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Qualifikation - Nicht-EU

© Thinkstock
Ausländischer Arbeitnehmer

Ausländische Berufsabschlüsse

Das sog. Anerkennungsgesetz ist seit 1.4.2012 in Kraft. Damit verbessern sich die Chancen für Menschen, die ihre beruflichen Qualifikationen im Ausland erworben haben, in Deutschland ihren erlernten Beruf auszuüben. Zur besseren Fachkräftesicherung ist deshalb das Verfahren für die berufliche Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse vereinheitlicht, erweitert und verbessert worden.

Unter Berücksichtigung des Anerkennungsgesetzes können die im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse in Deutschland anerkannt werden, wenn sie mit einem deutschen Abschluss vergleichbar, also gleichwertig, sind.

Für viele Berufe ist dies eine Grundvoraussetzung, den erlernten Beruf auszuüben oder sich hierin selbstständig zu machen. Das gilt vor allem für Berufe im zulassungspflichtigen Handwerk, für Ärzte, Krankenpfleger oder Apotheker.

Das Anerkennungsgesetz umfasst das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) und Regelungen zur Anerkennung von Berufsqualifikationen in rund 60 bundesrechtlichen Berufsgesetzen und Verordnungen für die reglementierten Berufe wie die Gesundheitsberufe und die Handwerksmeister.

Merkblatt Anerkennung Berufs- und Bildungsabschlüsse

Absolventen deutscher Auslandsschulen

Im Gegensatz zu anderen Drittstaatsangehörigen (Drittstaaten) haben Absolventen deutscher Auslandsschulen einen erleichterten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Ihnen wird der Aufenthaltstitel zum Zweck der betrieblichen qualifizierten (zweijährigen) Ausbildung ohne Zustimmung der Zentralen Auslands und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit erteilt

Nach ihrer Ausbildung können sie zu jeder Beschäftigung entsprechend ihrer Qualifikation zugelassen werden – ohne Prüfung, ob ein bevorrechtigter Arbeitnehmer (z. B. EU-Bürger) zur Verfügung steht. Die ZAV prüft nur, ob die Arbeitsbedingungen dieses Arbeitnehmers vergleichbar mit denen der deutschen Arbeitnehmer sind. Auch die Absolventen deutscher Auslandsschulen, die ein Hochschulstudium in Deutschland oder im Ausland absolviert haben, profitieren von diesen vereinfachten Bedingungen.

Fachkräfte

Hochqualifizierte Fachkräfte sind wichtig für jedes Unternehmen. Denn mit ihnen bleiben sie innovativ und wettbewerbsfähig. Doch in Deutschland herrscht ein immer stärker werdender Fachkräftemangel vor, besonders in technischen Berufen sowie im Handwerk. Umso attraktiver ist es für Unternehmen ihre Fachkräfte auch im Ausland zu gewinnen. Ob sie auch die erforderlichen Qualifikationen besitzen, müssen sie nachweisen.

Wenn die ausländische Fachkraft in Deutschland arbeiten will, muss sie Bildungsnachweise der Anerkennungsstelle in dem Bundesland, in dem sie wohnt bzw. wohnen will, vorlegen. Das Anerkennungsgesetz erhöht die Chancen, dass eine ausländische Berufsqualifikation anerkannt wird.

Fachkräfte mit inländischem Hochschulabschluss erhalten einen Aufenthaltstitel für eine der beruflichen Qualifikation entsprechenden Beschäftigung ohne Zustimmung der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV). Diesen Titel erhalten auch Absolventen deutscher Auslandsschulen für eine qualifizierte betriebliche Ausbildung in einem staatlich anerkannten oder vergleichbar geregelten Beruf.

Fachkräfte aus der EU dem EWR oder der Schweiz können ohne jegliche Einschränkung in Deutschland arbeiten.

Führungskräfte

Hochqualifizierte ausländische Arbeitnehmer erhalten einen Aufenthaltstitel für eine Beschäftigung ohne Zustimmung der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), wenn es sich um Führungskräfte handelt. Gemeint sind leitende Angestellte mit einer Generalvollmacht oder Prokura sowie Gesellschafter von Handelsgesellschaften und leitende Angestellte auf Vorstands-, Direktions- und Geschäftsleitungsebene.

Merkblatt Anerkennung Berufs- und Bildungsabschlüsse

Pflegekräfte

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kann der Erteilung eines Aufenthaltstitels für eine Beschäftigung zustimmen, die eine mindestens zweijährige Berufsausbildung voraussetzt. Dazu zählen Pflegekräfte (Kranken-, Kinder- und Altenpflege) mit einer Qualifikation, die dem deutschen Ausbildungsniveau in diesem Beruf entspricht, und ausreichenden Deutschkenntnissen.

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