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Dienst nach Vorschrift

© kieferpix / Thinkstock
Innere Kündigung

Wenn Arbeitnehmer die Motivation bei der Arbeit verloren haben und nur noch Dienst nach Vorschrift machen, ist das für alle Beteiligten frustrierend. Wenn Führungskräfte frühzeitig die Anzeichen für eine solche „innere Kündigung“ erkennen, können sie dieser aktiv entgegenwirken.

Rund 20 Prozent der Beschäftigten in Deutschland verrichten ihren Job laut der aktuellen iga-Studie  „Engagement erhalten – Innere Kündigung vermeiden“ ohne jegliche Motivation. Die Folgen für den Betrieb, das Team und den Mitarbeiter selbst sind fatal. Sie reichen von Qualitätseinbußen und sinkender Produktivität über steigende Fehlzeiten und Konflikte im Team bis hin zu Depressionen, Sucht- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und letztendlich wirtschaftliche Einbußen für das Unternehmen.

Führungsverhalten ist entscheidend

Laut Beurteilung der für die Studie befragten Vorgesetzten zählen zu den wichtigsten Auslösern für einen solchen lautlosen Rückzug aus dem Job das Gefühl mangelnder Wertschätzung durch Kollegen und Vorgesetzte und fehlender Mitbestimmungsmöglichkeiten sowie ungelöste Konflikte bei der Arbeit. Doch auch organisatorische Veränderungen im Unternehmen können innere Kündigungen hervorrufen – insbesondere dann, wenn diese Umstrukturierungen mit Personalabbau, Arbeitsverdichtung und langen Phasen der Unsicherheit einhergehen. „Die Führungskultur in vielen Unternehmen lässt hier, vorsichtig gesagt, einiges zu wünschen übrig“, bestätigt Prof. Dr. Ralf Brinkmann, der das Phänomen seit vielen Jahren als Wirtschaftspsychologe an der SRH Hochschule Heidelberg untersucht. Führungskräfte seien heute – vor allem auf der mittleren Ebene – oft selbst Getriebene und von psychischen Belastungen bedroht. Das führe nicht selten zu unreflektierten und reflexartigen Verhaltensweisen auf Kosten der Mitarbeiter. Daneben sei ein Mangel an Einfühlungsvermögen erkennbar, um sich in die Situation von Mitarbeitern hineinzuversetzen, die eventuell Unterstützung und Zuspruch benötigen. 

So können Arbeitgeber vorbeugen

  • Achten Sie auf Anzeichen wie häufige Fehlzeiten: Gerade engagierte Mitarbeiter werden bei innerer Kündigung häufiger krank und arbeiten unmotivierter. Hieraus kann eine nachlassende Qualität, steigende Anzahl von Beschwerden oder Reklamationen von Kunden entstehen.
  • Sprechen Sie regelmäßig mit Ihren Mitarbeitern und geben Sie ihnen Feedback zu ihrer Arbeit. Schaffen Sie Gelegenheiten, damit Mitarbeiter auch „Demotivierendes“ ansprechen und selbst Vorschläge für Verbesserungen am Arbeitsplatz machen können.
  • Beobachten und prüfen Sie sich selbst, ob Sie Ihren Mitarbeitern ausreichend Rückmeldung zu ihrer Arbeit geben und sie unterstützen.
  • Schaffen Sie ein stabiles Fundament für die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter
    • durch einen kooperativen, loyalen Führungsstil,
    • durch das Benennen von Unternehmens- und Projektzielen sowie klaren Aufgabenverteilungen, bei denen weniger der Einsatz des Einzelnen, sondern vor allem das Ergebnis des Zusammenspiels aller Teammitglieder zählt,
    • durch das Erweitern von Handlungsspielräumen gemäß den individuellen Mitarbeiterfähigkeiten,
    • durch mehr Rückmeldung und Wertschätzung und
    • durch das Einbinden in Projekte, die Mitarbeiter an Verbesserungen beteiligen. Denn Mitarbeiter, die innerlich gekündigt haben, wissen selbst am besten, wie sie zu motivieren wären.
  • Nehmen Sie die Gründe für nachlassendes oder fehlendes Engagement ernst und helfen die innere Kündigung zu überwinden.

Stand: 5/2017

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