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Expertentipp

Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen. Foto: Shironosov / Thinkstock
Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen.

Schritt für Schritt zurück in den Job

Ziel einer stufenweisen Wiedereingliederung ins Berufsleben ist es, den betroffenen Beschäftigten nach längerer Arbeitsunfähigkeit wieder vorsichtig an die berufliche Belastung zu gewöhnen und ihm so die Rückkehr ins aktive Erwerbsleben zu erleichtern. Dabei wird die berufliche Belastung über eine gewisse Zeit schrittweise gesteigert. 

Von der stufenweisen Wiedereingliederung profitieren sowohl der Arbeitgeber als auch der Beschäftigte. Zum einen steht Letzterer dem Arbeitgeber mit seiner Arbeitskraft und seinem Know-how wieder zur Verfügung. Zum anderen kann die aktive Teilhabe am Arbeitsleben die Genesung positiv unterstützen, da sie das Selbstwert- und Dazugehörigkeitsgefühl des betroffenen Arbeitnehmers fördert. Die stufenweise Wiedereingliederung (sogenanntes Hamburger Modell) kann der Arzt des erkrankten Beschäftigten gegenüber der Krankenkasse anregen oder der Arbeitgeber selbst im Rahmen eines betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) vorschlagen. Nur wenn dringende Gründe dagegen sprechen – etwa wenn bei Montagetätigkeiten Reisen notwendig werden –, kann der Arbeitgeber Einspruch gegen die Maßnahme erheben. 

Bei einer stufenweisen Wiedereingliederung erstellt der behandelnde Arzt zusammen mit dem Betroffenen einen Eingliederungsplan, der dem Arbeitgeber und der Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt wird. Im Eingliederungsplan werden eine reduzierte Arbeitszeit mit entsprechenden Intervallen, in denen die Arbeitsbelastung gesteigert werden soll, sowie zu vermeidende Belastungen am Arbeitsplatz festgelegt. Sollte die Steigerung der Arbeitszeit nicht konform zu der Genesung verlaufen, kann der Eingliederungsplan zusammen mit dem Arzt jederzeit angepasst werden.  

Während der stufenweisen Wiedereingliederung ist der Arbeitnehmer für den vollen Einsatz seiner Tätigkeit weiterhin arbeitsunfähig, er bezieht daher weiterhin Krankengeld von seiner Krankenkasse oder in bestimmten Fällen Übergangsgeld der Rentenversicherung.

Tipp: 
Möchte ein Arbeitgeber seinen Mitarbeiter während der Wiedereingliederung finanziell unterstützen und zahlt ihm freiwillig Arbeitsentgelt, ist dieses auf das Krankengeld anzurechnen. Das Krankengeld wird dann entsprechend gekürzt. Dies gilt allerdings nur, wenn das freiwillig gezahlte Arbeitsentgelt und das Krankengeld zusammen das Netto-Arbeitsentgelt um mehr als 50 Euro monatlich überschreiten. Bis zu dieser Grenze bleibt die freiwillige Zahlung ohne Auswirkungen auf das Krankengeld. Auch einmalig gezahltes Arbeitsentgelt wird nicht auf das Krankengeld angerechnet.


Stand: 12.01.2018

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