Bachelor, Master und Bologna
Im Jahr 1999 einigte sich eine Reihe europäischer Staaten darauf, einen europäischen Hochschulraum zu errichten. Ziel des Beschlusses war es, international vergleichbare Abschlüsse zu schaffen, die Lehrpläne von theoretischem Ballast zu befreien, die Studiendauer zu verkürzen und die Studieninhalte praxisnäher zugestalten. Im Zuge der als Bologna-Prozess bezeichneten Umgestaltung wurde in Anlehnung an Vorbilder aus angelsächsischen Ländern ein zweigliedriges System mit zwei aufeinander aufbauenden Abschlüssen geschaffen: Bachelor und Master, die die traditionellen Abschlüsse wie Diplome Schritt für Schritt ersetzen sollten.
Der Bachelorgrad kann bereits nach einer deutlich verkürzten Studiendauer – in der Regel sechs Semester – erworben werden und gilt als berufsqualifizierender Abschluss. Für das Masterstudium, das eine Spezialisierung und Vertiefung darstellt, müssen die Kandidaten dann noch einmal ein paar Semester draufsatteln.
Quellen:
Unternehmensbefragung des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln in den Jahren 2009 und 2010. Daten: Christiane Konegen-Grenier: Bachelor und Master auf dem Arbeitsmarkt: Ergebnisse aus zwei Unternehmensbefragungen. In: Wirtschaftsdienst 2011, Sonderheft, S. 20 – 26. Köln 2011
Absolventenbefragung des International Centre for Higher Education Research der Universität Kassel (INCHER). Daten: Harald Schomburg: Employalbility and Mobility of Bachelor Graduates in Germany. Beitrag zur Internationalen Konferenz: EMBAC 2010. Kassel 2010.
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