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Psychisch gesund im Erwerbsleben

© Shutterstock / Ivanko80
Psychisch gesund im Erwerbsleben

Die tägliche Arbeit hat Einfluss auf die körperliche und psychische Gesundheit, die in der modernen Arbeitswelt in den Fokus rücken. BGF hilft dabei, diese Belastungen zu reduzieren.

Während der Muskel- und Skelettapparat in der Arbeitswelt immer weniger durch schwere körperliche Arbeit gefordert wird, wächst die Anforderung an den psychischen Apparat des Menschen fortlaufend: Mehrere Arbeiten gleichzeitig erledigen, Mailfluten und häufige Unterbrechungen, Arbeiten unter Zeitdruck, zunehmende Arbeitsverdichtung oder grenzenloses Arbeiten sind Stressfaktoren, die von Beschäftigten zunehmend häufiger berichtet werden. Welchen Einfluss die Arbeitswelt aber auf unsere psychische Gesundheit nimmt, darüber wird zum Teil heftig gestritten. Arbeit sei sinnstiftend, sagen die Einen, belastend und krankmachend, sagen die Anderen. Beide haben Recht. Im Konzept der Betrieblichen Gesundheitsförderung ist daher beides verankert: Aufbau und Stärkung von Ressourcen und Schutzfaktoren und gleichzeitiger Abbau vorhandener Belastungen am Arbeitsplatz.

Risikofaktoren für die psychische Gesundheit

Der iga.Report 31 der Initiative Gesundheit und Arbeit hat eine Auflistung gesundheitsgefährdender Arbeitsbelastungen gemacht. Demnach sollten folgende Belastungen weitestgehend vermieden werden:

  • hoher Job Strain (die Kombination von geringem Handlungsspielraum und hoher Arbeitsintensität)
  • iso-strain (die Kombination von geringem Handlungsspielraum und hoher Arbeitsintensität bei gleichzeitig geringer sozialer Unterstützung)
  • hohe Arbeitsintensität
  • geringer Handlungsspielraum
  • Effort-Reward-Imbalance (Ungleichgewicht zwischen erlebter beruflich geforderter Leistung und dafür erhaltener Belohnung/Wertschätzung)
  • zeitbezogene Arbeitsbelastungen (durch Überstunden, Formen von Schichtarbeit)
  • geringe soziale Unterstützung
  • Rollenstress
  • aggressives Verhalten am Arbeitsplatz

Diese Auflistung berücksichtigt gut untersuchte Faktoren. Neuere Phänomene, die durch eine zunehmend digitale und Dienstleistungsgesellschaft auftreten, finden noch keine Berücksichtigung und müssen noch näher untersucht werden. Beispielsweise die wachsende Übergabe von Verantwortung an Beschäftigte durch das Führen mit Zielvereinbarungen, die sich in der Tendenz zu Selbstausbeutung und interessierter Selbstgefährdung zeigt und bislang nur bei Selbständigen zu beobachten war. Auch Themen wie Interaktions- und Emotionsarbeit, Mobilität und ständige Erreichbarkeit werden aktuell auf ihren Einfluss auf Beschäftigte diskutiert.

Ausweg Betriebliche Gesundheitsförderung

Diese Themen werden im Rahmen Betrieblicher Gesundheitsförderung behandelt. Prävention zielt primär darauf ab, Krankheiten zu verhindern und versucht durch den Abbau von Belastungen und Risikofaktoren Menschen vor negativen gesundheitlichen Folgen zu bewahren. Betriebliche Gesundheitsförderung geht aber noch weit darüber hinaus und folgt der Ottawa Charta der Weltgesundheitsorganisation (WHO) darin, dass Gesundheit mehr als die Abwesenheit von Krankheit ist und das vollständige Wohlbefinden anstrebt. BGF zielt somit auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen (Empowerment). Gesundheitsförderung folgt daher der Ressourcenorientierung. Die Frage „was hält uns am Arbeitsplatz gesund?“ ist eine Perspektive, die in deutschen Betrieben noch immer nicht gängig ist, aber beispielsweise in Gesundheitszirkeln Anwendung findet und so Ansätze für die Stärkung schon vorhandener Quellen von Arbeitsfreude, Lernchancen und Persönlichkeitsentwicklung in der Arbeit aufzeigt. 

Den kompletten Beitrag „Wie sich die Betriebliche Gesundheitsförderung positiv auf die psychische Gesundheit Beschäftigter auswirken kann“ von Patricia Lück lesen Sie als PDF im Magazin „Projekt Psychotherapie“.   

So unterstützt die AOK bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Die AOK bietet Unterstützung bei einer gesundheitsförderlichen Gestaltung der Arbeit und der Arbeitsplätze. Die Ermittlung psychischer Belastungen wie Zeitdruck, ständige Unterbrechungen oder Multitasking sowie der Aufbau einer gesunden Führungskultur sind Bestandteil der BGF. Kombiniert mit Kompetenzaufbau und Verhaltenstrainings der Belegschaft unterstützt die AOK beispielsweise beim Stress- und Ressourcenmanagement. Ihr BGF-Ansprechpartner steht Ihnen bei Fragen zur Verfügung. 

Stand: 4/2018

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Haben Sie Fragen? Ihr Ansprechpartner für Betriebliches Gesundheits­management bei Ihrer AOK hilft Ihnen gerne weiter.