AOK
Baden-Württemberg Bayern Bremen-Bremerhaven Hssen Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Berlin Brandenburg Schleswig-Holstein Westfalen-Lippe Thüringen Sachsen Rheinland-Pfalz Saarland HamburgRheinland Sachsen-Anhalt

Willkommen bei Ihrer AOK für Unternehmen

Schrift anpassen: A-AA+

Pfadnavigation

Hauptinhalt

Minijobs

Mehrere Beschäftigungen

Bei der Prüfung, ob die Zeiträume von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen eingehalten oder überschritten werden, sind die Zeiten mehrerer aufeinanderfolgender kurzfristiger Beschäftigungen zusammenzurechnen – und zwar unabhängig davon, ob sie geringfügig entlohnt oder mehr als geringfügig entlohnt sind.

Dies gilt auch dann, wenn die einzelnen Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeitgebern ausgeübt werden. Jeweils bei Beginn einer neuen Beschäftigung ist daher zu prüfen, ob diese zusammen mit den schon im Laufe eines Kalenderjahres ausgeübten Beschäftigungen die Zeitgrenze von 3 Monaten beziehungsweise 70 Arbeitstagen überschreitet.

Bei der Zusammenrechnung von kurzfristigen Beschäftigungen sind auch solche zu berücksichtigen, die über den Jahreswechsel andauern.

Beispiel

Eine Hausfrau nimmt am 1.12.2014 eine Beschäftigung gegen ein monatliches Arbeitsentgelt von 1.000 Euro (5-Tage-Woche) auf. Die Beschäftigung ist von vornherein bis zum 28.02.2015 befristet. Vorbeschäftigungszeiten liegen nicht vor.

Die am 1.12.2014 aufgenommene Beschäftigung ist nicht kurzfristig und damit sozialversicherungspflichtig. Es steht zu Beginn fest, dass die bis zum 31.12.2014 zulässige Zeitdauer von zwei Monaten überschritten wird. Aufgrund der gesetzlichen Neuregelung ist für die Zeit ab 1.1.2015 die Beschäftigung neu zu beurteilen.

Ab dem 1.1.2015 liegt eine kurzfristige Beschäftigung vor, weil die Beschäftigungsdauer seit ihrem Beginn (1.12.2014) nicht mehr als drei Monate beträgt. Die Beschäftigung ist vom 1.1.2015 bis 28.2.2015 versicherungsfrei in der Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie nicht versicherungspflichtig in der Pflegeversicherung.

Beginnt eine kurzfristige Beschäftigung in einem Kalenderjahr, in dem die Dauer von 3 Monaten beziehungsweise 70 Arbeitstagen zusammen mit den Vorbeschäftigungen überschritten wird, besteht für die gesamte Dauer der Beschäftigung Versicherungspflicht – auch für den über den Jahreswechsel hinausgehenden Teil.

Beispiel

Eine Verkäuferin nimmt am 1.12.2015 eine bis zum 31.1.2016 befristete Beschäftigung auf. Das Arbeitsentgelt beträgt monatlich 900 Euro. Vom 1.7. bis 31.8.2015 wurde bereits eine kurzfristige Beschäftigung ausgeübt.

Das Beschäftigungsverhältnis unterliegt vom 1.12.2015 bis 29.2.2016 der Versicherungspflicht.

Ist das Zeitlimit von 3 Monaten beziehungsweise 70 Arbeitstagen bei Beginn der kalenderjahrüberschreitenden Beschäftigung zusammen mit Vorbeschäftigungen noch nicht erreicht, bleibt die Beschäftigung über die Jahresgrenze versicherungsfrei, wenn sie für sich auf 3 Monate beziehungsweise 70 Arbeitstage befristet ist.

Beispiel

Eine Verkäuferin nimmt am 1.12.2015 eine bis zum 29.2.2016 befristete Beschäftigung auf. Das Arbeitsentgelt beträgt monatlich 900 Euro. Vom 1.7. bis 31.7.2015 wurde bereits eine kurzfristige Beschäftigung ausgeübt.

Bei der am 1.12.2015 aufgenommenen Beschäftigung handelt es sich um eine kurzfristige versicherungsfreie Beschäftigung.

Stand: 1.1.2015

Marginalinhalt

Kostenfreie Hotline

AOK-Service-Telefon
0800 2650800 (kostenfrei)

Aus dem Ausland erreichbar
Tel.: +49 331 2772-1111
(zum Tarif des ausländischen Telefonanbieters)

Broschüre Minijobs

Informationen zur sozialversicherungs-rechtlichen Beurteilung von geringfügig Beschäftigten.