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Präsentismus

Folgen von Präsentismus

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat in einer 2011 vorgelegten, umfassenden Studie mit dem Titel "Präsentismus. Ein Review zum Stand der Forschung" feststellen müssen, dass es so gut wie keine wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu gibt, welche konkreten gesundheitlichen Folgen es für einen Arbeitnehmer hat, wenn er wiederholt trotz einer Krankheit zur Arbeit geht. Die bislang wenigen verfügbaren wissenschaftlichen Studien zeigen aber zum einen, dass Mitarbeiter, die trotz Erkrankung zur Arbeit gehen, ein signifikant höheres Risiko haben, ihren eigenen Gesundheitszustand als schlecht oder eher schlecht einzustufen. Ferner habe sich gezeigt, dass es – in Abhängigkeit von der Erkrankung, der konkreten Tätigkeit, der jeweiligen Arbeitssituation und der Therapie – Auswirkungen auf die zukünftige Gesundheit hat, trotz einer Krankheit zu arbeiten, die Erkrankung zu verschleppen und nicht auszukurieren sowie die medizinische Behandlung hinauszuzögern oder ganz zu unterlassen. So ist davon auszugehen, dass sich durch Präsentismus bei einem eher schlechten Gesundheitszustand langfristig das Risiko zum Beispiel von Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöht. Zwei breit angelegte Studien weisen zudem auf einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Präsentismus und (späterer) Langzeit-Arbeitsunfähigkeit hin.

Das Thema Präsentismus wird auf der anderen Seite allerdings dadurch verkompliziert, dass es auch guten, sogenannten therapiebedingten Präsentismus gibt, dass also Arbeit auch salutogen, das heißt positiv auf den Krankheitsverlauf wirken kann. Für bestimmte Krankheitsbilder (psychische Erkrankungen, chronische Schmerzen, Rückenschmerzen) bestehen laut BAuA bereits medizinische Leitlinien, die eine Weiterführung der Arbeitstätigkeit vorsehen, um – zum Beispiel in Verbindung mit einem betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement – die Beschäftigungsfähigkeit des betroffenen Mitarbeiters zu erhalten.

Hohe Kosten für Arbeitgeber

Weit umfassender und ergiebiger sind nach den Erkenntnissen der BAuA-Wissenschaftler jene Forschungsarbeiten, die sich mit den betriebs- und volkswirtschaftlichen Kosten von Präsentismus beschäftigen – wenn sie auch überwiegend aus den USA stammen und die Befunde nicht einfach auf deutsche Verhältnisse übertragbar sind. Hier wie dort sind sich aber die Experten darin einig, dass es zu erheblichen Kostenbelastungen insbesondere für die Unternehmen kommt, wenn Beschäftigte trotz einer Krankheit zur Arbeit gehen. Denn dies führt unzweifelhaft zu Produktivitätsverlusten, weil die betroffenen Mitarbeiter in ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind und sich erkrankungsbedingt auch die Häufigkeit von Fehlern und das Risiko von Arbeitsunfällen erhöhen. Zu berücksichtigen sind auch jene Kosten, die dadurch entstehen, dass es infolge von Präsentismus zu einer späteren, dann unter Umständen umso längeren Krankschreibung oder gar dauerhaften Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters kommt. Bei Infektionen wiederum kann es zu einer Ansteckung anderer Mitarbeiter kommen, die dann ihrerseits ausfallen.

Alle bislang vorliegenden Erkenntnisse aus dem In- und Ausland lassen laut BAuA daher den Schluss zu, dass die Präsentismuskosten letztlich deutlich höher sind als die Kosten für krankheitsbedingte Fehlzeiten.

Eine – allerdings erst nach Veröffentlichung des BAuA-Präsentismusreviews – vorgestellte Studie der Unternehmensberatung Booz & Company für die Felix-Burda-Stiftung geht noch weit über diese Kostenschätzungen hinaus: Demnach belaufen sich die durchschnittlichen Kosten, die deutschen Unternehmen durch krankheitsbedingte Fehlzeiten entstehen, auf 1199 Euro pro Jahr und Mitarbeiter. Demgegenüber belaufen sich die Präsentismuskosten auf nicht weniger als 2399 Euro und sind somit doppelt so hoch.

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