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Projekt mit 22 niedersächsischen Unternehmen gestartet

Hannover, 9. August 2017. Die Arbeitswelt ist im Wandel. Die Digitalisierung verändert Unternehmen rasant und teils massiv - Arbeit wird flexibler, digitaler und vernetzter. Dies hat Auswirkungen auf die Beschäftigten und ihre Gesundheit.

Die AOK Niedersachsen hat heute den Startschuss für ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt gegeben, um die Chancen und Herausforderungen der veränderten Arbeitswelt auf die Beschäftigten und ihre Gesundheit zu untersuchen. „Wir sehen uns in der Verantwortung, rund um das Thema Arbeit 4.0 ganz gezielt den Aspekt Gesundheit zu thematisieren“, so Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen.

An dem Projekt nehmen 22 namhafte niedersächsische Unternehmen teil, in denen die Auswirkungen von digitalisierten Arbeitsprozessen in der Industrie und in anderen Branchen untersucht werden. Im Kern steht die Frage, wie sich ein betriebliches Gesundheitsmanagement weiterentwickeln muss, um auch in Zukunft wirksam zu bleiben. Hierfür werden Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.

Das Innovationsprojekt „Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0“ wurde in Partnerschaft mit dem Nieder­sächsischen Mini­sterium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, dem Nieder­sächsischen Ministerium für Soziales, Gesund­heit und Gleich­stellung sowie dem Bundes­ministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufen.

„Für die Landesregierung ist die Gestaltung guter digitaler Arbeits­bedingungen ein wesent­licher Baustein, um die Beschäftigungs­fähigkeit der Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer dauer­haft zu erhalten sowie die Arbeitsqualität nachhaltig zu verbessern“, sagt Wirtschafts- und Arbeits­minister Olaf Lies. Thorben Albrecht, Staats­sekretär im Bundes­ministerium für Arbeit und Soziales, erläutert: „Das BMAS unterstützt gerne als Kooperationspartner das Projekt ‚Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0‘ der AOK Niedersachsen. Gerade in einer immer stärker digitalisierten Arbeits­welt ist das Thema Gesund­heit bei der Arbeit von herau­sragender Bedeutung. Um zu wissen, wie eine gesund­heits­förder­­liche Arbeits­­welt 4.0 im Detail auszu­gestalten ist, müssen wir Verände­rungen beobachten, neue Ansätze erproben und diese wissen­schaftlich evaluieren. Hier geht die AOK in Nieder­sachsen mit ihrem Projekt genau in die richtige Richtung.“

Das Projekt wird sozialpartnerschaftlich begleitet und von den Unternehmer­verbänden Niedersachsen sowie dem Deutschen Gewerkschafts­bund Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt unterstützt. „Wir möchten mit dem Projekt herausfinden, wo und wie die Digitalisierung die gesund­heitlichen Ressourcen und Belastungen in der Arbeitspraxis verändert“, so Hartmut Tölle, DGB-Bezirks­vor­sitzen­der, und Dr. Volker Müller, Haupt­geschäfts­führer der Unternehmer­verbände Niedersachsen. „Ziel ist, insbesondere im digitalen Wandel neue Wege und Angebote zu finden, mit denen Arbeitgeber die Gesundheit der Beschäftigten künftig auch unter den veränderten Rahmen­bedingungen fördern können.“

Das Vorhaben wird vom Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) wissenschaftlich begleitet. Das Institut hat ein hohes Renommee, jahrzehntelange Erfahrung in arbeitswissen­schaftlichen Fragen und begleitet die nieder­sächsische Wirtschaft auch in Industrie 4.0-Projekten. Die Wissen­schaftler werden vertieft untersuchen, welche Auswirkungen der digitale Wandel tat­sächlich hat und wie sich Betriebe auf­stellen können, um Belastungen zu vermei­den und Ressourcen zu stärken. Die Evaluations­ergebnisse werden vom SOFI unabhängig publiziert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Die teilnehmenden Unternehmen:

 1 Agrarfrost GmbH & Co. KG, Wildeshausen
 2 Alte Oldenburger Krankenversicherung AG, Vechta
 3 Arconic Fastening Systems & Rings, Hildesheim
 4 Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG, Melle
 5 BÜFA GmbH & Co. KG, Oldenburg
 6 Clavey Automobil Dienstleistungs GmbH & Co. KG, Braunschweig
 7 Forbo Siegling GmbH, Hannover
 8 Hellmann Worldwide Logistics Road & Rail GmbH & Co. KG, Osnabrück
 9 Fahrzeugwerk Bernard KRONE GmbH & Co. KG, Werlte
10 KRH Klinikum Region Hannover, Hannover
11 Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Hannover
12 Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover
13 Kurbetriebsgesellschaft Bad Zwischenahn mbH, Bad Zwischenahn
14 Rossmann GmbH, Burgwedel
15 Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg
16 Sennheiser electronic GmbH & Co. KG, Wedemark
17 Sieb & Meyer AG, Lüneburg
18 Stiebel Eltron GmbH & Co. KG, Holzminden
19 Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, Göttingen
20 Vilsa-Brunnen - Otto Rodekohr GmbH, Bruchhausen-Vilsen
21 Wentronic GmbH, Braunschweig
22 ZF Friedrichshafen AG, Lemförde

Hier finden Sie die Pressemappe zum Thema und den Flyer „Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0“.

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