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Viele Zuwanderer sind gut qualifiziert

© monkeybusinessimages / Thinkstock
Schreiner mit Auszubildendem in der Werkstatt

Aktuelle Zahlen zeigen: Viele Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, verfügen über eine gute Schulbildung. Für deutsche Arbeitgeber, die Auszubildende suchen, bieten sie großes Potenzial.

46 Prozent aller Asylbewerber mit guten Bleibeaussichten haben ein Gymnasium oder sogar eine Hochschule, 27 Prozent eine Mittel- oder Fachschule besucht. Auf der anderen Seite waren mindestens 25 Prozent der Flüchtlinge nur auf einer Grundschule oder haben gar keine Schulbildung. Das belegen Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von Juni 2016. Kurzgefasst: Viele Zuwanderer sind hoch qualifiziert. Ganz anders ist die Ausgangslage bei der Berufsbildung: Rund 70 Prozent der Flüchtlinge verfügen nach IAB-Angaben über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Dies hat unter anderem damit zu tun, dass es in den Ländern meist kein duales Ausbildungssystem wie in Deutschland gibt.

Da die Hälfte der Zuwanderer unter 25 Jahr alt ist, bieten sie Unternehmen, die mit Ausbildung auf den Fachkräftemangel reagieren wollen, ein großes Potenzial. Viele Flüchtlinge bringen berufliche und soziale Kompetenzen sowie Erfahrungen aus ihren Herkunftsländern mit. Dazu gehören unter anderem erste Arbeitserfahrung sowie Mehrsprachigkeit, Flexibilität und interkulturelle Erfahrung. Die Zahlen des IAB zeigen: Rund die Hälfte der minderjährigen Flüchtlinge haben Mittel- oder Fachschulen besucht. 17 Prozent bestätigten den Besuch eines Gymnasiums oder einer Hochschule. Von den jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren hat rund die Hälfte ein Gymnasium oder eine Universität besucht und rund ein Viertel hat zumindest eine Mittel- oder Fachschule besucht.  

Viele Arbeitgeber stehen indes vor Fragen wie „Was muss ich beachten, wenn ich einen Zuwanderer beschäftigen oder ausbilden möchte?“ „Wer kann mich unterstützen?“ Antworten geben Arbeitsagenturen, Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern. Sie haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Angebote auf den Weg gebracht, Arbeitgebern die Ausbildung von Flüchtlingen zu erleichtern. Ein Beispiel ist das „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“, das als Good-Practice-Netzwerk vom Deutschen Industrie und Handelskammertag (DIHK) angestoßen wurde. Es bietet Unternehmen Informationen zu Rechtsfragen, (über)regionalen Integrationsinitiativen und Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements. Darüber hinaus informieren auch die einzelnen Industrie- und Handelskammern vor Ort über Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten.

Zusätzlich haben Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern Beratungsstellen für Arbeitgeber eingerichtet. Die Handwerkskammern etwa bereiten in ihren Berufsbildungszentren Flüchtlinge im Rahmen einer Berufsorientierung auf eine Ausbildung im Handwerk vor. Umfassende Unterstützungsmöglichkeiten zeigt die Bundesarbeitsagentur für Arbeit in ihrer Broschüre „Potenziale nutzen – geflüchtete Menschen beschäftigen“. Neben Maßnahmen wie Einstiegsqualifizierung und Ausbildungsbegleitende Hilfen informiert die Bundesagentur über zahlreiche weitere Programme und Möglichkeiten.

Auch die AOK möchte Menschen mit Migrationshintergrund den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleichtern und ihnen unkompliziert die wichtigsten Grundlagen zum Berufsleben, zur Sozialversicherung und zum Leben in Deutschland vermitteln.
Die Seite www.healthinsurance-germany.com, die derzeit auf 19 verschiedenen Sprachen verfügbar ist, bietet hier alle wichtigen Informationen auf einen Blick.

Stand 15.9.2016

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