert, mehr Sport zu treiben. Dabei kann der Arbeitgeber mit einem Zuschuss helfen. Wir nennen die drei häufigsten Varianten.

1. Arbeitgeber ist Vertragspartner
Übernimmt der Arbeitgeber die kompletten Mitgliedsbeiträge seines Arbeitnehmers für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio, handelt es sich dabei um steuer- und beitragspflichtigen Arbeitslohn. Der Freibetrag von bis zu 500 Euro jährlich für zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des Gesund­heits­zustandes seiner Arbeitnehmer ist nicht anwendbar.

Allerdings greift die für Sachbezüge geltende monatliche 44-Euro-Freigrenze. Ein Sachbezug liegt in diesem Fall vor, wenn der Arbeitgeber selbst Vertragspartner des Leistungser­bringers
(= Fitnessstudio) ist.

Beispiel: Der Arbeitgeber gibt seinem Arbeitnehmer einen Gutschein für den Monat Januar 2017, der zu fünf Besuchen eines Fitnessstudios berechtigt. Der Arbeitgeber rechnet den Gutschein direkt mit dem Fitnessstudio ab und zahlt hierfür 40 Euro. Dieser Betrag ist in Anwendung der monatlichen 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge lohnsteuerfrei und beitragsfrei zur Sozialversicherung.

2. Gutschein für den Arbeitnehmer
Die Anwendung der 44-Euro-Freigrenze ist möglich, wenn sich der Arbeitnehmer an den Kosten des Arbeitgebers für das Fitnessstudio beteiligt.

Beispiel: Der Arbeitgeber gibt seinem Arbeitnehmer einen Gutschein für den Monat Januar 2017, der zum freien Eintritt in ein Fitnessstudio berechtigt. Der Arbeitgeber rechnet den Gutschein direkt mit dem Fitnessstudio ab und zahlt hierfür 70 Euro. Der Arbeitnehmer beteiligt sich mit 30 Euro an den Kosten des Arbeitgebers für das Fitnessstudio. Der Arbeitgeber behält die 30 Euro vom Entgelt des Arbeitnehmers ein. Der geldwerte Vorteil für den Arbeitnehmer beträgt (70 Euro – 30 Euro =) 40 Euro. Dieser Betrag ist lohnsteuerfrei und beitragsfrei zur Sozial­versicherung.

3. Arbeitnehmer ist Vertragspartner
Eine Barlohnzuwendung des Arbeitgebers liegt hingegen vor, wenn das Vertragsverhältnis  zwischen dem Fitnessstudio und dem Arbeitnehmer besteht und der Arbeitgeber den Mitgliedsbeitrag des Arbeitnehmers durch eine nicht zweckgebundene Geldzuwendung ersetzt. In diesem Fall liegt kein Sachbezug vor.

Beispiel:

Der Arbeitnehmer zahlt die monatlichen Beiträge an das Fitnessstudio selbst und legt die Quittungen seinem Arbeitgeber vor. Der Arbeitgeber zahlt dem Arbeitnehmer den monatlichen Betrag von 40 Euro zusammen mit dem Arbeitslohn. Die monatliche 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge ist nicht anwendbar, weil es sich nicht um Sachbezüge, sondern um nicht zweckgebundene Barzuwendungen handelt.

Tipp:

Die Variante 3 sollte vermieden werden, weil es sich bei den Zuschüssen um Barentgelt im Sinne der Sozialversicherung handelt und demzufolge Steuern und Beiträge fällig werden. Hingegen können die Varianten 1 und 2 zusätzlich motivierend wirken, weil diese Zuschüsse zumindest bis zum einem Betrag von 44 Euro monatlich steuer- und beitragsfrei sind.


Stand: 4.1.2017

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