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Expertentipp

Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen. Foto: Shironosov / Thinkstock
Fachspezialisten aus dem Sozialversicherungs-, Arbeits- und Steuerrecht geben praktische Tipps zu aktuellen Themen.

Beschäftigung von Studierenden

Bei der Beschäftigung von Studierenden sind Sonderregelungen zu beachten: Danach ist Versicherungsfreiheit in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung auch dann noch zulässig, wenn die Grenzen einer geringfügigen Beschäftigung überschritten sind.

Zum Jahreswechsel 2016/2017 haben sich Änderungen ergeben, die Auswirkungen auf die Praxis haben.


1. Wochenarbeitszeit mehr als 20 Stunden

In Einzelfällen kann Versicherungsfreiheit auch noch bei einer Wochenarbeitszeit von mehr als 20 Stunden in Betracht kommen. Voraussetzung dafür ist das Überschreiten der Arbeitszeitgrenze ausschließlich durch Arbeitseinsätze in den Semesterferien oder am Wochenende sowie in den Abend- und Nachtstunden. Eine derartige Beschäftigung muss aber zeitlich befristet ausgeübt werden (maximal 26 Wochen im Jahr).

Tipp: Bitte klären Sie Ihre individuelle Fragestellung direkt bei Ihrer AOK vor Ort.

2. 26-Wochen-Regelung

Die 26-Wochen-Regelung wird zu ihrer ursprünglichen Bedeutung zurückgeführt. Die Versicherungsfreiheit bei befristeter Beschäftigung beruht also nicht auf der Anwendung der Vorschriften über die Versicherungsfreiheit aufgrund des Werkstudentenprivilegs, sondern auf der Regelung zur Versicherungsfreiheit bei geringfügiger (kurzfristiger) Beschäftigung.

Beispiel: Ein Studierender nimmt eine vom 1.10. bis 30.11.2017 befristete Beschäftigung auf. Er arbeitet 25 Std./Woche (nicht abends, nachts oder am Wochenende) und verdient monatlich 1.800 Euro.

Er hat folgende Vorbeschäftigungen (jeweils befristet, 5 Tage/Woche), die nur zum Teil anrechenbar sind:

  • 1.12.2016 bis 31.1.2017 (25 Std./Woche) --> 62 Kalendertage anrechenbar
  • 1.7.2017 bis 15.9.2017 (16 Std./Woche) --> nicht anrechenbar, da unter 20 Std/Woche


Inklusive der zu beurteilenden Beschäftigung (61 Kalendertage) ergeben sich 123 Kalendertage.

Lösung: Die Voraussetzungen einer kurzfristigen Beschäftigung sind nicht erfüllt, da zu Beginn der zu beurteilenden Beschäftigung bereits feststeht, dass die Beschäftigungsdauer im laufenden Kalenderjahr unter Berücksichtigung der Vorbeschäftigungen mehr als drei Monate beträgt.

Das Werkstudentenprivileg ist nicht erfüllt, da die Arbeitszeit in der aktuellen Beschäftigung mehr als 20 Std./Woche umfasst.

Obwohl die Dauer der Beschäftigungen mit einer Arbeitszeit von mehr als 20 Std./Woche im Laufe eines Jahres  nicht mehr als 26 Wochen betragen, besteht  keine Versicherungsfreiheit aufgrund des Werkstudentenprivilegs.

Somit ergibt sich Versicherungspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung.

3. Ende der Hochschulausbildung

Mit Ablauf des Monats, in dem die Hochschule dem Studierenden das Gesamtergebnis der Prüfungsleistung offiziell mitteilt, endet sein Studierenden-Status in der Sozialversicherung. Entscheidend ist das Datum, an dem das vorläufige Zeugnis vom Prüfungsamt, per Brief dem Studierenden zugeht.

Tipp: Weisen Sie den Werkstudenten auf seine Mitteilungspflichten gegenüber seinem Arbeitgeber hin. Sie können seine Mitteilungen in der „Checkliste für geringfügig und kurzfristig Beschäftigte “ dokumentieren (siehe: www.minijob-zentrale.de).



Stand: 6.3.2017

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