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Gleitzonenfälle: beitragspflichtige Einnahmen

Anwendung der Gleitzonenformel

Ein Gleitzonenfall liegt vor, wenn das regelmäßige Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro liegt. Das regelmäßige Arbeitsentgelt ist hier relevant. Dabei gelten dieselben Grundsätze wie für die Ermittlung des regelmäßigen Arbeits­entgelts bei geringfügig entlohnten Beschäftigungen. Es ist also mindestens auf das Arbeits­entgelt abzustellen, auf das der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch hat. Ein arbeitsrechtlich zulässiger Verzicht auf künftig entstehende Arbeitsentgeltansprüche vermindert das zu berück­sichtigende Arbeitsentgelt. Einnahmen aus der Beschäftigung, die kein Arbeitsentgelt im Sinn der Sozial­versicherung darstellen, bleiben unberücksichtigt.

Auch Einmalzahlungen gehören zum regelmäßigen Arbeitsentgelt, wenn sie mit hinreichender Sicherheit mindestens einmal jährlich zu erwarten sind. Dies gilt insbesondere für Urlaubs- und Weihnachtsgelder; Jubiläums­zuwendungen werden dagegen nicht berücksichtigt, da sie keine jährlich wiederkehrenden Zuwendungen sind.

Die Gleitzonenregelung gilt nicht für

  • Personen, die zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind (z. B. Auszubildende, Praktikanten),
  • Teilnehmer am freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr,
  • Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst,
  • Personen in Beschäftigungen, für deren Beitragsberechnung fiktive Arbeitsentgelte zugrunde gelegt werden (z. B. bei behinderten Menschen in anerkannten Werkstätten, Mitgliedern geistlicher Genossenschaften),
  • Personen in Altersteilzeit und Vorruhestandsgeldbezieher, wenn das Entgelt vor Beginn der Altersteilzeit bzw. dem Bezug des Vorruhestandsgelds nicht schon in der Gleitzone lag,
  • Personen in Wiedereingliederungsmaßnahmen nach einer Arbeitsunfähigkeit, in denen nur das dadurch reduzierte Entgelt in der Gleitzone liegt,
  • Personen, die Kurzarbeitergeld bzw. Saison-Kurzarbeitergeld beziehen und für die deshalb das Entgelt insoweit reduziert ist.

Reduzierung des Ausgangswertes

Der geringere Arbeitnehmeranteil ergibt sich durch die der Beitragsberechnung zugrunde zu legende reduzierte beitragspflichtige Einnahme (Beitragsbemessungsgrundlage) und die besonderen Regelungen über die Beitragstragung.

Bei Beschäftigungsverhältnissen innerhalb der Gleitzone wird in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung als beitragspflichtige Einnahme nicht das tatsächlich erzielte Arbeitsentgelt zugrunde gelegt, sondern ein Betrag, der nach folgender Formel (Gleitzonenformel) berechnet wird:

F × 450 + ([850/(850−450)] − [450/(850−450)] × F) × (AE − 450)
F =Dividend: 30 %


Divisor: Gesamt­sozial­versiche­rungs­beitrags­satz
AE =Arbeitsentgelt

Die Formel kann für 2018 wie folgt vereinfacht werden:

beitragspflichtige Einnahme = 1,2759625 × AE ./. 234,568125

Die hiernach ermittelte beitragspflichtige Einnahme wird als Gleitzonenentgelt bezeichnet.

Beispiel
Brut­to­ar­beits­ent­gelt aus ei­ner Be­schäf­ti­gung600,00 €
1,2759625 × 600,00 € ./. 234,568125 =531,01 €

Weitere Informationen zu den Themen:

finden Sie in unserer Wissensdatenbank PRO online.

 
PRO online – Die Datenbank für Personalrecht

Stand: 1.1.2018

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