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Infektionen am Arbeitsplatz vorbeugen

© hxdbzxy / Thinkstock
Händewaschen

Winterzeit ist Erkältungszeit. Um die Ausbreitung leicht übertragbarer Infektionskrankheiten in der Belegschaft einzudämmen, können Arbeitgeber mit präventiven Maßnahmen entgegenwirken.

Einerseits ist es wichtig, Hygienestandards im Betrieb festzulegen, andererseits müssen Mitarbeiter für das Thema sensibilisiert werden. Den rechtlichen Rahmen bilden die soge­nannte Arbeitsstätten­verordnung sowie in einigen Branchen, wie Gastronomie oder im Gesund­heitsbereich, die Hygiene­vorschrift. Demnach muss der Arbeitgeber saubere Räumlichkeiten für die Mitarbeiter bereitstellen, Toiletten und Büro­räume reinigen lassen sowie für saubere Arbeits­flächen innerhalb des Betriebs sorgen. Aber auch Arbeit­nehmer haben Pflichten, die ebenfalls in der Hygiene­vorschrift festge­halten sind. So sind sie aufgefordert, am Arbeitsplatz saubere Kleidung zu tragen, die Hände regel­mäßig zu desinfizieren, in einigen Bereichen Arbeitshand­schuhe zu tragen sowie an betriebsärztlichen Unter­suchungen und Hygiene­schulungen teilzunehmen. Der Arbeitgeber sollte diese Pflichten zum Beispiel durch die Bereitstellung von Seifen­spendern, Desinfektions­mitteln und in einigen Branchen auch durch Arbeits­kleidung unterstützen.

Hygienefallen beachten

Wo sich Menschen im Betrieb aufhalten, gibt es auch Krankheitserreger. Denn viele Keime, Viren und Bakterien befinden sich im und am Körper und können durch Kontakt über Hände, Atemwege, Schleimhäute oder gemeinsam benutzte Gegenstände weitergegeben werden. In Büro­komplexen gibt es beispielsweise diverse Hygiene­fallen, die die Verbreitung von Krankheiten begünstigen. Gerade Tastaturen, PC-Mäuse, Telefon­hörer und Türklinken sollten häufig desinfiziert werden. Auch Kühlschränke, Kaffee­maschinen und Geschirr­tücher im Pausen­raum sind mit Keimen belastet. Um sich vor Erregern zu schützen, helfen regelmäßiges Hände­waschen sowie das Fernhalten der Hände aus dem Gesicht. Da Mitarbeitern dies jedoch oft nicht klar ist, können Arbeitgeber mit einfachen Mitteln mehr Bewusstsein für das Thema Hygiene schaffen. So können kostenlose Plakate und Aufkleber der Bundes­zentrale für gesundheitliche Aufklärung auf www.infektionsschutz.de herunter­geladen oder bestellt und weitere Tipps zum hygienischen Verhalten im Intranet, internen Newsletter, am Schwarzen Brett oder im nächsten Team­gespräch kommuniziert werden. Ein gemeinsamer Leitspruch wie „Viren haben hier keinen Platz“ kann die Belegschaft zusätzlich motivieren.

Kranke Mitarbeiter bleiben selten zu Hause

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen werden im Laufe der kalten Jahreszeit Beschäftigte husten und schniefen. Fast die Hälfte aller Arbeitnehmer geht trotz einer Erkältung oder leichten Grippe zur Arbeit. Das belegen Zahlen aus dem Fehlzeiten-Report 2016 des Wissen­schaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Vor allem Personen in beruflich höherer Stellung sind von diesem Phänomen, auch Präsentismus genannt, betroffen. Gründe hierfür fand der Deutsche Gewerkschafts­bund in einer repräsentativen Studie von 2015 heraus. So ist die Angst vor einer Kündigung sowie vor Mehrarbeit nach dem krankheits­bedingten Ausfall allgegenwärtig. Auch die Solidarität zu Kollegen, die die eigene Arbeit dann übernehmen müssen, wird genannt. Eigentlich gut gemeint, aber trotzdem kontra­produktiv. Denn gerade am Arbeitsplatz, wo viele Menschen auf engem Raum zusammen sind, verteilen sich Krankheit­serreger in kürzester Zeit. Die Folge: Aus einem erkälteten Mitarbeiter wird im schlimmsten Fall eine kranke Abteilung. Zudem nehmen Arbeit­nehmer eine Verschlechterung des Gesundheits­zustands sowie ein höheres Fehler- und Unfallrisiko, das beispiels­weise durch Unwohlsein oder Konzentrations­schwäche ausgelöst wird, in Kauf. Der durchschnittliche Produktivitäts­verlust eines Unter­nehmens durch Präsentis­mus liegt mit zwölf Prozent übrigens etwa dreimal so hoch wie durch krankheits­bedingte Fehlzeiten.

Gesunde Unternehmen mit der AOK aufbauen

Das Thema Hygiene am Arbeitsplatz hilft bei der Verhütung von Erkältungskrankheiten, die Sensibilisierung für Ansteckungsgefahren und Selbstfürsorge stärkt das Verantwortungsgefühl und verringert die Gefahr von Präsentismus. Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung kann die AOK bei der Informationsbeschaffung und Sensibilisierung der Mitarbeiter unterstützen. Hierzu eignet sich zum Beispiel ein AOK-Gesundheitstag zum gesundheitsgerechten Verhalten. Das Thema Hygiene kann hierbei durch die jeweilige Sicherheitsfachkraft oder den Betriebsarzt in Ihrem Unternehmen platziert werden. Sie erklären Hygienerisiken und -fallen sowie richtige Verhaltensweisen der Mitarbeiter, etwa im Umgang mit erkrankten Kollegen oder beim Hinterlassen der Arbeitsplätze und Pausenräume. Durch eine Arbeitsplatzbegehung der Fachkraft für Arbeitssicherheit, des Hygienebeauftragten oder Betriebsarztes kann herausgefunden werden, welche Räumlichkeiten und Arbeitsmittel wie häufig zu reinigen sind. Regelmäßige betriebsärztliche Untersuchungen verhindern zudem das Ausbrechen abteilungsübergreifender Erkrankungen und geben mögliche Rückschlüsse auf gesundheitliche Belastungen innerhalb des Betriebs. Eine zusätzliche Grippeschutzimpfung im Herbst, speziell zur Vorbeugung von Grippeerkrankungen, ist für gefährdete Zielgruppen wie Mitarbeiter ab 60 Jahren, Asthmatiker oder Diabetiker eine empfehlenswerte Option.

Stand: 11/2017

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