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Mit Blue-Card-Inhabern Fachkräftemangel trotzen

© DragonImages / Thinkstock
Junger Programmierer asiatischer Abstammung, sitzend vor mehreren Rechnern

Sie sind kompetent, arbeiten in Bereichen mit hohem Fachkräftebedarf und fühlen sich wohl in Deutschland: Inhaber der Blauen Karte EU helfen der Wirtschaft, dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen.

Seit ihrer Einführung 2012 haben bereits mehr als 49.000 Menschen die Blaue Karte EU in Deutschland erhalten. Eine Studie des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zeigt jetzt: Die Inhaber der Blauen Karte EU für hochqualifizierte Zuwanderer sind wichtig für den Arbeitsmarkt und Unternehmen hierzulande. Rund 90 Prozent von ihnen üben eine stark nachgefragte Tätigkeit im Ingenieurwesen, in der Naturwissenschaft oder der Informatik aus. Berufsfelder, für die es hierzulande nicht genügend Fachkräfte gibt.

Für Arbeitgeber ist das eine interessante Option, Personallücken oder zusätzlichen Personalbedarf mit einer hochqualifizierten Fachkraft aus dem Ausland zu schließen: Da die Voraussetzungen zur Erteilung einer Blauen Karte EU klar definiert sind, ist das Verfahren in jeder Phase transparent und nachvollziehbar. Die Bearbeitungszeit lässt sich somit frühzeitig einschätzen und verlässlich einplanen. In bestimmten Fällen – etwa dann, wenn der Hochschulabschluss in Deutschland erworben wurde – entfällt zudem die Zustimmungspflicht der Bundesagentur für Arbeit. Dadurch verkürzt sich die Bearbeitungszeit zusätzlich.

Unternehmen profitieren zudem von den beruflichen und sozialen Kompetenzen, die die Inhaber der Blauen Karte EU aus ihren Herkunftsländern mitbringen. Hierzu gehören neben der Arbeitserfahrung zweifellos die Mehrsprachigkeit und Flexibilität. Gerade mittelständische Unternehmen, die zum Beispiel im Ausland Produktionsstätten haben, können die Kenntnisse der Fachkräfte nutzen, etwa im Rahmen von Abstimmungen vor Ort. Andere Denk- und Herangehensweisen ermöglichen es zudem, Arbeitsprozesse und Kundenbeziehungen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Und sie ermöglichen es, Arbeitsweisen im Ausland, die sich häufig von denen hierzulande unterscheiden, besser zu verstehen.

Aktuelle Zahlen belegen, dass der deutsche Arbeitsmarkt für hochqualifizierte Zuwanderer sehr beliebt ist: Nach Auswertungen des Ausländerzentralregisters wurden seit ihrer Einführung im Jahr 2012 rund 87 Prozent aller Blauen Karten EU in Deutschland ausgestellt. Die Inhaber der Blauen Karte EU wurden offenbar nicht enttäuscht: Laut der Studie fühlen sich die zugewanderten Fachkräfte in Deutschland überwiegend wohl und willkommen, sind mit ihrem Leben hierzulande zufrieden und beabsichtigen, auf lange Sicht in Deutschland zu bleiben. Knapp ein Drittel plane, für immer in Deutschland zu bleiben. Weitere 39 Prozent streben nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge einen Aufenthalt von mindestens zehn Jahren in Deutschland an. Für Unternehmen, die ebenfalls langfristig planen, ist das zweifellos eine gute Nachricht.

Hochqualifizierte Zuwanderer können bereits nach einem Aufenthalt von 33 Monaten eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erlangen. Soweit sie über Deutschkenntnisse auf der Stufe B1 verfügen, wird die Niederlassungserlaubnis sogar bereits nach 21 Monaten erteilt. Darüber hinaus sind mit der Blauen Karte Erleichterungen bei der Mobilität innerhalb und außerhalb der EU verknüpft. Auch für den Familiennachzug hat der Gesetzgeber Erleichterungen erlassen.

Auch die AOK möchte Menschen mit Migrationshintergrund den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleichtern und ihnen unkompliziert die wichtigsten Grundlagen zum Berufsleben, zur Sozialversicherung und zum Leben in Deutschland vermitteln. Die Seite www.healthinsurance-germany.com, die derzeit auf 19 verschiedenen Sprachen verfügbar ist, bietet hier alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Weitere Informationen zur Blauen Karte EU finden Sie unter www.bamf.de/blauekarte. Darüber hinaus informiert die Broschüre „Bildung und Beruf in Deutschland“ (www.bamf.bund.de) über alternative Aufenthaltstitel.

 

Stand 9.11.2016

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