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Qualifikation - Nicht-EU

© Thinkstock
Ausländischer Arbeitnehmer

Vergleichbare Bildungs- und Berufsabschlüsse, die im Ausland erworben wurden, können in Deutschland anerkannt werden, wenn sie mit einem deutschen Abschluss vergleichbar sind. Bestimmte Berufsgruppen sind besonders gefragt, z. B. Ärzte, Ingenieure. Wenn sie aus Drittstaaten kommen (nicht aus EU/ EWR/Schweiz), erhalten sie erleichterte Zugangsbedingungen auf den deutschen Arbeitsmarkt, sofern sie ihre Qualifikation nachweisen.

Mindesteinkommen

Ein Mindesteinkommen wird für ausländische Arbeitskräfte aus Nicht-EU/EWR-Staaten im Zusammenhang mit der Blauen Karte-EU verlangt.

Sie müssen ein Bruttojahresgehalt in Höhe von mindestens 49.600 EUR (4.133 EUR monatlich), in Berufen mit Fachkräftemangel (Naturwissenschaftler, Mathematiker, Ingenieure, Ärzte und IT-Fachkräfte) ein Bruttojahresgehalt von 38.688 EUR (3.224 EUR monatlich) nachweisen.

Zudem benötigen sie für die Blaue Karte-EU einen deutschen oder einen anerkannten ausländischen oder einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbaren ausländischen Hochschulabschluss.

Hochqualifizierte

Bei Hochqualifizierten handelt es sich v. a. um

  • Wissenschaftler mit besonderen fachlichen Kenntnissen oder
  • Wissenschaftliche Mitarbeiter in herausgehobener Position sowie andere Spezialisten und Angestellte mit Berufserfahrung
  • Lehrpersonen in herausgehobener Funktion.

Diesen Personen wird die Einreise nach Deutschland und der EU durch die sogenannte „Blue Card EU“ oder „Blaue Karte EU“ erleichtert. Für Hochqualifizierte ist von Beginn an die Gewährung eines Daueraufenthalts (Niederlassungserlaubnis) vorgesehen; Inhaber einer Blauen Karte EU erhalten grundsätzlich nach drei Jahren eine Niederlassungserlaubnis, also eine unbefristete Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung, soweit ein Arbeitsvertrag fortbesteht. Haben sie gute Deutschkenntnisse, wird die Niederlassungserlaubnis bereits nach zwei Jahren erteilt. Mitreisende- oder nachziehende Familienangehörige sind zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt.

Diese Blaue Karte EU wird bei Tätigkeiten mit einem Mindestverdienst von 49.600 EUR jährlich erteilt. Bei sogenannten Mangelberufen, also Berufen, in denen der Fachkräftemangel extrem ist, liegt die Grenze nur bei 38.688 EUR jährlich, z. B. Humanmediziner, Ingenieure, Naturwissenschaftler und IT-Fachkräfte.

Bereits für die Arbeitsplatzsuche kann ein auf sechs Monate befristeter Aufenthaltstitel erteilt werden. Erteilungsvoraussetzung ist ein Hochschulabschluss und die eigenständige Lebensunterhaltssicherung.

Ausländische Absolventen deutscher Hochschulen haben nach Beendigung des Studiums 18 Monate Zeit, einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. Wenn sie einen angemessenen Arbeitsplatz gefunden haben, erhalten sie nach zwei Jahren eine Niederlassungserlaubnis.

Gastwissenschaftler

Hochqualifizierte ausländische Arbeitnehmer erhalten einen Aufenthaltstitel für eine Beschäftigung ohne Zustimmung der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), wenn es sich um Lehrpersonen, wissenschaftliche Mitarbeiter oder Gastwissenschaftler handelt. Für Ingenieure und Techniker eines Gastwissenschaftlerteams gilt dies auch.

Ausländischer Hochschulabschluss

Die deutschen Hochschulen sind zuständig, wenn es um die Anerkennung von Abschlüssen und Studienleistungen geht, um ein Studium zu beginnen oder fortzuführen. Das gilt auch für ausländische Studenten und ihre bisher erreichten Qualifikationen. Für die Bewertung gibt die Zentralstelle für Ausländisches Bildungswesen (ZAB) länderspezifische Empfehlungen heraus. Diese Bewertungen sind unter https://www.kmk.org/service/anerkennung-auslaendischer-abschluesse/zeugnisbewertung-fuer-auslaendische-hochschulqualifikationen.html eingestellt.

Um in Deutschland seinen Beruf auszuüben, muss der ausländische Bewerber je nach Beruf seine Bildungsnachweise, z. B. ausländischer Hochschulabschluss, anerkennen lassen. Dazu wendet er sich an die Anerkennungsstelle in dem Bundesland, in dem er wohnt bzw. wohnen will. Durch das Anerkennungsgesetz erhält der Bewerber eine höhere Chance, dass seine ausländischen Berufsqualifikationen anerkannt werden. Das Verfahren ist weitestgehend einheitlich und transparent und beinhaltet eine Bewertung für die rund 350 Ausbildungsberufe im dualen System nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und im Handwerk.

Hinweis: Die ZAB stellt kostenpflichtig auch Zeugnisbewertungen (keine Anerkennung) für private Antragsteller auf der Grundlage der Lissabon-Konvention aus.

Nähere Informationen über Inhalte und den möglichen Verwendungszweck der Bescheinigung sowie das Antragsformular sind auf der Webseite der Kultusministerkonferenz (KMK) unter www.kmk.org eingestellt. Hierunter sind auch weitere Informationen zur Anerkennung ausländischer Schul- und Hochschulabschlüsse im akademischen und beruflichen Bereich zusammengestellt.

Merkblatt Anerkennung Berufs- und Bildungsabschlüsse

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