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Studenten und Praktikanten

Befristete Beschäftigung von Studenten

Im Gegensatz zur zeitlich unbefristeten Beschäftigung wird das befristete Beschäftigungsverhältnis von vornherein durch ein klares Ende gekennzeichnet. Wie auch bei der zeitlich unbe­fristeten Beschäftigung gelten für den Bereich der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosen­versicherung im Gegensatz zur Renten­versicher­ung unterschiedliche Beurteilungskriterien.

Zunächst gelten – ohne Ausnahme – die strikten Grenzen der Kurzfristigkeit (drei Monate oder 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres).

In der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosen­versicherung ist bei Nichterfüllung der 20-Stunden-Theorie Versicherungs­freiheit auch für solche Studenten gegeben, deren Beschäftigung von vornherein befristet ist; auch in diesen Fällen spielt die Höhe des Arbeits­entgelts keine Rolle.

Allerdings ist die nachstehend erläuterte 26-Wochen-Theorie zu beachten: Um zu gewährleisten, dass trotz einer Beschäftigung das Studium zeitlich im Vordergrund steht, hat die Recht­sprechung – bezogen auf den Zeitraum eines Jahres – die sog. 26-Wochen-Theorie (= 182 Kalender­tage anrechenbarer Vorbeschäfti­gungen) entwickelt. Sie stellt sicher, dass – wie auch die 20-Stunden-Theorie bei den unbefristeten Beschäftigungen – das Erscheinungs­bild des ordentlichen Studierenden gewahrt bleibt, weil auch hier mindestens die Hälfte der zur Verfügung stehenden Zeit für das Studium aufgewendet wird.

Rahmenfrist

Die Rahmenfrist ist stets vom Ende der zu beurteilenden Beschäftigung ausgehend ein Jahr zurück in die Vergangenheit zu berechnen. So ist gewährleistet, dass auch die zu beurteilende Beschäftigung selbst einbezogen wird. Innerhalb der Rahmen­frist sind alle relevanten Vorbe­schäftigungen anzurechnen.

Beschäftigung während der Vorlesungszeit

Zulässig ist eine maximale Beschäftigungsdauer von drei Monaten an einem Stück. Wiederholen sich solche Beschäftigungs­verhältnisse, darf die Summe derartiger Arbeits­blöcke (mehr als 20 Stunden wöchentliche Arbeitszeit) insgesamt 182 Kalender­tage pro Zeitjahr nicht überschreiten. Wichtig ist, dass eine unmittelbare Fortsetzung der Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber als Verlängerung (sog. Ketten­arbeitsvertrag) gilt und deshalb als einheitliches Beschäftigungs­verhältnis gewertet wird.

Wird die 26-Wochen-Grenze (182 Kalendertage) überschritten, tritt Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungspflicht vom Beginn der Beschäftigung bzw. von dem Zeitpunkt an ein, von dem das Überschreiten erkennbar war (z. B. bei Verlängerung).

Befristete Beschäftigungen (mehr als drei Monate, an weniger als fünf Arbeitstagen in der Woche, aber an insgesamt nicht mehr als 70 Arbeitstagen im Kalender­jahr) sind auch in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosen­versicherung versicherungsfrei. Denn diese Beschäftigungen wären (bei strenger Auslegung) renten­versicherungs­frei wegen Kurzfristigkeit – aber kranken-, pflege- und arbeits­losen­versicherungs­pflichtig als Student.

Beschäftigung während der Semesterferien

Ein Überschreiten des „Drei-Monats-Blocks“ ist zulässig, wenn Beginn und Ende des Beschäftigungs­verhältnisses sich innerhalb der Semester­ferien befinden und die Gesamt­addition aller Beschäftigungen (inklusive der zu beurteilenden) im Ergebnis 182 Kalender­tage pro Zeitjahr nicht überschreitet. Auf die Höhe des erzielten Arbeits­entgelts kommt es nicht an.

Stand 1.1.2018

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