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© Ridofranz / Thinkstock
Einstellungsgespräch mit einem Flüchtling

Worauf muss ein Betrieb achten, wenn er einen Flüchtling beschäftigen möchte? Grundsätzlich gilt: Bereits anerkannte Flüchtlinge dürfen jede Beschäftigung aufnehmen. Anders ist es bei Asylsuchenden: Sie benötigen eine Arbeitserlaubnis, die grundsätzlich abhängig vom Status der Aufenthaltsgenehmigung ist.  

Folgende Personenkreise werden unterschieden:

  • Asylsuchende mit einer Aufenthaltsgestattung, also Menschen, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Mit der Beantragung von Asyl wird in der Regel bis zum Abschluss des Asylbewerberverfahrens eine Aufenthaltsgestattung ausgesprochen.
  • sogenannte Geduldete: Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wurde, die aber nicht abgeschoben werden können – zum Beispiel weil sie krank sind, Ausweispapiere fehlen oder weil das Innenministerium einen Abschiebestopp verhängt hat. Geduldete Personen unterliegen der Residenzpflicht.


Arbeitgeber:

  • können Personen mit Aufenthaltsgestattung und mit Duldung ab dem vierten Monat beschäftigen, in dem sie sich in Deutschland aufhalten. Dazu muss der Bewerber eine Arbeitserlaubnis für die konkrete Beschäftigung bei der Ausländerbehörde beantragen.
    Asylbewerber können einen verpflichtenden Aufenthalt in einer Erstaufnahmeeinrichtung auferlegt bekommen. Diese kann grundsätzlich bis zu sechs Monaten andauern – also auch über die ersten drei Monate des generellen Beschäftigungsverbots hinaus. Wenn ein verpflichtender Aufenthalt in einer Erstaufnahmeeinrichtung angeordnet ist, wird meist keine Arbeitserlaubnis erteilt.
    Danach dürfen sich Asylbewerber grundsätzlich frei im Bundesgebiet bewegen. Die Regelung der Residenzpflicht ist jedoch jeweils durch das Bundesland festgelegt und nicht einheitlich.
  • müssen sich den „Aufenthaltstitel“ vom Bewerber zeigen lassen. Wenn ein eingeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt gilt, steht in der Aufenthaltsgestattung oder Duldung der Satz „Erwerbstätigkeit nur mit Genehmigung der Ausländerbehörde gestattet“.


Anerkannte Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis haben unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt. Lediglich eine selbstständige Tätigkeit ist genehmigungspflichtig.


Stand: Dezember 2016

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