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Altersteilzeit

Sozialversicherungsbeiträge

Maßgebend für die Berechnung der Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosen­versicherung ist das für die Altersteil­zeitarbeit jeweils fällige Arbeits­entgelt. Die auf dieses Arbeits­entgelt entfallenden Beiträge sind vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber grundsätzlich je zur Hälfte zu tragen.

In der Krankenversicherung gilt während der Arbeitsphase der allgemeine und während der Frei­stellungs­phase der ermäßigte Beitrags­satz. Der allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6 Prozent und der ermäßigte Beitragssatz 14,0 Prozent.
In der Arbeits­phase betragen der Arbeitgeber- und der Arbeit­nehmer­anteil demnach jeweils (14,6 Prozent : 2 =) 7,3 Prozent.
Während der Frei­stellungs­phase betragen der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmer­anteil jeweils (14,0 Prozent : 2 =) 7,0 Prozent.

Der individuelle Zusatzbeitrag ist von allen Mitgliedern dieser Kranken­kasse zu erheben. Somit werden auch für Personen, die Altersteil­zeit­arbeit leisten, Zusatz­beiträge erhoben.

Aufstockungsbetrag

Die Aufstockungsbeträge zum Arbeitsentgelt für die Altersteilzeitarbeit sind steuerfrei und damit auch beitragsfrei in der Sozialversicherung. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber – z. B. aufgrund tarifvertraglicher Regelungen – höhere als die im AltersTZG genannten Mindestbeträge zahlt (aber nicht über 100 Prozent des bisherigen Arbeitsentgelts).

Rentenversicherung

Die Höhe der zusätzlichen Rentenversicherungsbeiträge errechnet sich aus 80 Prozent des Regelarbeitsentgelts.

Beispiel

90 % der Beitragsbemessungsgrenze
(2018 = 6.500,00 €)
5.850,00 €
Regelarbeitsentgelt1.500,00 €
Differenzbetrag/Höchstbetrag4.350,00 €
80 % des Regelarbeitsentgelts1.200,00 €
Zusätzlicher Beitrag zur Renten-
versicherung (18,6 % von 1.200,00 € =)
223,20 €

Das AltersTZG begrenzt die zusätzlichen Beiträge auf die Höhe der Beiträge, die auf den Unterschiedsbetrag zwischen 90 Prozent der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze (2018 = 5.850 Euro) und dem Regelarbeitsentgelt entfallen.

Einmalzahlung

Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt wird bei der Berechnung des Aufstockungsbetrags berücksichtigt. Bei der Ermittlung der zusätzlichen beitragspflichtigen Einnahme sind Einmalzahlungen dagegen nicht zu berücksichtigen.

Beitragszuschuss

Freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte sowie Beschäftigte, die bei einem privaten Kranken­versicherungs­unternehmen versichert sind, erhalten von ihrem Arbeitgeber als Zuschuss zu ihren Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträgen den Arbeitgeberanteil, der für einen versicherungs­pflichtig Beschäftigten zu zahlen wäre, höchstens aber die Hälfte des tatsächlich zu zahlenden Beitrags. Der zu zahlende Anteil aus dem Zusatz­beitragssatz ist nicht zuschussfähig.

Störfall

Falls bei der Altersteilzeit im Blockmodell das angesparte Wertguthaben nicht wie vereinbart für eine laufende Freistellung von der Arbeit verwendet werden kann, tritt ein Störfall ein. Ein Störfall kann z. B. die Beendigung des Beschäftigungs­verhält­nisses durch Kündigung, die Erwerbs­minderung oder der Tod des Arbeit­nehmers sein. Ein Störfall löst grund­sätzlich ein besonderes Beitrags­berechnungs­verfahren aus, es sei denn, das Wertgut­haben wird für die betriebliche Alters­versorgung verwendet.

Stand: 28.3.2018

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