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Haarausfall

Sind nur die Gene schuld?

Interview mit Prof. Dr. Ralph M. Trüeb, Buchautor und international anerkannter Experte für Haarerkrankungen, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des schweizerischen Kompetenzzentrums für Fragen rund ums Haar "InfoHair".

Seit Jahrtausenden versuchen Männer, etwas gegen ihren Haarausfall zu tun. Gab oder gibt es irgendein "Wunder"- oder Hausmittel, das gegen anlagebedingten Haarausfall wirkt?

Prof. Dr. Trüeb: Bereits in den altägyptischen Papyri findet sich die Empfehlung, Extrakte aus Rizinussamen zur Anregung der Kopfhaut einzusetzen. Heute wissen wir, dass im Samen von Rizinus und anderen Pflanzen Wirkstoffe vorhanden sind, die auf das Enzym hemmend wirken, das für die männliche Glatzenbildung verantwortlich ist. Heute werden Medikamente, die dieses Enzym hemmen, erfolgreich gegen Haarausfall bei Männern eingesetzt.

Es gibt zwei Medikamente auf dem Markt, die den Haarausfall tatsächlich aufhalten können. Aber haben diese Mittel nicht auch Grenzen und Nebenwirkungen?

Durch die Medikamente kann es zu Nebenwirkungen wie Störungen der Sexualfunktion, Wirkung auf die Prostata oder Irritationen der Kopfhaut kommen.

Auch Frauen können von erblich bedingtem Haarausfall betroffen sein. Was ist bei Ihnen anders als bei Männern, und wie kann der weibliche Haarausfall behandelt werden?

Bei Frauen mit normalen Hormonspiegeln spielen männliche Hormone eine Nebenrolle. Erst wenn die männlichen Hormonspiegel krankhaft erhöht sind oder Hormonpräparate und Anabolika mit einer männlichen Hormonwirkung eingenommen werden, kommt es zu einem beschleunigten Haarausfall, der mitunter auch das Muster einer männlichen Glatze annehmen kann. Wichtig bei Frauen ist auch der Ernährungszustand, vor allem bei Eisenmangel oder strengen hypokalorischen Diäten.

Gibt es eine Lebensweise oder Umweltbelastungen, die einen frühen Haarausfall fördern?

Die Ernährungsgewohnheiten, der Lebensstil (Stress), Zigarettenrauchen und extreme Sonneneinwirkung auf die Kopfhaut können Haarausfall fördern. Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass bei genetischem Haarausfall die Haarwurzelzellen empfindlicher auf Stress reagieren.

Welche Rolle spielt die Ernährung?

Hochwertige Aminosäuren, Kalorien, B-Vitamine und Spurenelemente wie Eisen und Zink spielen eine wichtige Rolle für den Aufbau eines gesunden Haarschaftes, für den Energiestoffwechsel der Haarwurzelzellen und als Schutzfaktoren zur Gesunderhaltung des Haares

Hat auch die Pflege des Haares einen Einfluss auf die dauerhafte Haargesundheit?

Die Haarpflege wirkt sich auf den Zustand des Haarschaftes aus und hat damit einen kosmetischen Effekt. Nicht zu unterschätzen ist die Regulierung des Milieus an der Kopfhautoberfläche, da es bei falscher oder ungenügender Pflege zu Irritationen der Kopfhaut kommen kann mit Juckreiz und Schuppung. Es gibt Hinweise, dass Entzündungen der Kopfhaut zu Haarausfall und zu vorzeitigem Ergrauen führen können. Zudem hat bereits etwa 15 Minuten Kratzen Abbrüche der Haare zur Folge.

Datum des Interviews: 04.11.2010

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