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Sozialversicherung - EU

© Bounce / Getty Images
Vater und Tochter

Beitragsrecht

Die Sozialversicherung in Deutschland wird im Wesentlichen über Beiträge finanziert. Sie werden nach dem individuell erzielten Arbeitsentgelt eines Beschäftigten maximal bis zu einer festgelegten Obergrenze (Beitragsbemessungsgrenze) und bundeseinheitlich geregelten Beitragssätzen zu den einzelnen Versicherungszweigen berechnet. An der Finanzierung sind grundsätzlich der Arbeitgeber und sein Arbeitnehmer beteiligt (Ausnahme: Unfallversicherungsbeiträge zahlt nur der Arbeitgeber). Die Pflichtbeiträge (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil) zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung werden auch als Gesamtsozialversicherungsbeitrag bezeichnet. Bei Pflichtversicherten ist der Arbeitgeber der Beitragsschuldner. Den Anteil des Arbeitnehmers hält er vom Bruttoentgelt ein. Die Höhe der zu zahlenden Beiträge weist der Arbeitgeber monatlich mit dem Beitragsnachweis nach. Diesen reicht er zwei Bankarbeitstage vor der Beitragsfälligkeit bei der Einzugsstelle (Krankenkasse bzw. bei Minijobbern Minijob-Zentrale) ein. Die Beiträge hat er bis zum drittletzten Bankarbeitstag eines Monats an die Einzugsstelle zu zahlen.

Die Beiträge verteilen sich prinzipiell je zur Hälfte auf den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer. In der Rentenversicherung gilt ab 1.1.2015 ein Beitragssatz von 18,7 % und in der Arbeitslosenversicherung ein Beitragssatz von 3,0 %. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen also je einen Anteil von 9,35 % zur Renten- und 1,5 % zur Arbeitslosenversicherung.

In der Krankenversicherung gibt es zwei Beitragssätze, den allgemeinen mit 14,6, % (2017) und den ermäßigten (ohne Krankengeldanspruch) mit 14,0 % (2017). Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen hieraus die Beiträge je zur Hälfte. Erhebt die Krankenkasse des Arbeitnehmers einen Zusatzbeitrag, trägt der Arbeitnehmer diesen Zusatzbeitrag allein.

In der Pflegeversicherung gilt ab 1.1.2017 ein Beitragssatz von 2,55 %. Hier ist die Verteilung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer paritätisch, sofern der Beschäftigte mindestens ein Kind hat. Kinderlose Arbeitnehmer ab dem 23. Lebensjahr zahlen einen Beitragszuschlag von 0,25 %. Eine abweichende Beitragsverteilung gilt in Sachsen.

Nur für beitragspflichtige Zeiten sind Beiträge aus der Beschäftigung zu zahlen, z. B. Zeiten der tatsächlich ausgeübten Beschäftigung, bezahlte Urlaubstage (Sozialversicherungstage). Beitragsfreie Zeiten bleiben außen vor, z. B. Bezug von Krankengeld.

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