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Arbeitsentgelt

Pauschal besteuerte Bezüge

Möchte der Arbeitgeber sich die Arbeit etwas erleichtern und darüber hinaus auch noch Beiträge sparen, hat er die Möglichkeit, bestimmte Einnahmen und Zuwendungen pauschal zu versteuern. Die Lohn­steuer wird in diesen Fällen nicht nach den individuellen Lohnsteuer­merkmalen des Arbeit­nehmers, sondern mit einem festen Steuersatz erhoben. Diese pauschal besteuerten Bezüge werden nicht dem Arbeits­entgelt zugerechnet.

Bei der Pauschalierung der Lohnsteuer unterscheidet man zwischen einer Pauschalierung der Lohn­steuer für den gesamten Arbeitslohn (nur möglich bei Aushilfs­kräften und Teilzeit-beschäftigten) und der Pauschalierung von Teilen des Arbeits­lohns. Weiterhin wird unterschieden zwischen einer Pauschalierung der Lohnsteuer mit festen Pauschsteuer­sätzen und einer Pauscha­lierung mit besonders ermittelten Pausch­steuersätzen. Auf Antrag des Arbeitgebers ist eine Pauschalierung sonstiger Bezüge (in der Sozialversicherung: einmalig gezahltes Arbeitsentgelt) mit besonders ermittelten Pauschsteuersätzen möglich, wenn bestimmte Voraus­­setzungen erfüllt werden. Beitragsfreiheit in der Sozialv­ersicherung kann nur in seltenen Ausnahme­fällen eintreten.

Eine erst im Nachhinein geltend gemachte Steuer­freiheit bzw. Pauscha­lbesteuerung führt nicht automatisch dazu, dass für steuer- und beitragsp­flichtig abgerechnete Arbeitsent­geltbestand­teile Sozial­versicherungs­beiträge zu erstatten sind. Eine Beitrags­erstattung kommt nur in Betracht, wenn

  • die Möglichkeit der Steuerfreiheit bzw. Pauschalbesteuerung im Nac­hhinein geltend gemacht wird und
  • der Arbeitgeber die von ihm vorgenommene steuer­rechtliche Behandlung noch ändern kann.

Die lohnsteuerpflichtige Behandlung von Arbeitsentgelt­bestand­teilen kann grundsätz­lich nur bis zur Erstellung der Lohnsteuer­bescheinigung geändert werden, also bis zum 28. Februar des Folgejahres.

Nicht alle nach dem Steuerrecht möglichen Pauschal­besteuerungen bewirken, dass Einnahmen in der Sozial­versicherung nicht dem Arbeits­entgelt zuzuordnen sind. Vielmehr lösen nur solche Pauschal­besteuerungen Beitrags­freiheit aus, die in der SvEV unter den dort zusätzlich genannten Voraus­setzungen aufgeführt sind. Somit haben beispielsweise Pauschal­besteuerungen nach § 40a EStG (Pauschsteuer für Minijobber) auf die hiervon betroffenen Einnahmen keine beitrags­rechtlichen Auswirkungen. Diese Einnahmen gehören trotz Pauschal­besteuerung zum beitragspflichtigen Arbeitsentgelt.

Der Arbeitgeber ist Schuldner der pauschalen Lohnsteuer. Grundsätzlich trägt er diese im Innenverhältnis, kann sie aber zulässig durch arbeitsvertragliche Regelung auf den Arbeitnehmer abwälzen. In diesem Fall muss er sie vom Nettolohn des Arbeitnehmers abziehen, denn die auf den Arbeitnehmer abgewälzte pauschale Lohnsteuer darf nicht den steuer- und beitragspflichtigen Arbeitslohn mindern. Diese Möglichkeit besteht übrigens auch bei geringfügig Beschäftigten. Nur bei einer hinreichend deutlichen Nettolohnvereinbarung muss der Arbeitgeber die Lohnsteuer selbst tragen.

Weitere Informationen zu den Themen:

Stand: 6.3.2017

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