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Minijobs

Feststellung von Mehrfach­beschäf­tigun­gen

Arbeitgeber erstellen Meldungen und führen Beiträge ab. Dieser Grundsatz gilt für alle Beschäftigten, nicht nur für Minijobber. Wichtig bei letzteren ist allerdings, ob Vorbeschäftigungen oder weitere Beschäftigungen bestehen. Denn nur mit dieser Kenntnis kann der Arbeitgeber die richtige Entscheidung treffen.

Stellt die Minijob-Zentrale oder ein Rentenversicherungsträger fest, dass im Wege der Zusammenrechnung Versicherungspflicht vorliegt, tritt selbige nicht rückwirkend, sondern mit der Bekanntgabe des Bescheides ein. Diese „Amnestieregelung“ gilt nach ausdrücklicher gesetzlicher Bestimmung nicht, wenn der Arbeitgeber vorsätzlich oder grob fahrlässig versäumt hat, den Sachverhalt für die versicherungsrechtliche Beurteilung aufzuklären.

Beispiel

Eine Raumpflegerin arbeitet beim Arbeitgeber A gegen ein monatliches Arbeitsentgelt von 440 Euro. Sie wird als geringfügig entlohnt Beschäftigte bei der Minijob-Zentrale gemeldet.

Am 1.8.2014 nimmt sie beim Arbeitgeber B eine weitere Beschäftigung als Tresenbedienung gegen ein monatliches Entgelt von 420 Euro auf. Die Frage des Arbeitgebers nach dem Vorliegen von weiteren Beschäftigungen wurde verneint. Arbeitgeber B meldet der Minijob-Zentrale ebenfalls eine geringfügige Beschäftigung.

Die Minijob-Zentrale stellt im Oktober 2014 wegen Überschreitens der Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro die Versicherungspflicht fest. Die Arbeitgeber werden mit Bescheiden vom 9.10.2014 informiert, dass die Arbeitnehmerin zum 12.10.2014 bei der Minijob-Zentrale abzumelden ist und ab 13.10.2014 Versicherungspflicht besteht, wodurch eine Anmeldung bei der zuständigen Krankenkasse erforderlich wird.

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Stand: 01.01.2014

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Broschüre Minijobs

pa Broschüre 2014 - Minijobs

Informationen zur sozialversicherungs-rechtlichen Beurteilung von geringfügig Beschäftigten.