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Zusatzleistung statt Gehaltserhöhung

© kemalbas / iStockphoto
Zusatzleistung statt Gehaltserhöhung

Vor allem für kleinere Betriebe ohne Kantine sind Essenszuschüsse eine beliebte Methode, dem Arbeitnehmer eine Unterstützung zukommen zu lassen.

Der Arbeitgeber kann dem Mitarbeiter 2018 jeden Tag 3,23 Euro zum Gesamtbetrag der Mahlzeit zukommen lassen. So kommen im Jahr 581 Euro zusammen, die steuer- und sozialabgabenfrei sind. Das geht mit Hilfe von Restaurantgutscheinen oder Essenschecks, die bei bestimmten Anbietern, Lieferanten oder auch Supermärkten eingelöst werden können.

Zwei Möglichkeiten, um Restaurantschecks steuer- und sozialversicherungsfrei zu behandeln:

Pauschalbesteuerung

Falls arbeitstägliche Mahlzeiten unentgeltlich gewährt werden oder die Zuzahlung des Arbeitnehmers für eine Mahlzeit den Sachbezugswert nicht erreicht, entsteht ein steuer- und beitragspflichtiger geldwerter Vorteil.

Die Versteuerung kann individuell durch Zurechnung beim einzelnen Arbeitnehmer oder pauschal mit dem Pauschsteuersatz von 25 Prozent erfolgen, wenn die Wertgrenze von 6,33 Euro nicht überschritten wird. Die Pauschalierung löst Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung aus (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 SvEV).

Umwandlung von Barlohn in Restaurantschecks

Da bei einer Ausgabe von Essensgutscheinen im Wert von 6,33 Euro je Mahlzeit dem Arbeitnehmer 3,10 Euro arbeitstäglich steuerfrei zugewendet werden können, kann Barlohn in Essensgutscheine umgewandelt werden:

Der Arbeitnehmer erwirbt für einen Monat 15 Restaurantschecks im Wert von jeweils 6,33 Euro. Da er mindestens den Sachbezugswert selbst zuzahlen muss, um den Ansatz eines geldwerten Vorteils zu vermeiden, werden dem Arbeitnehmer 15 × 3,23 Euro = 48,45 Euro vom Arbeitslohn einbehalten. Die Differenz wird durch eine Barlohnumwandlung finanziert:

Barlohnumwandlung
15 Schecks zu jeweils 6,33 Euro = 94,95 Euro
./. Zuzahlung Arbeitnehmer 15 × 3,23 Euro = 48,45 Euro
Differenz monatlich 46,50 Euro

Diese Differenz wird durch eine Gehaltsumwandlung finanziert, z. B. durch Verrechnung des Jahresbetrags von (46,50 Euro × 12 =) 558 Euro mit dem Weihnachtsgeld. Hierdurch tritt eine Minderung des steuerpflichtigen Arbeitslohns in Höhe von 558 Euro ein.

Eine Gehaltsumwandlung führt jedoch nur dann zur Bewertung der Mahlzeiten mit dem amtlichen Sachbezugswert, wenn der Verrechnungswert der Essensmarke 6,33 Euro nicht übersteigt. Außerdem muss der Austausch von Barlohn durch Essensmarken ausdrücklich durch eine Änderung des Arbeitsvertrags vereinbart werden. Bei Beachtung der vorstehenden Grundsätze wird sozialversicherungsrechtlich ebenso verfahren, wobei allerdings kein Wahlrecht zwischen Barlohn und Sachbezug bestehen darf. Anerkannt werden auch sog. digitale Essenmarken.

Stand: 1.1.2018

Umwandlung von Barlohn in Restaurantschecks

Da bei einer Ausgabe von Essensgutscheinen im Wert von 6,27 Euro je Mahlzeit lediglich der Sachbezugswert in Höhe von 3,10 Euro zu versteuern ist, dem Arbeitnehmer also 3,10 Euro arbeitstäglich steuerfrei zugewendet werden können, kann Barlohn in Essensgutscheine umgewandelt werden:

Der Arbeitnehmer erwirbt für einen Monat 15 Restaurantschecks im Wert von jeweils 6,27 Euro. Da er mindestens den Sachbezugswert selbst zuzahlen muss, um den Ansatz eines geldwerten Vorteils zu vermeiden, werden dem Arbeitnehmer 15 × 3,17 Euro = 47,55 Euro vom Arbeitslohn einbehalten. Die Differenz wird durch eine Barlohnumwandlung finanziert:

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