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Expertentipp

Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen. Foto: Shironosov / Thinkstock
Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen.

Vermögensbeteiligungen – Urlaubsgeld mal anders

Arbeitgeber dürfen ihren Beschäftigten Belegschaftsaktien, andere Vermögens­beteiligungen am Unternehmen oder begünstigte Investment­fonds bis zur Höhe von 360 Euro im Jahr beitragsfrei zur Sozial­versicherung und steuerfrei zukommen lassen.

Nicht jede vom Arbeitgeber gewährte Vermögens­beteiligung ist begünstigt. Dies trifft nur auf die Beteiligung des Arbeit­nehmers am eigenen Unter­nehmen des Arbeit­gebers zu.

Für die Inanspruch­nahme des steuerfreien Höchst­betrags ist es unerheblich, ob der Arbeitgeber die Vermögens­beteiligung zusätzlich zum Arbeits­entgelt gewährt oder der Arbeit­nehmer selbst Entgelt zugunsten der Vermögens­beteiligung umwandelt.

In der Sozial­versicherung wird allerdings – im Gegen­satz zum Steuerrecht –  eine Entgelt­umwandlung zugunsten einer Vermögens­beteiligung nur anerkannt, wenn der Arbeitnehmer auf künftigen Arbeitslohn arbeitsrechtlich zulässig verzichtet. Insbesondere muss der Arbeits­vertrag oder ein Tarif­vertrag die Umwandlung zulassen.

Tipp:

In Betrieben, in denen ein Urlaubsgeld vereinbart ist, können Arbeitgeber mit ihren Arbeit­nehmern regeln, dass anstelle des vertraglich zustehenden Urlaubs­gelds beispiels­weise ein wertgleiches Aktienpaket des eigenen Unternehmens überlassen wird. Bis zur Höhe von 360 Euro im Kalenderjahr besteht dann Steuerfreiheit sowie Beitragsfreiheit zur Sozial­versicherung. Bei einem höheren Betrag ist der über die 360 Euro hinausgehende Teil beitrags- und steuerpflichtig.

Beispiel:

Ein Arbeitgeber gewährt seinem Arbeitnehmer anstelle von Urlaubsgeld ein Aktienpaket des eigenen Unternehmens in Höhe von 500 Euro. Von dem Betrag in Höhe von 500 Euro sind 360 Euro beitrags- und steuerfrei und 140 Euro beitrags- und steuerpflichtig.

Hinweis:

Die gleiche Regelung gilt für die Überlassung von Genuss­scheinen, Genossen­schafts­anteilen, GmbH-Anteilen oder auch stillen Beteiligungen.


Stand: 3.5.2017

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