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Die süße Versuchung

© idildemir / Thinkstock
Zucker im Glas

Zuckerhaltige Nahrungsmittel sind überall verfügbar -  auch im Arbeitsalltag. Als schnelle Energiespender oder kühle Durstlöscher beworben, werden Snacks und Limos in der Pause am Arbeitsplatz mal eben „vernascht“ - ohne sich der Folgen hohen Zuckerkonsums bewusst zu sein. 

Ernährungsexperten und Ärzte warnen schon seit Jahren: Die Deutschen essen zu viel Zucker. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, täglich nicht mehr als 50 Gramm, idealerweise nur 25 Gramm „freien Zucker“ (zugesetzter Zucker in Speisen und Getränken sowie Zucker, der von Natur aus in Honig, Fruchtsäften und Sirup enthalten ist) zu essen. Der Durchschnittsdeutsche nimmt allerdings fast doppelt so viel (rund 90 Gramm) am Tag zu sich.

Zuckerberge: Gefahr für die Gesundheit

Ein erhöhter Zuckerkonsum kann weitreichende gesundheitliche Folgen haben, denn er begünstigt Fettleibigkeit (medizinisch: Adipositas) und führt zu einer dauernden Hochbelastung der Bauchspeicheldrüse. Kommen zur stark zuckerhaltigen Ernährungsweise auch noch Bewegungsmangel und häufiger Stress hinzu, erhöht sich zudem die Gefahr, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Adipositas und Diabetes erhöhen wiederum das Risiko für Nierenschäden, Bluthochdruck, Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems und bestimmte Formen von Krebs. Die indirekten Kosten durch Produktivitätsausfälle aufgrund von Adipositas und deren Folgeerkrankungen liegen bei mehr als acht Milliarden Euro im Jahr.

Versteckte Zucker

Im Arbeitsalltag ganz auf Zucker zu verzichten ist schwierig. Eine Vorliebe für Süßes ist uns quasi angeboren. Bereits die Muttermilch ist durch den darin enthaltenen Milchzucker süß. Zucker ist zudem ein kostengünstiger Geschmacksträger und Konservierungsstoff, weshalb die Lebensmittelindustrie gern und tief in den Zuckertopf greift. Wie viel Zucker ein Produkt enthält, ist dabei selten direkt erkennbar. Zwar ist es richtig, dass die Zutaten eines Produkts mengenmäßig in absteigender Reihenfolge deklariert werden müssen. Aber die Hersteller bedienen sich hier verschiedener Tricks, damit Zucker auf den hinteren Plätzen landet, selbst wenn er eine der Hauptzutaten ist. Gerne verwenden Hersteller viele verschiedene Zuckerarten in jeweils nur kleinen Mengen. Sie verwenden auch nicht einfach „Zucker“, sondern geben Namen wie Glukose- Fruktose-Sirup oder Dextrose an. Hinter diesen Namen verbirgt sich aber nichts anderes als Zucker. Grundsätzlich deutet die Endung „-ose“ darauf hin, dass es sich bei der Zutat um eine Zuckerform handelt.

Bewusste Ernährung – auch im Job

Die Vorliebe für Süßes ist also in unserem genetischen Erbe fest verankert. Die dauernde Verfügbarkeit allerdings verführt uns, immer wieder zuzugreifen. Und egal ob in der Fertigsuppe aus der Mikrowelle, der Pizza oder dem Müsliriegel zwischendurch: Zuckerzusätze befinden sich fast in jedem Fertiggericht als Geschmacksträger. Alle industriell verarbeiteten Produkte wie Pizza, Müslimischungen und Co enthalten daher zugesetzten Zucker. 

Um seinen Zuckerkonsum zu reduzieren, kann man zunächst auf sichtbare Zuckerbomben wie Soft-Drinks und Süßigkeiten verzichten. Auf unverarbeitete Lebensmittel ohne zugesetzten Zucker zurückzugreifen ist eine gesunde Alternative. Hier heißt die Devise: lieber sein Essen selbst zubereiten (zum Beispiel am Abend davor) und mit zur Arbeit nehmen, als in der Mittagspause nach Fertigprodukten aus dem Kühlfach zu greifen. Gesunde und nährstoffreiche Energielieferanten für die kurze Arbeitspause  sind beispielsweise selbst gemachte Salate, Obstsorten wie Äpfel und Beeren oder Gemüsesticks. Eine gesunde Mittagsverpflegung in der Pause kann durch eine Kombination von Vollkornprodukten, magerem Fleisch und Fisch und Salat und Obst gewährleistet werden. Die komplexen Kohlenhydrate, die im Darm langsam in ihre einzelnen Bausteine zerlegt werden, sorgen für eine lange Sättigung. Dadurch werden große Schwankungen des Blutzuckerspiegels durch ständiges Naschen von Süßigkeiten verhindert. Zudem liefern sie meist auch lebenswichtige Vitamine, Mineral-und Ballaststoffe. Eine selbstgemachte Linsensuppe oder Kartoffel- und Nudelgerichte für den Winter, frische Salate, Quark mit Früchten oder eine Gemüsepfanne im Sommer sind optimale Mittagsgerichte für die Arbeit.

So können Arbeitgeber unterstützen

Eine aktuelle Umfrage des AOK-Bundesverbands zeigt, dass jeder Dritte im persönlichen Zuckerkonsum eine Gefahr für seine Gesundheit erkennt. Zudem glauben 60 Prozent, dass Zucker genauso süchtig macht wie Nikotin und Alkohol. Unternehmen können ihre Beschäftigten unterstützen sich weniger zuckerreich zu verpflegen: Kantinenangebote, die viel frische, unverarbeitete Lebensmittel und wenig Fertigprodukte verwenden, sind der erste Schritt. Denn mit gesunden Essensangeboten in der Kantine, einem Obstkorb oder Wasserspendern können Unternehmen ihren Mitarbeitern gesunde Alternativen zu kalorienreichen Mahlzeiten und Softdrinks anbieten. Besonders wirkungsvoll sind solche Maßnahmen in Kombination mit Informationen zu einer ausgewogenen Ernährungsweise, etwa im Rahmen eines Gesundheitstages, und Angeboten zu mehr Bewegung am Arbeitsplatz.

So unterstützt die AOK

Die Gesundheitskasse sorgt mit der Aktion #wenigerZucker für mehr Transparenz bei der Lebensmittelkennzeichnung und weniger Kindermarketing für süße Produkte. Zusatzangebote wie das gesunde Rezept-Portal „AOK Wunschgericht“ helfen bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung. Wer sich intensiver mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen und dabei automatisch abnehmen möchte, kann an dem AOK-Programm „Abnehmen mit Genuss“ teilnehmen. Es zielt darauf ab, den Körper optimal zu versorgen und die Ess- und Trinkgewohnheiten dauerhaft zu verändern – und das unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse. Insgesamt dauert das Programm 12 Monate und die Teilnahme ist sowohl online als auch per Brief möglich. Die Ernährungsexperten stellen individuelle Ernährungs- und Trainingsprogramme auf. Bei Abnehmen mit Genuss gibt es für AOK-Versicherte einen Vorteilspreis.

Stand: 9/2017

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