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Fälligkeit der Beiträge 2015

Innerhalb eines Kalendermonats gibt es generell einen Fälligkeitstag. Die Beiträge werden danach in voraussichtlicher Höhe der Beitragsschuld spätestens am drittletzten Bankarbeitstag für den laufenden Monat fällig. Sind den Arbeitgebern zu dieser Zeit nicht immer alle relevanten Fakten zur Beitragsbemessung bekannt, ist eine Schätzung der voraussichtlichen Beitragsschuld erforderlich. Einzubeziehen sind dabei – für jeden Monat immer wieder neu – alle wichtigen Faktoren wie zum Beispiel Veränderungen der Zahl der Beschäftigten, der Arbeitsstunden oder der Beitragssätze. Einen gegebenenfalls verbleibenden Restbeitrag müssen Arbeitgeber bis zum drittletzten Bankarbeitstag des Folgemonats abführen.

Übermittlung des Beitragsnachweises

Für die Abgabe des Beitragsnachweises gilt ein bundeseinheitlicher Zeitpunkt. Dieser muss der Einzugsstelle spätestens am zweiten Arbeitstag vor Fälligkeit der Beiträge vorliegen, also um 0.00 Uhr des fünftletzten Bankarbeitstages eines Monats.
Das heißt für Unternehmen: Sie müssen die Nachweise spätestens im Laufe des Vortags übermitteln.

Nur durch eine frühzeitige Übermittlung können die sich an die Übermittlung anschließenden verwaltungsinternen Abläufe rechtzeitig und vollständig erledigt werden. Es gelten folgende Fälligkeitstermine beziehungsweise sich daraus ergebende späteste Einreichungstermine für den Beitragsnachweis:

Fälligkeit der Beiträge 2015
Fälligkeit der Beiträge 2015
Beitrags­monat 2015 Termine für den Beitrags­nach­weis (2 Arbeits­tage vor Fällig­keit der Beitrags­gut­schrift) Fällig­keits­tag (dritt­letz­ter Bank­ar­beits­tag)
Januar 26.01.2015* 28.01.2015
Februar 23.02.2015* 25.02.2015
März 25.03.2015* 27.03.2015
April 24.04.2015* 28.04.2015
Mai 22.05.2015* 27.05.2015
Juni 24.06.2015* 26.06.2015
Juli 27.07.2015* 29.07.2015
August 25.08.2015* 27.08.2015
September 24.09.2015* 28.09.2015
Oktober 26.10.2015* 28.10.2015
November 24.11.2015* 26.11.2015
Dezember 22.12.2015* 28.12.2015

* Zur Wahrung der Frist muss der Beitragsnachweis am Vortag bis spätestens 24.00 Uhr eingereicht sein.

Tipp: Termine zur Sozialversicherung 2015

© nigelcarse / iStockphoto
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Stand 10.10.2014

Vereinfachte Abrechnung

Wird die Beitragsabrechnung aus bestimmten Gründen regelmäßig erschwert, können Arbeitgeber für die voraussichtliche Beitragsschuld ein vereinfachtes Verfahren nutzen. Dies gilt zum Beispiel bei Zahlung von variablen Entgeltbestandteilen, bei unvorhergesehenen Arbeitsstunden, bei Fehlzeiten oder bei regelmäßigen Mitarbeiterwechseln. Zur Berechnung der voraussichtlichen Beitragsschuld für den laufenden Monat reichen dazu die Zahlen des Vormonats aus; eine detaillierte Berechnung ist dann zunächst nicht notwendig.

Nach der Echtabrechnung muss eine eventuelle Differenz zu dem feststehenden tatsächlichen Beitragssoll im Folgemonat ausgeglichen werden. Diese wird im nächsten Beitragsnachweis in der jeweiligen Beitragsgruppe abgezogen oder hinzugerechnet, wobei gegebenenfalls verbleibende Restbeiträge ebenso zum drittletzten Bankarbeitstag des Folgemonats fällig werden.

Ein Mitarbeiterwechsel im Sinne der Vereinfachungsregelung zur Fälligkeit liegt vor, wenn sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer oder geringfügig Beschäftigte eingestellt werden oder aus dem Betrieb ausscheiden. Ist dies sowohl in dem aktuell abzurechnenden Monat als auch in den beiden Vormonaten der Fall, darf die vereinfachte Beitragsermittlung angewandt werden. Gleiches gilt bei der Zahlung von variablen Entgeltbestandteilen. Dazu gehören insbesondere Mehrarbeitsvergütungen, die Zahlung von Zuschlägen oder Zulagen und ähnliche Entgelte, die zusätzlich zu Lohn und Gehalt gezahlt werden.

Wurde die Beitragsberechnung in jedem der drei letzten Entgeltabrechnungszeiträume weder durch einen Mitarbeiterwechsel noch durch die Zahlung von variablen Entgeltbestandteilen erschwert, kann die vereinfachte Abrechnung der Beiträge nicht mehr genutzt werden.

Entscheidet sich ein Unternehmer für die vereinfachte Abrechnung der Beiträge, gilt dies einheitlich für alle Abrechnungen. Aus den Entgeltunterlagen muss für eine Betriebsprüfung zudem eindeutig erkennbar sein, dass die Beiträge aufgrund der Vereinfachungsregelung zur vorgezogenen Fälligkeit abgerechnet wurden.

Stand 08.10.2014

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