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© liuzishan / Thinkstock
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Betriebliche Gesundheits­för­de­rung (BGF) hat für Unter­nehmen einen langfristigen Nutzen. Damit Mitarbeiter auch in den nächsten Jahrzehnten leistungs­fähig bleiben, ist BGF Teil eines erfolgreichen Demo­grafie­managements.

Die stetige Abnahme der Bevölkerungszahl (bis 2060 wird es „nur“ noch ca. 65–70. Mio. Deutsche geben) und die Zunahme der über 65-Jährigen innerhalb der Gesellschaft zeigt, dass langfristig immer weniger Arbeitnehmer für die Rente der vorherigen Generation aufkommen müssen. Daraus lässt sich schließen, dass das Renteneintrittsalter immer weiter nach hinten geschoben wird und Arbeitnehmer dadurch immer länger arbeiten müssen. Aus diesen Gründen sind Arbeitgeber aufgefordert, sich Gedanken zu machen, wie sie Mitarbeiter langfristig gesund­erhalten und an sich binden können. Patricia Lück ist Referentin für Betriebliche Gesundheitsförderung des AOK-Bundesverbands.

Frau Lück, was für einen Nutzen hat Betriebliches Gesundheitsmanagement?
Ja, das haben Umfragen ganz klar gezeigt: Betriebliche Abläufe und die Führung sowie die Produktivität und Arbeitszufriedenheit werden verbessert, gleichzeitig senken sich die Ausfalltage und Kosten. Um nur die wichtigsten Optimierungspotentiale zu nennen. Zudem belegen Studien wie der iga.Report 28, dass für jeden in BGF investierten Euro ein Gewinn von 2,70 Euro zu erwarten ist. Voraussetzung hierfür sind langfristige Aktivitäten nach einem qualitätsgesicherten und systematischen Vorgehen. Ein weiteres Ziel ist das Erhalten der Beschäftigungsfähigkeit bis ins hohe Rentenalter. Mit einer Analyse der Altersstruktur und/​oder Arbeitsunfähigkeit und der Frage „welche Faktoren im Betrieb erhalten gesund, welche belasten?“ können erste aussagekräftige Ergebnisse erzielt werden.

Welche Herausforderungen haben Betriebe in den nächsten Jahren?
Vor allem die des Fachkräftemangels in Zusammenhang mit Neurekrutierung von Arbeitskräften. In vielen Betrieben mit ländlichen Standorten ist die Übergabe des Expertenwissens von den älteren an die jüngeren Beschäftigten nicht möglich. Daher wächst das Bewusstsein dafür, dass mit einer modernen Personalpolitik nicht nur die Gesundheit der Mitarbeiter, sondern auch die Attraktivität als Arbeitgeber gesteigert werden kann.

Gibt es Projekte, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?
Beeindruckt war ich von Projekten, bei denen sich Menschen besonders für die Sache engagiert, sich gekümmert haben. Sie haben es geschafft, Maßnahmen „an den Mann“, „an die Frau zu bringen“, also Akzeptanz für Veränderungen zu schaffen und Vorschläge umzusetzen. Das waren oft Betriebe mit wenigen Mitarbeitern, bei denen es eine überschaubare Hierarchie und einen aufgeschlossenen Chef gab. Aber auch Unternehmen, bei denen BGF im ersten Anlauf als gescheitert galt, haben bei mir Eindruck hinterlassen. Sie haben aus dem „ersten Flop“ die richtigen Lehren gezogen und es dann besser gemacht.

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist grundsätzlich zeit- und kostenintensiv, wie können auch kleine Unternehmen sich dem Thema nähern?
Mit Pragmatismus. Nehmen Sie z. B. ein Unternehmen mit 80 Mitarbeitern: alle Beschäftigten sind erreichbar, es gibt eine geringe Hierarchie, eine direkte Kommunikation ist möglich, die eine schnelle Umsetzung von Maßnahmen und Vorschlägen der Beschäftigten gewährleistet. Bei noch kleineren Unternehmen müssen Maßnahmen sehr an die Praxis angelehnt und mit dem Tagesgeschäft vereinbar sein. Da wird dann eben nicht eine große Befragung oder ein Gesundheitszirkel gemacht, sondern eine Arbeitssituationserfassung, die weniger zeitaufwändig ist.

Das Thema Präsentismus, also krank zur Arbeit gehen, ist in aller Munde. Wie können Arbeitgeber dem entgegenwirken?
Die sogenannte „Interessierte Selbstgefährdung“ ist ein Phänomen der Selbstausbeutung, dem nicht einfach beizukommen ist. Erweiterte Erreichbarkeit für berufliche Belange beispielsweise wird meist gar nicht als Belastung, sondern zunächst als Flexibilität gesehen. Wenn aber Arbeit ständig mit privaten Belangen kollidiert und die Erholung zu kurz kommt, hilft es, mit dem Vorgesetzten zu klären, wie viel Erreichbarkeit für beide Seiten akzeptabel ist. Viele Belastungen beruhen auf falschen Annahmen. Diese auszuräumen, hilft Druck abzubauen.

Was macht ein Unternehmen zu einem „gesunden Unternehmen“?
Die AOK hat in allen Regionen kompetente BGF-Berater im Einsatz, die Unternehmen dabei unterstützen, Betriebliche Gesundheitsförderung „ins Laufen zu bringen“, d. h. systematisch aufzubauen. Der Betrieb soll befähigt werden, BGF in ein kontinuierliches Gesundheitsmanagement zu überführen. Aber wie es so schön heißt: jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

Ihren persönlichen AOK-Ansprechpartner für Betriebliche Gesundheitsförderung finden Sie hier.

Stand: 4/2017

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