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Arbeitsentgelt

Pauschal besteuerte Bezüge

Möchte der Arbeitgeber sich die Arbeit etwas erleichtern und darüber hinaus auch noch Beiträge sparen, hat er die Möglichkeit, bestimmte Einnahmen und Zuwendungen pauschal zu versteuern. Die Lohnsteuer wird in diesen Fällen nicht nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen des Arbeitnehmers, sondern mit einem Durchschnitts- oder einem festen Steuersatz erhoben. Diese pauschal besteuerten Bezüge werden nicht dem Arbeitsentgelt zugerechnet. 

Bei der Pauschalierung der Lohnsteuer unterscheidet man zwischen einer Pauschalierung der Lohnsteuer für den gesamten Arbeitslohn (nur möglich bei Aushilfskräften und Teilzeit­beschäftigten) und der Pauschalierung von Teilen des Arbeitslohns. Weiterhin wird unterschieden zwischen einer Pauschalierung der Lohnsteuer mit festen Pauschsteuersätzen und einer Pauschalierung mit besonders ermittelten Pauschsteuersätzen.

Eine erst im Nachhinein geltend gemachte Steuerfreiheit bzw. Pauschalbesteuerung führt nicht dazu, dass für steuer- und beitragspflichtig abgerechnete Arbeitsentgeltbestandteile Sozialversicherungsbeiträge zu erstatten sind, wenn der Arbeitgeber die vorgenommene steuerpflichtige Erhebung nicht mehr ändern kann. 

Nicht alle Pauschalbesteuerungen, die nach dem Steuerrecht möglich sind, bewirken, dass Einnahmen in der Sozial­versich­erung nicht dem Arbeitsentgelt zuzuordnen sind. Vielmehr können nur solche Pauschalbesteuerungen, die in der SvEV aufgeführt sind, unter den darin zusätzlich genannten Voraussetzungen eine Beitragsfreiheit auslösen. Somit haben beispielsweise Pauschalbesteuerungen nach § 40a EStG (Pauschsteuer für Minijobber) auf die hiervon betroffenen Einnahmen keine beitragsrechtlichen Auswirkungen. Diese Einnahmen gehören trotz Pauschalbesteuerung zum beitragspflichtigen Arbeitsentgelt.

Der Arbeitgeber ist Schuldner der Lohnsteuer. Grundsätzlich trägt er diese im Innenverhältnis, kann sie aber zulässig durch arbeitsvertragliche Regelung auf den Arbeitnehmer abwälzen. In diesem Fall muss er sie vom Nettolohn des Arbeitnehmers abziehen, denn die auf den Arbeitnehmer abgewälzte pauschale Lohnsteuer darf nicht den steuer- und beitragspflichtigen Arbeitslohn mindern. Diese Möglichkeit besteht übrigens auch bei geringfügig Beschäftigten. Nur bei einer hinreichend deutlichen Nettolohnvereinbarung muss der Arbeitgeber die Lohnsteuer selbst tragen.

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Stand: 1.1.2016

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