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Altersteilzeit

Aufstockung des Arbeitsentgelts

Die Reduzierung der Arbeitszeit bedeutet für den Arbeitnehmer einen Einkommensverlust. Um diesen während der Dauer der Altersteilzeit zu mindern, sieht das AltersTZG vor, dass der Arbeitgeber das Bruttoarbeitsentgelt des Arbeitnehmers aufstockt.

Laufende oder einmalige Arbeitsentgeltbestandteile, die dem in Altersteilzeit beschäftigten Arbeitnehmer – wie dem in Vollzeit tätigen Mitarbeiter – für den gesamten Zeitraum der vereinbarten Altersteilzeit auf der Basis des bisherigen Arbeitsentgelts weiter­gezahlt werden (z. B. Jubiläums­vergütung), können durch vertrag­liche Verein­barung von der Auf­stockung zum Arbeitsentgelt ausg­enommen werden.

Basis für die Aufstockung des Arbeitsentgelts ist das Regelarbeits­entgelt für die Altersteil­zeitarbeit. Dieses ist um mindestens 20 Prozent aufzu­stocken, wobei die Auf­stockung auch weitere Entgelt­bestand­teile umfassen kann. Das Regelarbeits­entgelt umfasst das im jeweiligen Lohn­abrechnungs­zeitraum für die Altersteilzeitarbeit regelmäßig zu zahlende beitragspflichtige Arbeitsentgelt, soweit es die monatliche Beitrags­bemessungs­grenze in der Arbeitslosen­versicherung (2018 = 6.500 Euro in den alten bzw. 5.800 Euro in den neuen Bundesländern) nicht überschreitet. Entgeltbestandteile, die nicht laufend gezahlt werden (z. B. Jahressonder­vergütungen, Mehrarbeits­vergütungen), sind nicht berück­sichtigungs­fähig. Einmal­zahlungen, die arbeitsrechtlich zulässig in jedem Kalendermonat zu einem Zwölftel ausgezahlt werden, verlieren ihren Charakter als Einmalzahlungen und erhöhen das Regelarbeits­entgelt.

Es handelt sich somit grundsätzlich um die Hälfte des ohne Altersteilzeit maßgeblichen laufenden Arbeitsentgelts (sog. Vollzeitarbeits­entgelt). Zum Regelarbeits­entgelt können – neben dem laufenden Arbeitsentgelt – u. a. gehören:

  • vermögenswirksame Leistungen
  • Prämien und Zulagen
  • Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit
  • Sachbezüge und sonstige geldwerte Vorteile, z. B. Jahreswagen­rabatte, Kraftfahrzeu­güberlassung zum privaten Gebrauch des Arbeitnehmers

 

Zulagen gehören zum Regelarbeitsentgelt, wenn sie für bestimmte Arbeiten gewährt werden, die nach dem Arbeitsvertrag regelmäßig (monatlich) zu leisten sind und auch künftig durch den Arbeitgeber abgefordert werden sollen. Hierzu gehören z. B. Schmutz­zulagen oder Leistungs- und Erschwernis­zulagen. Unschädlich ist es, wenn der Arbeit­nehmer die zulagen­begründende Tätigkeit in einzelnen Monaten tats­ächlich nicht ausübt.

Beispiel

(Altersteilzeit-Entgeltabrechnung November 2018)
Monatlich laufender Lohn2.000 €
Beitragspflichtige Zulagen, die zwar monatlich, aber in unterschiedlicher Höhe anfallen300 €
Mehrarbeitsvergütung einschließlich
Zuschlägen (fällt nicht jeden Monat an)
200 €
Jährliches Weihnachtsgeld 2.000 €
Einmalige Jubiläumsprämie1.000 €
Das Regelarbeitsentgelt beträgt im November 2018 insgesamt 2.300 € (2.000 € + 300 €). Die Mehrarbeits­vergütung (einschl. Zuschläge), das Weihnachts­geld und die Jubiläumsprämie sind nicht zu berücksichtigen, da diese Leistungen nicht regelmäßig jeden Monat bzw. nur einmal im Jahr gezahlt werden. Der gesetzliche Aufstockungs­betrag berechnet sich wie folgt: (20 % von 2.300 € =)460 €

Entgeltbestandteile des Regelarbeits­entgelts, die dem in Altersteilzeit beschäftigten Arbeit­nehmer – wie dem in Vollzeit tätigen Mitarbeiter – für den gesamten Zeitraum der vereinbarten Altersteil­zeit in unver­minderter Höhe weitergezahlt werden (z. B. geldwerter Vorteil, vermögens­wirksame Leistungen), können durch vertragliche Verein­barung von der Auf­stockung zum Arbeits­entgelt aus­genommen werden.

Weitere Informationen zu den Themen:

Stand: 1.1.2018

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