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Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen. Foto: Shironosov / Thinkstock
Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen.

Jahresarbeitsentgelt und Krankenversicherungsfreiheit

Der Arbeitgeber berechnet das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt  seiner Beschäftigten vorausschauend für zwölf Monate. Damit stellt er fest, ob sie krankenversicherungspflichtig oder krankenversicherungsfrei sind. Diese Berechnung nimmt der Arbeitgeber bei einer neuen Beschäftigung, bei der Änderung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts und bei der Änderung der Krankenversicherungspflichtgrenze (= Jahresarbeitsentgeltgrenze) zum Jahreswechsel vor. Grundsätzlich gilt für Arbeitnehmer die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze. Sie beträgt für das Jahr 2018 59.400 Euro. 

Tipp: 
Für Beschäftigte, die zum Stichtag 31. Dezember 2002 krankenversicherungsfrei und bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichert waren, gilt die besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze. Diese beträgt für das Jahr 2018 53.100 Euro. Arbeitgeber sollten daher stets einen Neubeschäftigten fragen, wie er zu diesem Stichtag versichert war, um die richtige Jahresarbeitsentgeltgrenze anzuwenden. Ein entsprechender Nachweis gehört zu den Entgeltunterlagen. Dabei handelt es sich um Unterlagen zum Beschäftigungsverhältnis, die beim Arbeitgeber vorliegen und bei Betriebsprüfungen durch den Rentenversicherungsträger benötigt werden.

Zum regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt gehören neben dem laufenden monatlichen Bruttoentgelt auch Einmalzahlungen (zum Beispiel Weihnachts- oder Urlaubsgeld), sofern diese garantiert mindestens einmal jährlich gezahlt werden. Ausgenommen bleiben Zuschläge, die mit Rücksicht auf den Familienstand gezahlt werden, wie etwa Familienzulagen im öffentlichen Dienst. Überstunden werden nur berücksichtigt, wenn sie als Pauschale gezahlt werden. Einnahmen aus einer Beschäftigung, die kein Arbeitsentgelt im Sinn der Sozialversicherung sind, bleiben unberücksichtigt. Variable Arbeitsentgeltbestandteile gehören ebenfalls nicht zum regelmäßigen Arbeitsentgelt, da in aller Regel zum Zeitpunkt der Ermittlung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts ungewiss ist, ob und in welcher Höhe diese Entgeltbestandteile gewährt werden. Mindestbeträge oder garantierte Anteile zählen jedoch zum regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt.

Überschreitet ein neuer Beschäftigter die Jahresarbeitsentgeltgrenze zu Beginn der Beschäftigung, ist er sofort krankenversicherungsfrei. Ist er zunächst krankenversicherungspflichtig und überschreitet mit seinem Entgelt erst im Lauf des Kalenderjahres die Jahresarbeitsentgeltgrenze, endet die Krankenversicherungspflicht frühestens mit Ende des Kalenderjahres, sofern er auch die Grenze des neuen Jahres überschreitet.

Tipp:
Krankenversicherungsfreie Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, ihren Kranken- und Pflegeversicherungsschutz über eine freiwillige Versicherung bei der AOK sicherzustellen. Arbeitgeber sollten ihren Beschäftigten empfehlen, sich von der AOK beraten zu lassen, da die Entscheidung gegen die gesetzliche Krankenversicherung weitreichende Folgen hat.


Stand: 5.12.2017

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