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Kurzarbeit und Schlechtwetter

Höhe des Kurzarbeitergelds

Kurzarbeitergeld und Saison-Kurzarbeitergeld bieten einen Ausgleich für das durch den Arbeitsausfall ausgefallene Arbeitsentgelt.

Die Höhe des jeweiligen Kurzarbeitergelds bemisst sich nach

  • der Nettoentgeltdifferenz im Anspruchszeitraum und
  • dem Leistungssatz.

 

Die Nettoentgeltdifferenz im Anspruchszeitraum entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem pauschalierten Nettoentgelt aus dem Soll-Entgelt und dem pauschalierten Nettoentgelt aus dem Ist-Entgelt.

Das Kurzarbeitergeld beträgt 67 Prozent dieser Nettoent­geltdifferenz (Leistungssatz 1) bei Arbeitnehmern

  • mit einem Kinderfreibetrag mit einem Zähler von mindestens 0,5 oder
  • bei denen ein zu berücksichtigendes Kind durch eine Bescheinigung der Agentur für Arbeit nachgewiesen ist.

 

Bei allen anderen Arbeitnehmern beträgt das Kurzarbeitergeld 60 Prozent der Netto­entgelt­differenz (Leistungssatz 2).

Soll-Entgelt ist das Bruttoarbeitsentgelt, das der Arbeitnehmer ohne den Arbeitsausfall im Anspruchszeitraum erzielt hätte. Nicht berücksichtigt werden hierbei Arbeitsentgelt für Mehrarbeit und auch einmalig gezahltes Arbeitsentgelt. Das Soll-Entgelt wird bis zur geltenden Beitragsbemessungsgrenze der Arbeitslosenversicherung berücksichtigt.

Ist-Entgelt ist das im jeweiligen Anspruchszeitraum erzielte gesamte beitragspflichtige Bruttoarbeitsentgelt. Bei der Ermittlung dieses Wertes werden alle dem Arbeitnehmer zustehenden Entgeltteile einschließlich der Arbeitsentgelte für Mehrarbeit berücksichtigt. Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt wird nicht berücksichtigt.

Sowohl Soll-Entgelt als auch Ist-Entgelt werden auf den nächsten durch 20 teilbaren Euro-Betrag gerundet.

Der Arbeitgeber hat das Kurzarbeitergeld kostenlos zu errechnen und an die betroffenen Arbeitnehmer auszuzahlen. Für die Berechnung erhält der Arbeitgeber nach seiner Anzeige über die jeweilige Kurzarbeit von der Agentur für Arbeit eine Tabelle, mit deren Hilfe er anhand der maßgebenden Lohnsteuerklasse des Arbeitnehmers das infrage kommende pauschalierte Nettoentgelt (Leistungsentgelt) aus dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt im Anspruchszeitraum ablesen kann. Die Differenz ergibt das für diesen Zeitraum auszuzahlende Kurzarbeitergeld des Arbeitnehmers.

 pauschaliertes Nettoentgelt aus dem Soll-Entgelt*
./.pauschaliertes Nettoentgelt aus dem Ist-Entgelt*
=auszuzahlendes Kurzarbeitergeld

* (Leistungssatz 1 bzw. 2)

Das verauslagte Kurzarbeitergeld wird dem Arbeitgeber auf seinen Antrag hin von der Agentur für Arbeit erstattet.

Weitere Informationen zu den Themen:

Stand 1.1.2016

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