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Künstlersozialabgabe

Abgabepflichtige Zahlungen

Alles, was das verwertende Unternehmen aufwendet, um ein Werk oder eine Leistung zu erhalten oder zu nutzen, ist abgabepflichtig (etwa Honorare, Gagen, Tantiemen, Ankaufs­preise, Zahlungen aus Kommissionsgeschäften, Sach­leistungen und mehr). Dazu gehören auch alle Auslagen (wie Kosten für Telefon und Fracht) und Nebenkosten (etwa für Material, Hilfskräfte und nicht künstlerische Nebenleistungen), die einem Künstler oder Publizisten vergütet werden.

Nicht zur Bemessungsgrundlage gehören:

  • Zahlungen an juristische Personen (z. B. GmbH, AG),
  • Zahlungen an Kommanditgesellschaften (KG), GmbH & Co. KG und GmbH & Co. OHG,
  • Zahlungen an urheberrechtliche Verwertungsgesellschaften (z. B. GEMA, GVL, VG Wort, VG Bild-Kunst),
  • Zahlungen für die Verwertung von Namensrechten,
  • gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer,
  • steuerfreie Aufwandsentschädigungen (Reisekosten, übliche Bewirtungskosten usw. – mit Nachweis und unter Beachtung der Grenzwerte nach § 3 Nr. 16 EStG),
  • die steuerfreie Pauschale nach § 3 Nr. 26 EStG (sog. Übungsleiterpauschale),
  • gesondert ausgewiesene Druckkosten (reine Vervielfältigungskosten),
  • private Aufwendungen des Unternehmers und Aufwendungen für interne Maßnahmen, z. B. Betriebsfeste.

 

Unerheblich für die Abgabepflicht ist, ob

  • die selbstständigen Künstler/​Publizisten als einzelne Freischaffende, als Gruppe (z. B. GbR) oder unter einer Firma (Einzelfirma, auch Partnerschaftsgesellschaft) beauftragt werden,
  • die Künstler/​Publizisten selbst der Versicherungspflicht nach dem KSVG unterliegen.

 

Entgelte, die für künstlerische/ publizistische Leistungen gezahlt werden, unterliegen grundsätzlich nur einmal der Abgabepflicht. Dies gilt auch dann, wenn die jeweilige Leistung mehrfach – unverändert – verwendet wird. Wird eine solche Leistung jedoch z. B. durch das Hinzufügen weiterer Elemente umgestaltet und so Bestandteil einer neuen Leistung, besteht erneut Abgabepflicht. In diesem Fall werden in mehreren Stufen künstlerische Einzelleistungen zu einem Gesamtwerk zusammengeführt. Dieses sogenannte Mehrstufenverfahren löst die mehrfache Entrichtung der Künstlersozialabgabe aus.

Berechnung der Künstlersozialabgabe

Für die Berechnung der Künstlersozialabgabe gilt das Zufluss­prinzip. Bemessungsgrundlage der Künstlersozialabgabe sind alle Entgelte, die ein Abgabepflichtiger im Lauf eines Kalenderjahres an selbstständige Künstler oder Publizisten tatsächlich gezahlt hat. Die Summe der Entgelte wird mit dem Abgabesatz multipliziert und ergibt die für das jeweilige Jahr zu zahlende Künstler­sozial­abgabe.

Der Abgabesatz wird vom BMAS im Einvernehmen mit dem BMF durch Rechtsverordnung bestimmt. Die Höhe wird dabei so bemessen, dass das Abgabeaufkommen zusammen mit den Beitragsanteilen der Versicherten und dem Bundeszuschuss ausreicht, um den Bedarf der KSK des folgenden Kalenderjahres zu decken.

Der Abgabesatz für 2018 sinkt von 4,8 Prozent auf 4,2 Prozent.

Weitere Informationen zu den Themen:

Stand: 1.1.2018

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