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Multitasking

© Rudie / Fotolia

Multitasking und Arbeitsunter­brechungen

Das sogenannte Multitasking, aber auch häufige Arbeitsunterbrechungen gehören zu den Merkmalen unserer modernen, "beschleunigten" Arbeitswelt. Beschäftigte sehen sich vor der Herausforderung, immer größere Mengen von Informationen in kürzester Zeit und am besten gleichzeitig zu bewältigen.

Doch stimmt das überhaupt? Der Begriff Multitasking kommt ursprünglich aus der Informatik. Er bezeichnet die Fähigkeit der CPU (Central Processing Unit/​Prozessor), mehrere Prozesse gleichzeitig ablaufen zu lassen. Bezogen auf menschliches Handeln und Arbeiten wird davon ausgegangen, dass Multitasking bedeutet, zwei Aufgaben simultan zu bearbeiten. Dies ist jedoch aus kognitionspsychologischer Sicht nur selten der Fall. Meistens werden beim Multitasking kleine Aufgabenabschnitte in schnellem Wechsel bearbeitet, es besteht nur der Anschein des simultanen Arbeitens. Anders formuliert: Multitasking bedeutet bei genauerer Betrachtung nichts anderes, als dass die Bearbeitung einer Aufgabe A unterbrochen wird, um sich einer Aufgabe B zuzuwenden, deren Bearbeitung dann aber auch wieder nach kurzer Zeit unterbrochen wird, um zur Aufgabe A zurückzukehren oder aber um sich einer weiteren Aufgabe C zu widmen. Dies alles geschieht dabei in schnellem, fortwährendem Wechsel.

Es verwundert daher nicht, dass Arbeitsmediziner und -psychologen das Phänomen Multitasking häufig in einen Zusammenhang stellen mit Arbeitsunterbrechungen. Sie führen zu einem Aufschub der eigentlichen Handlung, da eine ungeplante Aufgabe angefangen wird. Dies geschieht mit der Absicht, die eigentliche Handlung später fortzusetzen.

In beiden Fällen werden somit Handlungen oder Arbeitsprozesse unterbrochen, um sich anderen Dingen zuzuwenden. Während es sich beim Multitasking jedoch um einen selbstgesteuerten Prozess handelt, sind Arbeitsunterbrechungen in der Regel extern verursacht. Weiterer Unterschied: Beim selbstgesteuerten bzw. selbst auferlegten Multitasking sind die Zeitintervalle zwischen den Aufgabenwechseln zumeist sehr viel kürzer als bei extern verursachten Arbeitsunterbrechungen.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fasst den Stand der Forschung zu dieser Thematik in ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht "Arbeitsunterbrechungen und Multitasking" zusammen und präsentiert ein Modell, das die wichtigsten Einflussfaktoren auf das Erleben von Stress in Zusammenhang mit Unterbrechungen und Multitasking darstellt.

Arbeitsunterbrechungen und Multitasking. Ein umfassender Überblick zu Theorien und Empirie unter besonderer Berücksichtigung von Altersdifferenzen; Autoren: Anja Baethge, Thomas Rigotti; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2010; ISBN: 978-3-88261-122-9; 95 Seiten, Projektnummer F 2220, PDF-Dokument (2,0 MB).

Stand: 20.06.2013

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