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Die Motorik erhalten

© shutterstock/gpointstudio
Die Motorik erhalten

Am Arbeitsplatz ist es wichtig, dass die Steuerung und Kontrolle von körperlichen Bewegungen im Zusammenspiel mit Sinnesrückmeldungen (Sensomotorik) optimal funktioniert.

Schwere Pakete im Lager tragen, komplexe Maschinen in Werkshallen steuern, Aktenordner in den Schrank räumen – es gibt vielerlei körperliche Herausforderungen, die im Arbeitsalltag automatisiert und teilweise auch unbewusst ablaufen. Verantwortlich dafür sind die sensomotorischen Fähigkeiten des Körpers, die Reize aufnehmen und steuern, um auf Einflüsse der Umwelt schnell und zielgerichtet reagieren zu können. Sensomotorische Fähigkeiten tragen dazu bei, unsere Bewegungen zu kontrollieren, an wechselnde Bedingungen anzupassen und Muskelaktivitäten aufeinander abzustimmen. Die modernen Lebens- und Arbeitsbedingungen bewirken jedoch, dass die Reizhäufigkeit und -intensität aufgrund von Bewegungsmangel und technischer Unterstützung durch Maschinen stetig abnimmt. Die Folge: eine Verschlechterung der sensomotorischen Fähigkeiten und dadurch eine eingeschränkte Körperwahrnehmung, die Einfluss auf eine korrekte Bewegungsausführung und den Gleichgewichtssinn haben kann.

Alle Branchen sind von der Sensomotorik betroffen

Diese Schwächen des sensomotorischen Systems können sich in vielen unterschiedlichen Facetten der Arbeitswelt bemerkbar machen und sich insbesondere auf Berufsgruppen mit körperlicher Arbeit auswirken. Falsche Bewegungsausführungen, beispielsweise bei Fließbandarbeit oder im Lager können zu Rückenschmerzen führen. Auch bei Berufen mit vorwiegend sitzender Tätigkeit, zum Beispiel im Büro oder bei Kraftfahrern, können eine falsche Körperhaltung und wenig Bewegungsausgleich zu einer einseitigen Belastung führen. Es drohen Verspannungen und Schmerzen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich.

Frühzeitige Prävention

Wird das sensomotorische System nicht trainiert, lassen die entsprechenden Fähigkeiten mit zunehmendem Alter kontinuierlich nach. Insbesondere die Sinneszellen nehmen an Qualität sowie Quantität ab und erschweren dadurch die optimale Wahrnehmung des eigenen Körpers und der Umwelt. Dieses Phänomen kennt man beispielsweise von der Altersweitsichtigkeit, einer Verschlechterung des Gleichgewichtssinns oder der Reaktionsfähigkeit. Um dem Alterungsprozess frühzeitig entgegenzuwirken, ist es ratsam, die Sensomotorik schon im frühen Stadium der Erwerbstätigkeit zu trainieren – am besten bereits in der Ausbildung. Die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen aus der Umwelt und die Umsetzung in eine optimale Körperhaltung und Bewegung bleiben so langfristig erhalten.  

Als Arbeitgeber unterstützen

Bewegte Belegschaft? Da Bewegungsmangel häufig der Hauptauslöser für sensomotorische Schwächen ist, sollte der Arbeitgeber für ausreichend Bewegung innerhalb der Belegschaft sorgen. Dies kann beispielsweise durch kurze Bewegungspausen geschehen. Wichtig dabei ist, dass die Beschäftigten ihren Körper bei den Bewegungsabfolgen wahrnehmen und trainieren, sodass die Sensomotorik nachhaltig verbessert wird. Hierzu können die Übungen des Posters (auf der Rückseite) genutzt werden. Aber auch die Arbeitsverhältnisse sollten so ausgelegt sein, dass sie einseitige körperliche Belastungen und Bewegungsmangel vermeiden. Büromitarbeiter, die ständig sitzen, profitieren von ergonomisch eingerichteten Arbeitsplätzen. Zusätzliche höhenverstellbare Tische sorgen dafür, dass die Mitarbeiter abwechselnd stehen und sitzen können. Des Weiteren sollte innerhalb des Betriebs eine Kultur der Bewegung aufgebaut werden. Hierzu kann die Einrichtung eines „aktiven Pausenraums“ beitragen, ausgestattet mit einer Tischtennisplatte, einem Tischkicker oder einer Dartscheibe.

RÜCKENaktiv im JOB

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Muskel-Skelett-Erkrankungen, die durch sensomotorische Schwächen hervorgerufen werden. Das für AOK-Versicherte kostenfreie AOK-Programm RÜCKENaktiv im Job wirkt dem präventiv entgegen. Hierbei werden individuelle Belastungsfaktoren erkannt und mithilfe von Tipps und Übungen für den Arbeitsplatz ausgeglichen. Das gesamte Programm dauert vier Wochen und beinhaltet Übungen für den Arbeitsplatz und Übungen plus Zusatzinformationen für zu Hause.

Stand: 3/2018

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