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Gesunde Pause machen

Gesunde Pause

Pausen sind für alle Beschäftigten wichtige Regenerationsquellen im Arbeitsalltag. Denn nur wer sich regelmäßig Auszeiten nimmt, bleibt leistungsfähig und konzentriert.

Studien der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) haben jedoch ergeben: Pausenzeiten werden häufig gar nicht oder wenig zur Erholung genutzt. So verbringt knapp die Hälfte der Befragten ihre Mittagspause am Arbeitsplatz. Sie wird zur Nahrungsaufnahme und zur Unterhaltung mit Kollegen genutzt. Doch nur die wenigsten sind in der Pause körperlich aktiv und bewegen sich. Das erklärt, warum sich ebenfalls knapp die Hälfte der Befragten nie, selten oder nur manchmal in der Pause erholen kann und lediglich 3,8 Prozent der Befragten sich immer erholt fühlen. Bedenklich ist auch die Tatsache, dass knapp ein Viertel der Befragten häufig oder immer und rund ein Drittel manchmal die Pause ausfallen lässt. Eine längere Mittagspause dient in erster Linie zum Energietanken durch Aufnahme gesunder Nahrung, Entspannung und ausgleichende Bewegung. Wer Pausen ständig ausfallen lässt, begünstigt das Auftreten von Erkrankungen. So hat die BAuA insgesamt zwölf Studien analysiert, die zeigen, dass Pausen präventiv Muskelbeschwerden und ­erkrankungen entgegenwirken. Wie wichtig Pausen für die psychische Gesundheit sind, ist derzeit noch nicht ausreichend erforscht. Eine Stichprobe der BAuA hat ergeben, dass psychosomatische Symptome wie Nervosität, Reizbarkeit und Schlafprobleme häufiger auftreten, wenn Ruhepausen öfter ausfallen.

Was Ruhezeiten bewirken

Pausen haben unterschiedliche Funktionen: Kurzpausen (von einer bis zu fünf Minuten) fördern die Konzentrationsfähigkeit nach einer längeren Arbeitsphase. Auch das subjektive Wohlbefinden kann durch kurze Auszeiten gesteigert werden. Darüber hinaus wirken sie präventiv Belastungen entgegen, die durch körperlich anstrengende oder einseitige Arbeiten wie lange Bildschirmarbeit im Sitzen hervorgerufen werden. Durch regelmäßige Kurzpausen können Beschwerden wie Nacken­ und Schulterschmerzen oder Augentrockenheit vermieden werden.

Als Arbeitgeber unterstützen

Es gibt vielfältige Möglichkeiten für Arbeitgeber, ihre Beschäftigten bei einer erholsamen Pausengestaltung zu  unterstützen. Führungskräfte sind Vorbilder und sollten auf regelmäßige Pausen ihrer Mitarbeiter achten. Dies sorgt  dafür, eine Pausenkultur in die Unternehmenskultur zu integrieren. Wichtig ist dabei auch, für ausreichend und zweckmäßig sowie gemütlich gestaltete Pausenräume zu sorgen, um Beschäftigten die Möglichkeit zu geben, die Pause woanders als an ihrem Arbeitsplatz verbringen zu können. Diese Räume dienen als Erholungs- und Rückzugsort für die Mitarbeiter. Wenn keine Kantine vorhanden oder in der Nähe ist, bietet eine Ausstattung mit Mikrowelle, Wasserkocher und Kühlschrank die Möglichkeit, sich selbst auch mit frischen  Lebensmitteln und ausgewogenen mitgebrachten Gerichten zu versorgen. In manchen kleineren Unternehmen wird sogar reihum gesund gekocht, sodass ein Herd sinnvoll sein kann. Der Stellenwert einer gesunden Ernährung kann in der Praxis auch durch Kooperationen mit regionalen Bauern oder Restaurants unterstrichen werden. So können Betriebe Obst- und Gemüsekörbe für die Beschäftigten oder Essensgutscheine für Mittagstische in Restaurants in der Nachbarschaft zur Verfügung stellen. Das Einlösen der Essensgutscheine kann direkt mit einem ausgiebigen Spaziergang verbunden werden. Dieser regt den Kreislauf an und lockert die Muskeln. Für zusätzliche Bewegung kann zum Beispiel eine Tischtennisplatte sorgen. 

Arbeitgeber können die Belegschaft zu einem gesunden Pausenverhalten animieren. Der erste Schritt ist dabei ganz einfach: Die Führungskraft sollte als Vorbild vorangehen. So werden die Beschäftigten täglich daran erinnert. Als weitere Maßnahmen können Workshops oder ein betriebsinterner Gesundheitstag unterstützen. Merken Führungskräfte, dass ihre Mitarbeiter häufig die Pause ausfallen lassen, können sie das direkte Gespräch suchen oder anbieten, zum Beispiel einmal in der Woche eine gemeinsame Pause zu machen. Das fördert zugleich das Verhältnis zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter.

Pausen richtig nutzen

Um sich in Pausen wirklich erholen zu können, ist es vor allem wichtig, sich mental von der Arbeitsaufgabe zu distanzieren und etwas ganz anderes zu tun. Die Aktivitäten sollen einen bewussten Gegensatz zur Arbeitstätigkeit aufweisen, auch in Bezug auf die körperlichen Anforderungen. Aktive, bewegte (Kurz­)Pausen sind ein guter Ausgleich für Beschäftigte mit eher sitzenden oder körperlich einseitig belastenden Tätigkeiten. Passive, ruhige Auszeiten sind optimal bei körperlich anspruchsvollen Arbeitsaufgaben. Bei Bildschirmarbeitsplätzen sind häufige Kurzpausen von Bedeutung, um die beanspruchten Augen durch eine andere Sehdistanz (beispielsweise beim Schauen aus dem Fenster in die Ferne) zu entlasten. Kurze Lockerungsübungen für Schultern, Lendenwirbelsäule oder Waden sollten immer mal wieder eingebaut werden, um Muskelverspannungen beim langen Sitzen und Stehen entgegenzuwirken.

Stand: 6/2018

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