AOK Logo
AOK
Wählen Sie Ihre AOK
Baden-Württemberg Bayern Bremen-Bremerhaven Hssen Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Berlin Brandenburg Schleswig-Holstein Westfalen-Lippe Thüringen Sachsen Rheinland-Pfalz Saarland HamburgRheinland Sachsen-Anhalt
Willkommen bei Ihrer AOK für Unternehmen
Schrift anpassen: A-AA+

Pfadnavigation

Hauptinhalt

Umlagepflicht zur U2 in Werkstätten für behinderte Menschen

© Firma V / shutterstock
Umlagepflicht

Am 1. Januar 2018 ist das neue Mut­ter­schutz­­ge­setz in Kraft getreten. Das Gesetz hat auch Auswirkungen auf die Umlage­pflicht zur U2 in Werkstätten für behinderte Menschen.

 

Mit dem neuen Mutterschutzgesetz wurde der geschützte Personenkreis erweitert. Er gilt nun auch für Frauen mit Behinderung, die in einer Werkstatt für behinderte Men­schen beschäftigt sind. In der Konsequenz werden Werkstätten in Bezug auf ihre im Arbeitsbereich beschäftigten behinderten Menschen wie Arbeitgeber im Sinne des Mutterschutzgesetzes betrachtet. Bei Schwangerschaften von Frauen im Werkstattbereich müssen die Einrichtungen Mutterschutzlohn und einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zahlen.

 

Bislang wurde aufgrund der fehlenden Arbeitnehmereigenschaft eine Umlagepflicht zur U2 für die in den Arbeitsbereichen Beschäftigten verneint.

Ausweitung der Umlagepflicht in der U2

Durch die Ausweitung des geschützten Personenkreises im Mutterschutzgesetz kommt es auf die Arbeitnehmereigenschaft nicht mehr an. Deshalb sind für Beschäftigte in den Ar­beits­be­rei­chen der Werkstätten für behinderte Menschen seit 1. Januar 2018 Umlagen zur U2 ab­zu­füh­ren, und zwar für Männer genauso wie für Frauen.

 

Die Umlage U2 wird an die Krankenkasse abgeführt, bei der die Beschäftigten versichert sind. Die Umlagesätze werden individuell bei jeder Krankenkasse festgelegt. Be­mes­sungs­grund­la­ge sind die tatsächlichen Arbeitsentgelte der Beschäftigten.

 

Die Umlagepflicht zur U2 gilt nicht für Werkstattbeschäftigte im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich*

 

Erstattet werden der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, das bei Beschäftigungsverboten gezahlte Arbeitsentgelt (Mutterschutzlohn) und die auf die Arbeitsentgelte entfallenden Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.

Keine Änderung in der Umlagepflicht U1

In der U1, die die Entgeltfortzahlung im Fall der Arbeitsunfähigkeit abdeckt, ergeben sich keine Änderungen. Hier werden Beschäftigte im Werkstattbereich ohnehin berücksichtigt, nicht aber im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich.

 

* Im bis zu drei Monate dauernden Eingangsverfahren wird geklärt, ob die Werkstatt die geeignete Einrichtung für die behinderte Person ist. Der anschließend folgende Be­rufs­bil­dungs­be­reich gliedert sich in einen Grund- und Aufbaukurs, in denen berufliche Kennt­nis­se und Fertigkeiten vermittelt werden. Die beiden Kurse dauern jeweils 12 Monate.

Stand: 3.4.2018

Marginalinhalt

Firmenservice

Telefonsymbol

0800 1 23 23 18 (kostenfrei)
Mo – Fr 8 – 17 Uhr