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Minijobs

Überschreiten der Zeitgrenzen

Überschreitet eine kurzfristige Beschäftigung entgegen der ursprünglichen Erwartung die Zeitgrenze von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen, so tritt vom Tage des Überschreitens an Versicherungspflicht ein.

Beispiel

Ein Bezieher einer Altersrente wird als Nachtportier befristet vom 1.4. bis 30.6.2015 eingestellt. Das monatliche Arbeitsentgelt beträgt 500 Euro. Am 6.6.2015 wird das Beschäftigungsverhältnis bis zum 31.7.2015 verlängert.

Das Beschäftigungsverhältnis ist vom 1.4. bis zum 5.6.2015 wegen Kurzfristigkeit versicherungsfrei. Vom 6.6. bis zum 31.7.2015 besteht Versicherungspflicht.

Diese Rechtsfolgen treten aber nicht ein, wenn die Beschäftigung zugleich die Merkmale einer geringfügig entlohnten Beschäftigung aufweist, also ein monatliches Arbeitsentgelt von 450 Euro nicht überschritten wird.

Beispiel

Eine familienversicherte Verkäuferin arbeitet jeweils in einer 6-Tage-Woche befristet.

vom 2.5. bis zum 27.6.2015

57 Kalendertage

gegen ein monatliches Arbeitsentgelt von

720 Euro

vom 1.8. bis zum 26.9.2015

57 Kalendertage

gegen ein monatliches Arbeitsentgelt von

310 Euro

 

Die zweite Beschäftigung ist keine kurzfristige Beschäftigung, weil bei ihrem Beginn feststeht, dass sie zusammen mit der ersten Beschäftigung die Zeitgrenze von 90 Kalendertagen überschreitet. Es handelt sich aber um eine geringfügig entlohnte und damit versicherungsfreie Beschäftigung (Ausnahme Rentenversicherung), weil das monatliche Arbeitsentgelt 450 Euro nicht übersteigt.

Stand: 1.1.2015

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Broschüre Minijobs

Informationen zur sozialversicherungs-rechtlichen Beurteilung von geringfügig Beschäftigten.