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Studie zur Unternehmenskultur

Titelbild Fehlzeitenreport 2016

Unternehmenskultur beeinflusst die Gesundheit der Mitarbeiter

Eine Befragung im aktuellen Fehlzeiten-Report 2016 des WIdO bestätigt, dass eine positiv erlebte Unternehmenskultur mit einer besseren Gesundheit der Beschäftigten einhergeht als bei einer als schlecht eingeschätzten Unternehmenskultur.

Bei der repräsentativen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) wurden rund 2.000 Beschäftigte im Alter von 16-65 Jahren befragt. Hierbei wurden verschiedene Dimen­sio­nen von Unternehmens­kultur abgefragt, wie Führungsstil und Problem­löse­verhalten, Mitarbeiter­orientierung und Arbeits­klima, Entlohnungs­gerechtig­keit, Unternehmens­umwelt und Mitarbeiter­gesundheit. Machen Sie jetzt den Selbsttest, wie es um die Unternehmenskultur in Ihrem Unternehmen steht.

Demnach sind Mitarbeitern vor allem die Loyalität des Arbeitgebers (78 Prozent) und der Aspekt des Lobens (69 Prozent) im Arbeits­alltag wichtig. Diese und weitere Merkmale machen eine gesundheitsförderliche Unternehmens­kultur aus. Jedoch erleben nur 55 Prozent der Beschäftigten tatsächlich, dass der Arbeit­geber hinter ihnen steht, wie auch lediglich die Hälfte der Beschäftigten für gute Arbeit gelobt wird. Und das hat Folgen.

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Anteil der Befragten zur Wichtigkeit und zum Erleben besonders relevanter Aspkete von Unternehmenskultur

Die WIdO-Befragung zeigt, dass Beschäf­tigte, die ihre Unter­nehmens­kultur als schlecht empfinden, deutlich unzu­friedener mit ihrer eigenen Gesund­heit sind und häufiger über körper­liche und psychische Beschwer­den berichten, die im Zusammen­hang mit ihrer Arbeit stehen. So geht eine schlecht bewer­tete Unternehmens­kultur bei gut ein Viertel der Befragten mit gesund­heitlicher Unzu­friedenheit einher. Dieser Anteil ist damit dreimal so hoch wie in der Vergleichs­gruppe, die ihre Unternehmens­kultur positiv wahrnimmt.

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Gesundheitsindikatoren in Abhängigkeit von der Bewertung der Unternehmenskultur

Etwa doppelt so häufig wird bei einer schlechten Unter­nehmens­kultur über körperliche, aber auch psychische Beschwer­den berichtet, die im Zusammen­hang mit der Arbeitstätig­keit stehen. Dieser Unter­schied zeigt sich in der Anzahl der Arbeitsunfähig­keits­tage: Bei einer schlecht bewerteten Unternehmens­kultur hat nahezu jeder Dritte im letzten Jahr mehr als zwei Wochen im Betrieb gefehlt, während in der Gruppe mit einer positiv erlebten Unternehmens­kultur dies nur etwas mehr als jeder Sechste war. Interessanter­weise führt aber gerade eine als schlecht empfundene Unternehmens­kultur zu mehr Präsentismus: Beschäftigte gehen deutlich häufiger entgegen dem ärztlichen Rat krank zur Arbeit. 

Statement von Helmut Schröder, Stellvertretender Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) und Mitherausgeber des Fehlzeiten-Reports

„Es besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen der erlebten Unternehmenskultur und der Gesundheit von Beschäftigten. Gute Unternehmenskultur schafft und äußert sich durch eine Arbeitsumgebung, die von den Beschäftigten als fair, wertschätzend, sinnhaft, fördernd, richtungsweisend, konstruktiv und qualitätsorientiert erlebt wird. Dieser Rahmen kann einen Nährboden für gesundheitliches Wohlbefinden und die Freisetzung individueller Entwicklungspotenziale darstellen. Erwerbstätige in Deutschland gehen nach den Ergebnissen der amtlichen Zeitverwendungserhebung im Durchschnitt mehr als sieben Stunden pro Tag ihrer Haupterwerbstätigkeit nach und arbeiten im Durchschnitt mehr als zehn Jahre in ein und demselben Betrieb. Ein gutes Miteinander im Betrieb gehört nach den vorgestellten aktuellen Ergebnissen zu einer Kultur, welche die Gesundheit von Beschäftigten am Arbeitsplatz erhält und fördert. Eine gute Unternehmenskultur führt darüber hinausgehend zu einer engen Bindung der Beschäftigten an ihren Betrieb und lässt die Mitarbeiter bei guter Gesundheit hohe Leistungen erbringen. Mit gesunden Beschäftigten können Betriebe damit auch zukünftig erfolgreich am Markt bestehen.“

Weitere Informationen zum Fehlzeiten-Report finden Sie hier.

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