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Mutterschutz

Elterngeld

Elterngeld erhalten Erwerbstätige, Selbstständige, erwerbslose Elternteile, Studierende und Auszubildende. Berücksichtigt werden nicht nur leibliche Eltern, sondern auch Adoptiveltern, Pflegeeltern und in Ausnahmefällen Verwandte dritten Grades. Voraussetzung für den Bezug von Elterngeld ist, dass die betreffenden Eltern im Bezugszeitraum keine oder keine volle Erwerbstätigkeit ausüben.

Höhe des Elterngeldes

Das Elterngeld orientiert sich – anders als das frühere Erziehungsgeld – am individuellen Einkommen und nicht am Familieneinkommen. Als Einkommen gelten die positiven Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Für Kinder, die nach dem 31.12.2012 geboren wurden, ist die Berechnung des Elterngeldes neu geregelt worden.

Aus den monatlichen Lohn- und Gehaltsbescheinigungen des Arbeitgebers wird als einziger Wert nur noch das Bruttoarbeitsentgelt übernommen. Von diesem Bruttobetrag werden Steuern und Sozialabgaben mit Pauschalsätzen abgezogen und so ein fiktives Nettoeinkommen berechnet.

Für Sozialabgaben beträgt der Pauschalabzug insgesamt 21 %.

Zum Vergleich: die tatsächlichen Sozialabgaben betragen ab 1.1.2014 einschließlich des neuen höheren Pflegebeitragssatzes lediglich 20,175 %. Für Werbungskosten wird nur der Arbeitnehmer-Pauschbetrag mit einem Zwölftel abgezogen. Steuerfreibeträge werden nicht mehr berücksichtigt. Für die Berechnung des pauschalen Steuerabzugs ist grundsätzlich die Steuerklasse in der letzten Gehaltsabrechnung vor der Geburt des Kindes maßgebend. Ein Steuerklassenwechsel ist zwar weiterhin möglich und erlaubt, wirkt sich bei der Elterngeldberechnung aber nur aus, wenn der Wechsel mindestens sieben Monate vor dem Geburtsmonat des Kindes erfolgte.

Unberücksichtigt beim Bemessungszeitraum bleiben weiterhin Wehr- und Zivildienstzeiten. Ebenso zählen Monate, in denen das Einkommen schwangerschaftsbedingt gekürzt war oder Elterngeld bezogen wurde, nicht mit.

Das Elterngeld wird in Höhe von mindestens 300 Euro monatlich gezahlt. Auch dann, wenn vor der Geburt kein Einkommen erzielt wurde. Für Erwerbstätige wird Elterngeld in Höhe von 67 % – ab einem Nettolohn von 1.240 Euro noch 65 % – des in den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat der Geburt des Kindes durchschnittlich erzielten, um pauschale Abzüge für Steuern und Sozialabgaben geminderten monatlichen (Brutto-)Einkommens aus Erwerbstätigkeit gezahlt. Dies gilt für volle Monate, in denen nach der Geburt kein eigenes Einkommen erzielt wird. Der Höchstbetrag liegt bei monatlich 1.800 Euro. Liegt das Einkommen vor der Geburt unterhalb von 1.000 Euro, erhöht sich der Prozentsatz schrittweise auf bis zu 100 % bei einem Einkommen von 340 Euro.

Bei Teilzeittätigkeit von nicht mehr als 30 Wochenstunden im Monatsdurchschnitt erhält die Betreuungsperson grundsätzlich 67 % des entfallenden Teileinkommens.

Solange mindestens noch ein Kind unter drei oder zwei Geschwisterkinder unter sechs Jahren mit im Haushalt leben, können Eltern einen „Geschwisterbonus“ erhalten. Dieser beträgt 10 % des für das Neugeborene zustehenden Elterngeldes, mindestens aber 75 Euro/Monat. Bei Mehrlingsgeburten werden für das zweite und jedes weitere Kind zusätzlich zum Elterngeld je 300 Euro gezahlt.

Anrechnung anderer Leistungen

Andere Leistungen wie zum Beispiel das Mutterschaftsgeld werden auf das Elterngeld angerechnet. Bei Bezug von Sozialleistungen – wie etwa Arbeitslosengeld, Krankengeld, Erwerbsminderungsrente – bleiben grundsätzlich 300 Euro Elterngeld je Kind anrechnungsfrei. In Fällen, in denen Anspruchsberechtigte halbes Elterngeld für die doppelte Dauer beziehen, halbieren sich bei der Einkommensermittlung die nicht zu berücksichtigenden Beträge. Sie werden also zusätzlich zu anderen Sozialleistungen gezahlt.

Auf das ALG II wird Elterngeld als Einkommen angerechnet. Ausnahme: Bezieher von ALG II, die vor der Geburt des Kindes eine Erwerbstätigkeit ausgeübt (sog. „Aufstocker“), erhalten einen „Elterngeldfreibetrag“ von bis zu 300 Euro mtl., der sich an dem vor der Geburt erzielten Einkommen orientiert.

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Stand: 10.01.2014

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Titelbild AOK Broschüre Mutterschutz und Ausgleichsverfahren

Grundlegende Informationen über Elternzeit, Elterngeld und zu den Vorschriften zum Mutterschutz.