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Kurzarbeit und Schlechtwetter

Kurzarbeit und Krankheit

Bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit hat ein Arbeitnehmer gegenüber seinem Arbeitgeber einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltfortzahlung bis zur Dauer von sechs Wochen. Durch Tarifvertrag kann die Dauer verlängert werden.

Ist ein Arbeitnehmer während Kurzarbeit oder an Ausfalltagen in der Schlechtwetterzeit arbeitsunfähig, verkürzt sich die für die Höhe des Arbeitsentgelts bei Entgeltfortzahlung maßgebende Arbeitszeit und somit die Entgelt(fort)zahlung entsprechend.

Der Anspruch auf Geldleistung der Agentur für Arbeit bzw. einer gesetzlichen Krankenkasse während Kurzarbeit und Schlecht­wetter richtet sich bei arbeitsunfähigen Arbeitnehmern insbesondere danach, ob die Erkrankung vor Beginn oder während der Kurzarbeit­ bzw. des Schlechtwetters eingetreten ist.

Ein Arbeitnehmer erkrankt während des Bezugs von Kurzarbeitergeld, wenn die Arbeitsunfähigkeit während (auch am ersten Tag) des Kurzarbeitergeld-Gewährungs­zeitraums eintritt. Anspruchszeitraum ist dabei der Kalendermonat für den Kurzarbeitergeld beantragt und gewährt wird. Der erste Krankheitstag kann daher schon vor dem ersten vorgesehenen Ausfalltag liegen.

Ein Arbeitnehmer erkrankt während des Bezugs von Saison-Kurzarbeitergeld, wenn die Arbeitsunfähigkeit an einem Ausfalltag in der Schlechtwetterzeit eintritt.

Arbeitnehmer, die während des Bezugs von Kurzarbeiter­geld/​Saison-Kurzarbeitergeld erkranken und einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben, erhalten – neben dem (verminderten) Anspruch auf Entgeltfortzahlung – für die Zeit des Arbeitsausfalls als Leistung der Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld/​Saison-Kurzarbeitergeld. Es wird für die Ausfalltage bzw. Ausfallstunden so lange gezahlt, wie der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung hat. Nach Ende dieses Anspruchs wird dem Arbeitnehmer bei weiterhin bestehender Arbeitsunfähigkeit von seiner gesetzlichen Krankenkasse Krankengeld gezahlt.

Wird ein Arbeitnehmer mit Anspruch auf Entgelt­fortzahlung krank, bevor die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld erfüllt sind und reicht die Arbeitsunfähigkeit in den Gewährungszeitraum der Kurzarbeit hinein, hat der Arbeitnehmer – neben dem (verminderten) Anspruch auf Entgeltfortzahlung – zwar keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, aber auf Krankengeld von seiner gesetzlichen Krankenkasse. Dies gilt ebenso, wenn der Arbeitnehmer nicht an einem Ausfalltag in der Schlecht­wetterzeit krank wird und die Arbeitsunfähigkeit über den Ausfalltag bzw. die Ausfalltage hinaus weiterhin besteht. Das Krankengeld wird in diesen Fällen in Höhe des Kurzarbeiter­­gelds/​Saison-Kurzarbeitergelds gezahlt. Arbeitgeber sind verpflichtet, dieses Krankengeld kostenlos zu errechnen und mit der entsprechenden monatlichen Entgeltabrechnung auszuzahlen. Auf seinen Antrag hin erhält er das verauslagte Krankengeld durch die maßgebende gesetzliche Krankenkasse des Arbeitnehmers erstattet.

Nach Ende der Entgeltfortzahlung erhält der Arbeitnehmer in diesen Sachverhalten bei weiterhin bestehender Arbeitsunfähigkeit Krankengeld, das nach allgemeinen Berechnungs­vorschriften von der gesetzlichen Krankenkasse ermittelt wird. Das Krankengeld wird ebenfalls nach den allgemeinen Berechnungsvorschriften berechnet, wenn der Arbeitnehmer nicht während des Bezugs von Kurzarbeiter­geld/​Saison-Kurzarbeitergeld erkrankt und (z. B. wegen anrechenbarer Vorerkrankungen) keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung (mehr) hat.

Weitere Informationen zu den Themen:

Stand 1.1.2018

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