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Pollenallergie

Der "Reiz" der Blüten: Pollenallergie

Während sich die einen die wärmeren Monate des Jahres herbeisehnen, beäugen die anderen bereits ab dem zeitigen Frühjahr misstrauisch die Zweige von Sträuchern und Bäumen. Rund 15 Millionen Bundesbürger, so Schätzungen von Medizinern, haben eine Pollenallergie und leiden unter Heuschnupfen. Tendenz: steigend.

Eine Allergie ist eine Reaktion des menschlichen Immunsystems auf eine körperfremde Substanz. Anders als Krankheitskeime stellen diese Allergie auslösenden Substanzen – die sogenannten Allergene – an sich keine Gefahr für die Gesundheit dar. Doch das Abwehrsystem interpretiert die harmlosen Eindringlinge als gefährlich – und reagiert mit einer ganzen Reihe eigentlich überflüssiger Maßnahmen. Bei einer solchen allergischen Reaktion werden vor allem Entzündungsstoffe freigesetzt, die dann zu den typischen Symptomen der jeweiligen Allergie führen.

Bei einer Pollenallergie ist Blütenstaub das auslösende Allergen, das eine Reizung und ein Anschwellen der Schleimhäute und eine Erhöhung der Schleimproduktion zur Folge hat. Für Heuschnupfen-Patienten werden besonders die Pollen von windbestäubenden Pflanzen, die in großen Mengen produziert werden und sich über sehr weite Distanzen ausbreiten können, zum "reizenden" Problem. Bereits 50 der winzigen Partikel in einem Kubikmeter Luft können die allergische Reaktion auslösen. Die Pollenflugzeiten haben je nach Pflanzenart saisonale Schwerpunkte. Während des Frühjahrs – im März und April – sind vor allem die Frühblüher wie Birke, Erle und Hasel aktiv. Im Frühsommer kommen dann die Gräser hinzu. Abgeschlossen wird die Heuschnupfensaison im Herbst mit den Kräutern, zum Beispiel Beifuß oder Spitzwegerich.

Redaktionsschluss: 24.02.2011

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