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Sozialversicherung

Mit Beginn ihrer Ausbildung werden Ihre Nachwuchskräfte im Rahmen der dualen Ausbildung sozialversicherungspflichtig. Betriebe müssen Nachwuchskräfte zur Sozialversicherung anmelden und die Regeln im Versicherungs-, Beitrags- und Melderecht beachten. Auch die Entgeltfortzahlung bei Krankheit und Mutterschaft gilt für Azubis.

Versicherung und Beiträge

Kranken- und Pflegeversicherung: Die Zahlung einer Ausbildungsvergütung ist Voraussetzung für die Versicherungspflicht. Auszubildende ohne Arbeitsentgelt werden in der Krankenversicherung als Praktikant versichert. Wenn die Voraussetzungen für eine Familienversicherung erfüllt sind, ist diese vorrangig.

Renten- und Arbeitslosenversicherung: Auszubildende sind unabhängig einer Vergütung versicherungspflichtig.

Unfallversicherung: Auch für Azubis besteht ein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz über die zuständige Berufsgenossenschaft des Ausbildungsbetriebs. Die Beiträge trägt der Arbeitgeber allein.

Die Azubis können bis zu zwei Wochen nach Ausbildungsbeginn frei wählen, bei welcher Krankenkasse sie sich versichern möchten, z. B. bei der AOK. Übt der Azubi sein Wahlrecht nicht aus, meldet der Ausbildungsbetrieb ihn bei der zuletzt für ihn zuständigen Krankenkasse an. In der Regel bestand über ein Elternteil eine Familienversicherung. War der Azubi noch nie bei einer Krankenkasse versichert, sucht der Arbeitgeber eine wählbare Krankenkasse aus, wie z. B. die AOK des Wohn- oder Beschäftigungsorts. Als Nachweis erhält er eine Mitgliedsbescheinigung nach § 175 SGB V. Der Ausbildungsbetrieb meldet den Azubi zur gewählten bzw. zuständigen Krankenkasse an und zahlt dorthin die Sozialversicherungsbeiträge. Der Sozialversicherungsbeitrag ist monatlich auf Grundlage der Ausbildungsvergütung für jeden Azubi zu errechnen und in einem Beitragsnachweis zu dokumentieren.

Bemessungsgrundlage ist die Ausbildungsvergütung. Arbeitgeber und Auszubildende tragen die Beiträge zur Sozialversicherung grundsätzlich je zur Hälfte. Ausnahme: Den kassenindividuellen Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung sowie den Beitragszuschlag für Kinderlose ab dem 23. Lebensjahr zur Pflegeversicherung tragen die Azubis allein (Besonderheit: Auszubildende mit einer Ausbildungsvergütung bis zu 325 Euro = sog. Geringverdienergrenze).

Meldungen

Arbeitgeber erstatten für ihre sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – also auch für ihre Auszubildenden – maschinell Meldungen zur Sozialversicherung. Für Auszubildende gilt üblicherweise der Personengruppenschlüssel „102“.

Sozialversicherungsnummer

Sofern dem Ausbildungsbetrieb für den Auszubildenden keine Sozialversicherungsnummer (SV-Nr.) vorliegt, sind bei der Anmeldung zwingend der Geburtsname, der Geburtsort, das Geburtsdatum sowie das Geschlecht anzugeben. Auf diese Weise wird über das maschinelle Meldeverfahren eine SV-Nr. für den Auszubildenden beim Rentenversicherungsträger erfragt. Diese ist sehr wichtig, weil hierüber das Rentenkonto für den Auszubildenden geführt wird. Für eine spätere Rente werden alle Versicherungszeiten (z. B. Ausbildungs- und Beschäftigungszeiten) auf diesem Konto bei der Rentenversicherung verbucht. Die SV-Nr. ist immer zwölfstellig aufgebaut und beinhaltet u. a. das Geburtsdatum.

Entgeltfortzahlung

Auszubildende können bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit – genauso wie andere Arbeitnehmer – vom Arbeitgeber die Fortzahlung ihrer Vergütung verlangen.

Das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) sieht eine Fortzahlung der Ausbildungsvergütung für dieselbe Krankheit von bis zu sechs Wochen vor. Tarifvertragliche Regelungen können längere Anspruchszeiträume vorsehen.

Ist der Azubi in den ersten vier Ausbildungswochen arbeitsunfähig erkrankt, braucht der Arbeitgeber nach dem EFZG keine Vergütung zu zahlen. Stattdessen zahlt im Regelfall die zuständige Krankenkasse das Krankengeld.

Entgeltfortzahlungsversicherung

Wenngleich Auszubildende bei der Feststellung der Arbeitnehmerzahl für die Umlagekasse U1 nicht mitgezählt werden, gehört die im Krankheitsfall an Auszubildende weitergezahlte Vergütung zu den erstattungsfähigen Leistungen. Vorausgesetzt wird, dass es sich um einen Betrieb mit nicht mehr als 30 Beschäftigten handelt.

Die Umlagen U1 und U2 werden nach dem Arbeitsentgelt der Beschäftigten und der Azubis bemessen (ohne Einmalzahlungen). Die Teilnahme an der Umlagekasse U2 ist grundsätzlich Pflicht – unabhängig von der Beschäftigtenzahl.

Eine Erstattung aus der Umlagekasse U2 erhält der Arbeitgeber bei Mutterschaftsaufwendungen oder Beschäftigungsverboten für weibliche Auszubildende.

Stand: 1.1.2018

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