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Kurzarbeit und Schlechtwetter

Höhe des Kurzarbeiter- und Saison-Kurzarbeitergeldes

Kurzarbeiter und Saison-Kurzarbeitergeld bieten einen Ausgleich für das durch den Arbeitsausfall ausgefallene Arbeitsentgelt. Die Höhe des jeweiligen Kurzarbeitergelds bemisst sich nach 

  • der Nettoentgeltdifferenz im Anspruchszeitraum und
  • dem Leistungssatz.

 

Mit Nettoentgeltdifferenz ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem pauschalierten Nettoentgelt aus dem Soll-Entgelt und dem pauschalierten Nettoentgelt aus dem Ist-Entgelt gemeint. Bei der Ermittlung des Soll-Entgelts und bei der Ermittlung des Ist-Entgelts bleiben Einmalzahlungen außer Betracht, weil eine Berücksichtigung bei der Leistungsbemessung zu einer geringeren Leistungshöhe führen würde. Soll-Entgelt und Ist-Entgelt werden auf den nächsten durch 20 teilbaren Euro-Betrag gerundet. Die Rundung ist aber nicht für die Berechnung der Beiträge vorzunehmen.

Das pauschalierte monatliche Nettoentgeltwird wird ermittelt, in dem das gerundete Soll-und das gerundete Ist-Entgelt um folgende pauschalierte Abzüge vermindert wird:

  • Sozialversicherungspauschale in Höhe von 21 %
  • Lohnsteuer nach der Lohnsteuerklasse
  • Solidaritätszuschlag.

 

Soll-Entgelt ist hierbei das Bruttoarbeitsentgelt, das der Arbeitnehmer ohne den Arbeitsausfall in dem Anspruchszeitraum erzielt hätte. Es sind nur Entgeltbestandteile zu berücksichtigen, die beitragspflichtige Einnahmen im Sinne des SGB III darstellen. Sachbezüge sind mit dem Wert zu berücksichtigen, der sich aus der Sozialversicherungsentgeltverordnung ergibt. Arbeitsentgelte für Mehrarbeit werden ebenso wie die bereits erwähnten einmalig gezahlten Arbeitsentgelte nicht berücksichtigt.

Bei Arbeitnehmern, die unabhängig von der Zahl der monatlichen Arbeitsstunden regelmäßig ein gleichbleibendes monatliches Arbeitsentgelt erhalten, wird dieses monatliche Arbeitsentgelt als Soll-Entgelt für die Dauer der Kurzarbeit berücksichtigt. Änderungen der Berechnungsgrundlage werden von dem Zeitpunkt an berücksichtigt, ab dem sie wirksam werden.

 

Ist-Entgelt ist das im jeweiligen Anspruchszeitraum erzielte gesamte beitragspflichtige Bruttoarbeitsentgelt. Hierbei werden alle dem Arbeitnehmer zustehenden Entgeltteile einschließlich der Arbeitsentgelte für Mehrarbeit berücksichtigt. Auch arbeitsrechtlich zustehende, aber nicht gezahlte Mehrarbeitszuschläge sind fiktiv beim Ist-Entgelt zu berücksichtigen. Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt ist hier ebenfalls nicht zu berücksichtigen. Auch Arbeitsentgelt, das einem anderen Lohnabrechnungszeitraum als dem aktuellen Kalendermonat zuzuordnen ist (z. B. Nachzahlungen), ist bei der Ermittlung des Ist-Entgelts in diesem Kalendermonat nicht zu berücksichtigen. Das Kurzarbeitergeld beträgt 67 % der Nettoentgeltdifferenz im Anspruchszeitraum (Leistungssatz 1) bei Arbeitnehmern,

  • mit einem Kinderfreibetrag mit einem Zähler von mindestens 0,5 oder
  • bei denen ein zu berücksichtigendes Kind durch eine Bescheinigung der Agentur für Arbeit nachgewiesen ist.

 

Für alle anderen Arbeitnehmer gilt der Leistungssatz 2 in Höhe von 60 %.

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Stand: 1.1.2015

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Broschüre Kurzarbeit

Titelbild AOK Broschüre Kurzarbeit und Schlechtwetter

Umfassende Informationen zum Thema Kurzarbeit und Schlechtwetter.