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Arbeitsentgelt

Arbeitsentgelt versus Arbeitslohn

Zwischen den Begriffen „Arbeitsentgelt“ im sozialversicherungs­rechtlichen und „Arbeitslohn“ im steuerrechtlichen Sinne besteht keine vollständige Deckungs­gleichheit. So fallen unter den steuerlichen Begriff Arbeitslohn im Gegensatz zum sozial­versicherungs­­pflichtigen Arbeitsentgelt nicht nur Einnahmen aus einem gegenwärtigen Arbeitsverhältnis, sondern auch Einnahmen aus einem früheren Arbeitsverhältnis. Und zwar selbst dann, wenn sie dem Rechtsnachfolger (Erben) zufließen.

Arbeitslohn sind danach alle Einnahmen, die einem Arbeit­nehmer oder seinem Rechtsnachfolger aus einem gegenwärtigen oder früheren Dienstverhältnis zufließen. Einnahmen sind alle Güter in Geld oder Geldeswert, also auch Sachbezüge. Es ist gleichgültig, ob es sich um laufende oder um einmalige Einnahmen handelt, ob ein Rechtsanspruch auf sie besteht, unter welcher Bezeichnung oder Form sie gewährt werden und ob sie dem ursprünglich Bezugsberechtigten oder seinem Rechtsnachfolger zufließen. Zum Arbeitslohn gehören auch Vergütungen von dritter Seite für die vom Arbeitnehmer gegenüber seinem Arbeitgeber erbrachte Arbeitsleistung. Der steuerliche Arbeitslohnbegriff wird aus § 19 Abs. 1 in Verbindung mit § 8 Abs. 1 EStG sowie aus § 2 LStDV abgeleitet.

Der sozialversicherungs­rechtliche Begriff des Arbeitsentgelts ist in § 14 SGB IV geregelt. Hiernach gehören zum Arbeitsentgelt alle laufenden oder einmaligen Einnahmen aus einer Beschäftigung, gleichgültig, ob ein Rechtsanspruch auf die Einnahmen besteht, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form sie geleistet werden und ob sie unmittelbar aus der Beschäftigung oder im Zusammenhang mit ihr erzielt werden.

Die Verbindung der beiden Begriffe Arbeitsentgelt und Arbeitslohn wird durch die Sozial­versicherungs­entgelt­verordnung (SvEV) hergestellt, die nach der Verordnungs­ermächtigung des § 17 SGB IV „eine möglichst weitgehende Übereinstimmung mit den Regelungen des Steuerrechts sicherstellen soll“.

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Stand: 24.4.2018

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