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Gesundheitsorientiertes Führungsverhalten

© Getty Images / Thinkstock
Führungsperson

Das Führungsverhalten hat Einfluss auf die Motivation und Arbeits­zufriedenheit der Mitarbeiter – im Positiven wie im Negativen. Was gesund­heits­gerechte Führung auszeichnet, ist ein auf die Situation und den Mit­arbeiter ange­passtes Führungs­verhalten. 

Vorgesetzte haben entscheidenden Einfluss auf die Mitarbeiter: positiv wirken sie als Ressource und Quelle für Motivation und Arbeitszufriedenheit, negativ als Stressor, der zu Unzufriedenheit und Demotivation beiträgt. Indirekt wirkt Führung damit auch auf Wohlbefinden und Gesundheit der Beschäftigten.  

Ein zentraler gesundheits­förderlicher Aspekt des Führungs­verhaltens ist daher der Aufbau von Ressourcen wie beispiels­weise:

  • Offene Kommunikation
  • Anerkennung / Wertschätzung für erbrachte Leistung
  • Tatkräftige Unterstützung bei Schwierigkeiten
  • Mitbestimmungs- und Beteiligungs­möglich­keiten
  • Förderung des sozialen Miteinanders im Team und der Zusammenarbeit
  • Angemessene Spielräume einräumen
  • Gerechtigkeit und Fairness
  • Angemessene Entlohnung für Leistung
  • Vorbildhaftes Führungsverhalten
  • Offene Fehlerkultur

In der täglichen Praxis in Unternehmen findet man häufig keinen konsistenten Führungs­stil, der immer autoritär-direktiv oder kooperativ ist. Es gibt aber durchaus unter­schiedliches Führungs­verhalten, das situativ verschiedene Vor- und Nachteile hat. Dieses erläutern wir kurz.

Das direktive Führungs­verhalten setzt auf klare Anw­eisungen mit regel­mäßiger Kontrolle, ohne dass die Mitarbeiter in den Entscheidungs­­prozess mit einbezogen werden.  Es orientiert sich aus­schließ­lich an den Ergeb­nissen und der Leistung.

Vorteile: schnelle Entscheidung ist möglich. Mitarbeiter werden hierbei nicht konsultiert und oder einbezogen. Die Verantwortung lastet einzig und allein auf der Führungs­­kraft. Das kann in Situ­ationen, die rasche Entschei­dung fordern, von Vorteilsein. 

Nachteile: Die Sichtweise der Beschäftigten wird nicht berück­sichtigt und Entscheidungen nicht erläutert. Der Beschäftigte kann sich dadurch nicht als Experte seines Aufgaben­gebietes einbringen. Zudem sind keine offene Diskussion, Kritik­punkte oder Verbesserungen durch einen Dialog möglich. 

Beim kooperativen Führungsverhalten werden die Mitarbeiter in den Entscheidungs­prozess mit einbe­zogen, sodass Diskus­sionen gewünscht und das best­mögliche Ergebnis erzielt werden kann. Hier stehen die Mitarbeiter als Menschen im Vorder­grund. Ziel ist es, dass sie Entscheidungs­­kompe­­tenzen entwickeln und den Umgang mit Verant­­wortung erlernen.  

Vorteile: gemeinsame Entscheidungen, Beteiligung der Mitar­beiter an Prozessen, hohe Motivation und Selbst­ständigkeit, offene Kommunikation. Die Mitarbeiter fühlen sich hierdurch vom Arbeit­geber geschätzt. Dies fördert das Betriebs­klima.

Nachteile: zeitaufwendig, da über Entscheidungen diskutiert wird. Es muss berücksichtigt werden, welche Entscheidungs­prozesse der Mitarbeiter mitge­stalten kann und welche nur erläutert werden, um die Mitarbeiter nicht zu überfordern. 

Es ist erkennbar, dass die Art des Führungs­verhaltens und der Grad der Mitarbeiter­beteiligung von der Situation, aber auch der Person und Tätigkeit abhängen. Komplexe, kreative oder gar team­übergreifende Arbeiten benötigen Aus­tausch und offene Diskussion und werden durch kooperatives Führungs­verhalten unter­stützt. Bei Routinevarbeiten oder Notfällen hingegen, die hohem Zeitdruck ausge­setzt sind und rasche Handlung erfordern, ist das direktive Führungsverhalten mit klaren Anwei­sungen eine gute Wahl. Akzep­tanz kann aber auch hier herge­stellt werden, indem erläutert wird, wann und warum direktive Entschei­dungen notwendig sind. 

Wie soll man nun gesundheitsgerecht führen?

Miteinander reden ist das A und O für ein gesundes Arbeitsklima. Das kooperative Führen wird grundsätzlich als „das gesund­heitsge­rechte Führungs­verhalten“ angesehen. Eine Führungs­kraft führt dann gesund­heits­gerecht, wenn Mitarbeiter sich fair behandelt, sozial unterstützt, wertge­schätzt, fachlich geführt und in Veränderungs­prozesse einge­bunden fühlen. Die Führungs­kraft selbst wirkt hierbei als Vorbild: so wie sie mit sich selbst und anderen umgeht, wird das Verhalten auch auf sein Team abfärben. Das heißt auch, dass die Führungskraft in Situationen ange­messen führt, in denen klare Anwei­sungen notwendig sind, dabei aber auch ange­messene Spielräume zur Selbstentf­altung eingeräumt werden. Hierbei fühlen sich Mitarbeiter unterstützt und gut geführt, wenn ersichtlich ist, aus welchem Grund die Führungs­kraft in der Situation so gehandelt hat. Ein freundlicher Umgangs­ton, konkrete Rückmeldung zur Arbeit, ein konstruktiver Umgang mit Fehlern und eine ange­messene Wert­­schätzung der Leistung sind wichtige Stell­­schrauben für den Aufbau gegen­seitigen Respekts und sozialen Miteinanders. 

So unterstützt die AOK

Weitere Informationen zur gesunden Führung finden Sie hier.
Wie weit sind Sie beim gesundheitsförderlichen Führungsverhalten? Machen Sie den Selbsttest.

Die AOK bietet Unternehmen die Unterstützung in der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Dazu zählen Anregungen zu einer gesundheitsförderlichen Gestaltung von Tätigkeit und Arbeitsumfeld sowie  die Unterstützung von Führungskräften beim Thema gesundes Führen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren von Angeboten zu  Themen wie gesunde Verpflegung am Arbeitsplatz, Bewegungsförderung oder Stressprävention.

Ihr BGF-Ansprechpartner steht Ihnen bei Fragen zur Verfügung. 

Stand: 9/2017

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